Das Problem ist nicht neu. Wer mit seinem iPhone- und neuerdings auch mit dem iPad-Browser Webseiten mit Flash-Elementen aufruft, sieht anstelle der Flash-Inhalte weiße Flecken. Der Grund: weder das iPhone noch das iPad unterstützen derzeit das Flash-Format. Und daran wird sich wahrscheinlich in nächster Zeit auch nichts ändern. So schätzt die Performance-Agentur eprofessional, dass 40 Prozent der kommerziellen Webseiten in Deutschland auf dem iPad nicht problemlos funktionieren werden. Eine interne Untersuchung entsprechender Online-Angebote auf “iPad-Tauglichkeit” habe gezeigt, dass insbesondere Shop-Betreiber, die mit Hilfe von Flash ihre Produkte und Themenwelten besser darstellen, Probleme bekommen werden. An den Stellen, wo zuvor beispielsweise ein Verkaufsartikel gedreht und von allen Seiten betrachtet werden konnte, werden iPad-Nutzer dann lediglich einen leeren, weißen Kasten vorfinden.
Langfristig gehe es aber nicht darum, bestehende Webseiten mit Hilfe von neuen Technologien an mobile Endgeräte anzupassen, sondern sich in puncto Webdesign und Bedienfreundlichkeit dem veränderten Nutzerverhalten sowie der Navigation auf kleinen Bildschirmen zu stellen, so das Urteil der Hamburger Performance-Agentur. Auch wenn das iPad derzeit noch keine signifikante Marktdurchdringung habe, das Apple-Tablet mache den Weg dafür frei. Zudem würden in den nächsten Wochen und Monaten weitere Tablet-Rechner auf den Markt kommen. Ein Grund mehr, sich als Seitenbetreiber über kurz oder lang Gedanken zu machen.
Anbei noch ein paar Tipps zur iPad-Optimierung:
1. Verzichten Sie auf Flash, denn Flash wird vom iPad nicht unterstützt.
2. Stellen Sie sicher, dass Ihre Website unter keinen Umständen länger als 20 Sekunden braucht, um über UMTS geladen zu werden (ideal: unter 2 Sekunden). Die meisten Websites sind auf das schnelle DSL ausgelegt.
3. Optimieren Sie Ihre Website für eine Bildschirmauflösung von 768 x 1024 Pixel.
4. Prüfen Sie, ob die Usability auch auf einen Tablet-PC abzielt. Lassen sich etwa Produkte auch mit dem Finger in den Warenkorb ziehen?
5. Sind Links und Navigationselemente so gestaltet, dass man sie mit einem normal großen Zeigefinger sicher trifft?
6. Kann die Website im Hintergrund geladen werden und bleibt dort bestehen? So dass man auch vorübergehend ohne WLAN-Verbindung weiter navigieren kann?
7. Läuft Ihre Website fehlerfrei auf den Browsern Safari und Opera?
Ähnliche Beiträge:
- A4: Apple nutzt erstmals eigenen Prozessor für iPad
- iPad-Ratgeber: Tipps & Tricks für Apples Tablet PC
- 6 iPad Tipps&Tricks, die jeder schon kennt und immer noch gut findet
- Buffalo Technology App: Mit dem iPad auf den eigenen Netzwerkspeicher zugreifen
- 73 Prozent aller Werbetreibenden wollen auf dem iPad werben
- Adobe Flash Professional CS5: Update bringt iPad-Unterstützung für Entwickler
- Mobiler Traffic: 26 Prozent kommt von iPad-Nutzern
- Steve Jobs: Drucken mit dem iPad bald möglich
- GEMA: “Wir sind nicht Schuld an den hohen Preisen für das Apple iPad”
- Apple einigt sich mit Zeitungsverleger auf ein Abo-Modell auf dem iPad
Vielen Dank für die interessanten Informationen ;o)
Was ich nicht verstehe ist Punkt 6. Was genau ist damit gemeint?
Besten Dank!
Daniela