Toshiba Tablet: „Besser als das iPad 2“

Auch Toshiba plant im Markt der Tablet-PCs mitzumischen und will im Frühjahr ein eigenes Modell herausbringen. Das noch namenlose Kind soll mit Googles neuester Android-Version 3.0 laufen und sonst die vergleichbare Ausstattung anderer Tablets aufweisen. Dennoch lehnt sich Rob Wilkinson, General Manager von Toshiba Australia’s Information Systems-Abteilung (ISD) recht weit aus dem Fenster und behauptet, der neue Tablet PC werde besser als das iPad 2.

Toshiba hat sich bereits die Domain thetoshibatablet.com gesichert und verrät einige Fakten:

  • 10,1 Zoll Bildschirm, hochauflösend im 16:10-Format
  • Android 3.0 Honeycomb
  • Stereo-Lautsprecher
  • 5 Megapixel-Kamera hinten
  • 2 Megapixel-Kamera vorne (Videotelefonie)
  • Anzeige aller Web-Inhalte, inklusive Flash
  • langlebige, austauschbarer Akku
  • 3 Anschlüsse am Gehäuse: Mini-USB, USB und HDMI
  • 1.280 x 800 Pixel Auflösung
  • energiesparende NVIDIA Tegra 2-Grafik mit Full HD-Unterstützung
  • Lichtsensor

Auch wenn das Tablet bisher nicht aus der Masse der bereits erschienenen oder zumindest angekündigten Tablets hervorsticht, kann das Tablet es nicht nur mit dem iPad 2 von Apple aufnehmen, sondern es ist in seinen Augen sogar besser, wenn es auch ein wenig schwerer sein wird:

“We believe that our device is superior to the Apple device, it may be a little heavier (773g) but it does have a lot of features that the iPad 2 does not have.”

Toshiba Tablet

Toshiba Tablet

Mit den Features, die dem iPad 2 fehlen, bezieht sich Rob Wilkinson vor allem auf die vielen Anschlüsse, die das Toshiba Tablet vorweisen kann. Verglichen mit anderen verfügbaren Tablets stimmt das tatsächlich, denn zwei USB-Ports (Standard & Mini), microSD sowie HDMI bietet in der Tat kein anderes Tablet. Allerdings sind die Ports für Tablets mit Googles Android 3.0 Honeycomb nicht ungewöhnlich. Ein weiterer Vorteil des Toshiba Tablets sind seine Kameras: sie lösen mit 2 und 5 Megapixeln auf, während das iPad 2 nicht mehr als maximal 1 Megapixel bietet. Auch die Batterie ist auswechselbar, sollte diese einmal erneuert werden müssen. Apple hat diese Technik vor geraumer Zeit abgeschafft, die Akkumulatoren werden ausschließlich fest verbaut.

Zwar klingt das alles toll, allerdings könnte das Gewicht zum Killer werden, denn mit 773 Gramm ist es ein ganz schön dicker Brocken. Schon beim iPad 1 war die Portabilität nur eingeschränkt gegeben, vielen war das iPad 1 auf Dauer zu schwer. Apple hat daraufhin nachgebessert und das Gewicht beim iPad 2 nochmals reduziert, auch die Abmessungen hat Apple weiter verringert. Das Toshiba wiegt dennoch deutlich mehr. Richtig punkten kann der Toshiba-Konkurrent jedoch mit seinen zwei Kameras, die deutlich besser auflösen als die des iPad 2. Stellt sich nur die Frage, inwieweit man die Kameras von Tablets auch nutzen will.

Es zählt nicht nur die Hardware, sondern auch die angebotenen Dienste. Dort hat Apple mit dem iPad 2 ganz klar die Nase vorn, denn die Anzahl verwendbarer Apps ist immens, während Android 3.0 noch in den Kinderschuhen steckt und recht wenige Apps vorweisen kann. Betrachtet man dagegen die rasante Entwicklung der Android-Platform in der Vergangenheit, sollte sich das umgehend ändern.

Apple hat sein Tablet sehr rasch nach der Vorstellung auf den Markt gebracht. Das dürfte Apples Konkurrenten überrascht haben. Ein geschickter Schachzug, denn so hat Apple Samsung, Motorola, LG und auch Toshiba die Zeit genommen, zeitnah ein eigenes Konkurrenz-Tablet auf den Markt zu bringen. Bis Apples Konkurrenz eigene Tablets mit Android 3.0 Honecomb auf den Markt bringt, dürfte der Markt mit bereits verfügbaren iPad 2-Tablets hinreichend gesättigt sein. Dennoch dürfte die Vorreiterposition auf lange Sicht schrumpfen, wenn Android Honeycomb das Versprechen einlöst und sich lange am Markt hält.

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