Welcome to Corporate Publishing auf dem iPad
Corporate Publishing ohne den Einsatz digitaler Medien ist heutzutage beinahe undenkbar. Mittlerweile setzen 88 Prozent aller Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz auf elektronische Medien, so eine aktuelle Studie, die das Schweizer Markforschungsinstitut Zehnvier im Auftrag des Europäischen Instituts für Corporate Publishing (EICP) und des Forum Corporate Publishing (FCP) vor kurzem herausgab. Zukünftig kann erwartet werden, dass das iPad im Corporate Publishing ebenfalls eine große Rolle spielen wird. Medienexperten und Verantwortliche in Agenturen erwarten vom iPad und anderen TabletPCs vor allem neue Chancen für multimediale Bezahlinhalte, die auf herkömmlichen PCs bislang nicht oder nur zögerlich angenommen worden sind. Beispielhaft könnten aber auch Corporate Publishing Apps stehen, die zum Beispiel auf e-commerce Shops verweisen beziehungsweise diese bereits integrieren. Auch die Verbindung zu Unternehmens-Communities und die Integration von Social Media wird sicherlich ein weiterer Trend werden. Und am Thema Bewegtbild wird wahrscheinlich kein Unternehmen vorbeikommen, wenn es auf dem iPad Corporate Publishing Angebote bieten möchte.
Für Corporate Publishing Anbieter stellt das iPad eine Herausforderung dar, denn das gedruckte Magazin oder der Internet-Auftritt lässt sich nicht 1:1 auf das iPad übertragen. Unklar dabei ist aber immer noch, welche Kommunikations- und Inhaltskonzepte erfolgversprechend sind. Welche Inhalte müssen geschaffen werden, wie sollen sie auf dem iPad dargestellt werden? Vor allem Klein- und mittelständische Unternehmen sind verunsichert, denn die Komplexität in der Kommunikation steigt mit jedem neuen Kanal. Die ersten Unternehmen haben bereits Versuche unternommen, darunter auch die deutschen Autobauer BMW und Volkswagen. So hat die niederländische Agentur Readershous Brand Media vor kurzem für Volkswagen eine iPad-Version vorgestellt. Demnach war “The World of Volkswagen” das erste europäische iPad-Magazin überhaupt. Die Agentur setzte bei der Umsetzung auf einen hohen Grad an Interaktivität. Und auch “adeyaka’, das vielfach preisgekrönte Kundenmagazin des japanischen Premium-Automobilherstellers Infiniti, ist bereits in einer speziell für das iPad entwickelten Version verfügbar.
Aber nicht nur die Autobauer machen mobil, auch Dienstleistungsgesellschaften wie Roland Berger nutzen das iPad für ihr Corporate Publishing. Ende Juni launchte das international agierende Beratungsunternehmen in Zusammenarbeit mit BurdaYukom sein Magazin “Think:Act” für das iPad. Konzipiert wurde das Medium eigens zum renommierten New York Forum, an dem rund 400 Top-Entscheider und Intellektuelle teilnehmen. Während des Forums erhalten die Teilnehmer aktuelle Informationen über iPads – inklusive der neuen Think:Act Ausgabe. Einen Einblick erhält man über das pdf, das für alle User bereit steht.
iPad-Nutzer haben jedenfalls die Nase vorn, wenn es um neue Angebote im Coporate Publishing geht. Wir dürfen uns auf tolle interaktive Inhalte freuen, die für Unterhaltung sorgen. Und dass sich die Unternehmen mit hochwertigen Inhalten nicht zurückhalten werden, ist bekannt. Einen Wermutstropfen muss man allerdings noch schlucken. Alle getesteten Magazine sind Datenmonster. Um ein Beispiel zu nennen: Das “adeyaka”-Magazin belegt knapp 500 Megabyte Speicherplatz auf dem iPad.
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