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BILD iPad-App gestartet, mobile Internetseite auf dem Tablet gesperrt

Seit gestern haben iPad-Besitzer, die bisher auf ihrem Multimedia-Tablet via Browser das kostenlose Angebot von bild.de genutzt haben, das Nachsehen. Der Verlag hat den Abruf der mobilen Internetseite bis auf weiteres gesperrt. Wird die Seite trotzdem aufgerufen, wird der iPad-Nutzer darauf hingewiesen (Screenshot siehe unten), dass ab sofort die BILD-Zeitung als Anwendung im AppStore von Apple zur Verfügung steht und dort kostenpflichtig heruntergeladen werden kann. Wie der Verlag mitteilt, kostet die BILD HD App beim Erstkauf einmalig 79 Cent und kann eine Woche lange genutzt werden. Danach kostet eine Ausgabe regulär 79 Cent. Ein Monats-Abo wird mit 12,99 Euro berechnet, ein 3-Monats-Abo kostet 34,99 Euro und ein Jahres-Abo 129,99 Euro.

Ein paar Zitate aus der Pressemitteilung:

BILD macht die Zeitung neu erlebbar: In einer eigenen Applikation für das Apple iPad präsentiert BILD ab sofort das Beste aus allen Welten: Print, Online, Mobile – und der Spieleindustrie. BILD HD bietet den Nutzern des Tablet-PCs ein in sich geschlossenes Produkt, das sich inhaltlich an der Struktur von Europas größter Tageszeitung orientiert und die Schnelligkeit und Aktualität der Onlinewelt garantiert. Gleichzeitig erfindet BILD durch eine multimediale Verlängerung, Bewegtbild, Animationen und zahlreiche spielerische Effekte eine komplett neuartige Form, Geschichten zu erzählen.

Für die innovative Umsetzung der Nachrichten-App hat BILD ein eigenes Produktions-Tool entwickelt. Die App nutzt dabei Technologien aus der Gaming-Branche und ermöglicht damit neue, bislang ungekannte Darstellungsformen für Nachrichten. So wird unter anderem eine “Physic Engine” verwendet, die realistische Bewegungen und Interaktionen simuliert. Anfang des kommenden Jahres stellt BILD dieses umfassende Produktionstool als freizugängliche Open Source-Lösung im Internet zur Verfügung.

Kai Diekmann, Herausgeber und BILD-Chefredakteur: „Mit der iPad App tritt BILD in eine neue Dimension der Erlebbarkeit. Das Spiel mit Bewegung, mit Zeit und Raum ermöglicht uns, die BILD zum Anfassen und Zuhören anzubieten. Zusammen mit der ganzen Aktualität von BILD.de und den Inhalten der Regionalausgaben ist BILD mit der App multimedial noch ein Stück näher am Leser.“

Zum Start der BILD iPad-App hat übrigens der Volkswagen-Konzern das Nachrichtenangebot auf dem iPad als exklusiver Werbepartner gebucht und ist dort laut Verlag bis Ende Dezember mit verschiedenen innovativen Werbeformen vertreten.

iPad-Zeitung “The Daily” startet in sechs Wochen mit 100 Journalisten

Mitte August sind Pläne bekannt geworden, wonach der Medienmogul Rupert Murdoch an einer neuen Tageszeitung arbeitet. Komplett digital, mit landesweitem Themenspektrum und ausschließlich als Paid Content für Tablet-Nutzer und Smartphone-Besitzer abrufbar. In einem Interview mit der „Australian Financial Review“ sind nun weitere Details zu dem Projekt aufgetaucht. Demnach wird die digitale Zeitung auf den Namen „The Daily“ hören und bereits in sechs Wochen an den Start gehen. Ein Abo soll pro Woche einen US-Dollar kosten. Insgesamt erwartet Murdoch rund 800.000 zahlende Leser.

Punkten will die iPad-Zeitung mit kurzen und gut formulierten Geschichten, die schnell recherchiert und veröffentlicht werden können. Unterstellt ist das Projekt der New York Post, die ebenfalls zum News Corp-Konzern gehört.

(via zdnet.de)

UPDATE: In einem Interview mit der britischen Tageszeitung „Guardian“ hat Rupert Murdoch nun weitere Details verraten. Demnach sollen bei der Tablet-Zeitung rund 100 professionelle Journalisten für die entsprechenden Inhalte sorgen. Es werde weder eine gedruckte noch eine Internet-Version der Zeitung geben. Zudem hätten weder Google noch Facebook Zugriff auf die Inhalte von „The Daily“. Gemeinsam mit Apple-Chef Steve Jobs sei in den vergangenen Monaten unter dem Deckmantel der Verschwiegenheit intensiv an einem erfolgversprechenden Konzept gearbeitet worden, mit dem der große Schritt in die digitale Verleger-Welt geschafft werden soll.

Die taz ist wieder zurück auf dem iPad: für 79 Cent pro Ausgabe

Mitte Juni hatte die taz bereits einen Versuch unternommen, ihre Tageszeitung als iBook für 99 Cent im AppStore anzubieten. Allerdings scheiterte dieses Anliegen nach wenigen Tagen wegen technischer Probleme und Apple entfernte das Angebot schließlich wieder. Man freue sich über das innovative Herangehen, eine Tageszeitung als elektronisches Buch zu verkaufen, doch dafür sei der iBookstore nicht gedacht, so das Statement von Apple.

Hinter den Kulissen arbeitete die Berliner Redaktion seit dem fleißig an einer Lösung, um die taz wieder in den AppStore und damit unter anderem auf das iPad zu bringen. Mit Erfolg, seit heute Morgen ist die Tageszeitung als digitale Ausgabe auf dem Tablet wieder erhältlich und steht als neue App im AppStore zum Download bereit – wie im hauseigenen Blog zu lesen ist. Leser können die aktuelle taz-Ausgabe schon am Vorabend des Erscheinens herunterladen. Bis war der Bezug des E-Papers nur in Form eines digitalen Monatsabos (für zehn Euro) möglich. Nun kann die taz auch als Einzelexemplar gekauft werden, heißt es. Zum Preis von 79 Cent erhalte der Leser alle Seiten aus der taz inklusive aller Regionalausgaben und die sonntaz am Wochenende.

Entwickelt wurde die taz-App zusammen mit Textunes. Die einzelnen Ausgaben werden im EPUB-Format (ohne DRM) zum Download bereitgestellt. Vor dem Kauf können Leser sämtliche Funktionen übrigens an einer kostenlosen Probeausgabe getestet werden.

Spiegel iPad-App: 15.000 Leser pro Woche lassen Verlagskassen klingeln

In der letzten Woche haben wir hier im Blog noch über die iPad-App der Financial Times berichtet, mit der der Verlag in vergangenen fünf Monaten rund 1,2 Millionen Euro Werbeerlöse generieren konnte und diesen „digitalen Weg“ auch in den kommenden Monaten konsequent weitergehen möchte. Auch die britische Times hat sich kürzlich dazu zu Wort gemeldet. Von deutschen Verlagen erfährt man zu diesem Thema bislang wenig. Seit den Medientagen in München gibt es allerdings eine Ausnahme. Katharina Borchert, Geschäftsführerin von Spiegel Online, zog dort eine erste Bilanz der iPad-Aktivitäten des Verlages – und präsentierte dem Publikum auch einige interessante Zahlen. Demnach verkauft sich die App pro Woche rund 15.000 Mal. Die Reichweite sei zwar im Vergleich zur gedruckten Ausgabe verschwindend gering, sie genüge aber, um damit bereits im ersten Jahr nach dem Launch Geld zu verdienen. Man habe zwar zum Start an die Chancen der neuen Plattform geglaubt, aber dass dieses Ziel so schnell erreicht werde, habe die Verantwortlichen doch überrascht.

Grund für den schnellen wirtschaftlichen Erfolg (Einnahmen aus dem Verkauf einer einzelnen digitalen Ausgaben sowie aus der Werbevermarktung) sei unter anderem der geringe Aufwand, die iPad-App mit Inhalten zu bestücken. So speise sich das Angebot hauptsächlich automatisch über das Redaktionssystem des Verlages. Trotz des wirtschaftlichen Erfolges sei der Tablet aber kein alleiniger Heilsbringer der Branche – zu groß seien die Rückgänge im Printgeschäft.

(via Horizont)

Digitale Zeitungen und Zeitschriften dürfen weder Ersatz noch Kopie des Printtitels sein

Die Strategien und Geschäftsmodelle von im Internet vertretenen Zeitungen haben bisher nur selten gefruchtet. Ihr Feldzug zur Eroberung des Internets wird aber immer erfolgreicher. Für Nutzer werden die Portale von Printtiteln zunehmend zur Anlaufstelle und höher frequentiert als bisher, wie die Newspaper Association of America anhand von comScore-Daten aufzeigt. Allerdings müssen sich die einzelnen Blätter im Web neu erfinden. Gegenüber den gedruckten Ausgaben sollten sie online einen Mehrwert bieten. „Zeitungen und Zeitschriften im digitalen Format dürfen weder Ersatz noch Kopie des gedruckten Pendants sein“, bestätigen Experten. Sowohl hinsichtlich Inhalt als auch Grafik und Interaktivität sollten sich die Titel im Internet daher von den Druck-Exemplaren abheben. In ihrer Darstellung müssen sich die Zeitungen „den Funktionalitäten von Smartphone bis TabletPC anpassen und so gut sein, dass neue, digital-affine Segmente erschlossen werden und Print-Abonnenten bereitwillig ein Doppel-Abo beziehen“, heißt es. So können die Verleger im Doppelpack mehr Leser erreichen.

Während deutsche Medienhäuser mit ihrer digitalen Strategie nach wie vor weitgehend hinterher hinken, erweisen sich die US-Online-Ausgaben bereits als Publikumsmagneten. Insgesamt verzeichneten die Herausgeber laut comScore allein im September 102,8 Mio. einzelne Besucher. Mit 61 Prozent entspricht dies fast zwei Drittel aller erwachsenen Internet-User. Die Zeitungs-Websites erreichen bereits mehr als jeden zweiten 25- bis 34-Jährigen.

Tagtäglich besuchen im Schnitt rund 20 Millionen Websurfer die Online-Präsenzen der Zeitungen. Der Durchschnittsuser ruft die Portale dabei im Monat 8,5 Mal auf. Insgesamt haben die Nutzer im September 3,3 Milliarden Minuten auf den Webseiten verbracht und über vier Milliarden Seitenabrufe generiert.

(via pressetext.de)

Financial Times iPad-App generiert 1,2 Millionen Euro an Werbeeinnahmen

Es gibt es ein helles Licht am Ende des dunklen Korridors. Laut einem Bericht der britischen Tageszeitung „Guardian“ hat die iPad-App der Financial Times in den vergangenen fünf Monaten mehr als eine Million Pfund (umgerechnet rund 1,2 Millionen Euro) an Werbeeinnahmen generiert. Nach der Aussage von Ben Hughes, Global Commercial Director und Deputy CEO bei der Financial Times, sei die Zeitung einer der ersten Verlage gewesen, die das Potenzial des Apple-Tablets erkannt und entsprecht früh mit einer eigenen App im AppStore vertreten waren. Seit Anfang Mai dieses Jahres hätten bereits mehr als 400.000 iPad-Nutzer die App heruntergeladen. Ein weiterer, positiver Effekt sei, dass rund zehn Prozent aller Leser der digitalen Zeitungsausgabe diese auf dem Apple-Tablet konsumieren würden. Das iPad spiele deshalb eine wichtige Rolle in der weiteren Ausrichtung der Fincial Times.

Das schnelle Ende der klassischen Print-Werbung sieht Ben Hughes übrigens nicht. Allerdings sollten sich Zeitungsverlage dringend auf die Suche nach neuen Einnahmequellen und Geschäftsmodellen begeben. Als Beleg dafür nannte der Vize-Chef der Financial Times eine weitere, interessante Zahl. Demnach machen Erlöse aus Print-Anzeigen derzeit nur von 40 Prozent von den gesamten Werbeeinnahmen des Verlagshauses aus.

Digital Publishing: Samsung und WoodWing kooperieren

WoodWing kann einen weiteren wichtigen Erfolg für sich verbuchen. Der niederländische Anbieter für Digital Publishing-Lösungen wie den Digital Magazine Tools für das Apple iPad und der Hardware-Hersteller Samsung wollen künftig kooperieren. Ziel der Zusammenarbeit sei es, digitale Publikationen auf das von Samsung auf der IFA in Berlin vorgestellte Galaxy Tab zu bringen, das im Oktober auch hierzulande auf den Markt kommen wird. Das 380 Gramm leichte Android-Tablet gilt als einer der wenigen ernstzunehmenden Konkurrenten zum iPad. Innovationen im Hardware-Bereich seien nur eine Seite von Samsungs Unternehmensgeschichte, so ein Unternehmenssprecher. Die Kooperation mit WoodWing werde traditionelle Printmedien dabei unterstützen, neue und begeisternde Inhalte für Nutzer des Galaxy Tab zu entwickeln.

(via CP-Monitor)

IFRA Expo 2010: Zeitungsverlage müssen zu plattform-unabhängigen Nachrichtenmarken werden

Die weltgrößte Fachmesse für die Zeitungs- und Medienindustrie, die IFRA Expo 2010, wurde gestern in Hamburg eröffnet – mit einer Rekordzahl an Erstausstellern, was die tief greifenden Veränderungen in der Branche und das große Interesse an neuen Publishing-Plattformen wie Tablets und E-Readern widerspiegelt. „Erwartungsgemäß kommen viele von ihnen aus dem Digitalbereich – was nicht verwundert angesichts der enormen Entwicklungen bei Tablets, mobilen Geräten und Anwendungen, Suchmaschinenoptimierung und Paid-Content-Services“, betonte Gavin O’Reilly, Präsident des Weltverbandes der Zeitungen und Nachrichtenmedien (WAN-IFRA), zum Auftakt der Veranstaltung.

Und wenn es um Themen wie Publishing und Tablets geht, ist das iPad natürlich nicht weit. Nach Meinung von Nick Thomas, Analyst beim Marktforschungsunternehmen Forrester Research und einer der Redner auf der „3rd International E-Reading & Tablet Conference“, geht, ist das Apple-Tablet aber kein Retter bezahlter Nachrichten. Dennoch sei die Zukunftsprognose für die Zeitungsbranche positiv. Tablets und E-Reader würden sehr wohl viele Nutzer ansprechen und auch Verlage könnten damit Geld verdienen. Das iPad allein sei allerdings nicht das erhoffte Allheilmittel. Verlage dürften deshalb andere Plattformen neben dem Apple-Tablet nicht vernachlässigen – insbesondere TabletPCs mit dem Android-Betriebssystem und E-Reader wie den neuen Kindle von Amazon. „Zeitungsverlage müssen zu plattform-unabhängigen Nachrichtenmarken werden“, so Thomas. Auch die Preisgestaltung der Verlage sei immer noch sehr unterschiedlich. Demnach kostet die „Times“ in Großbritannien auf dem iPad 9,99 Pfund, das Boulevardblatt „Sun“ dagegen nur 4,99 Pfund im Monat. Der „Telegraph“ stehe als gesponsertes Gratis-App zum Download bereit. Einer Untersuchung seines Unternehmens zufolge seien Zeitungsabonnenten bereit, rund 50 US-Dollar im Jahr für ein Tablet-Abo zu bezahlen. Bei Zeitschriften-Abos liege dieser Betrag höher.

Als weiterer Gastredner wurde auch der WeTab-Geschäftsführer Helmut Hoffer von Ankershoffen in der Hansestadt erwartet. Doch nach seinem mehr oder weniger überraschenden Rücktritt gestern Abend, ließ er sich für seine Präsentation der E-Magazin-Plattform „WeMagazine“ von einem Kollegen vertreten.

(via Kress)

ipadinside.de goes flattr

Flattr ist ein Micro-Payment-System, was sich besonders in Blog zur Nutzung anbietet und mit dem sich im Internet veröffentlichte Beiträge direkt durch den Leser honorieren lassen. Wer bei flattr mitmachen möchte, zahlt monatlich einen Betrag zwischen zwei und 100 Euro auf sein Nutzerkonto ein und kann dann mit einem Klick auf den flattr-Button seine Wertschätzung für den jeweiligen Blogbeitrag zum Ausdruck bringen. Zum Monatsende wird der auf das Nutzerkonto eingezahlte Betrag durch die Anzahl der eigenen Klicks auf den flattr-Button geteilt und anteilig ausgeschüttet.

Obwohl flattr nach wie vor „in den Kinderschuhen“ steckt und nur eins von zahlreichen Micro-Payment-Systemen (für Blogger) ist, geht ipadinside.de diesen Schritt. Einerseits investieren die Autoren dieses Blogs viel Zeit und Arbeit in ihre Beiträge, andererseits zeigt ein häufig mit flattr-Klicks honorierter Blogbeitrag das Interesse der Leser.

Ein ausführliches Erklär-Video von den flattr-Machern (die Jungs von The Pirate Bay übrigens) gibt es hier.

Paid Content: Rupert Murdoch arbeitet an digitaler Zeitung exklusiv für Tablet- und Smartphone-Leser

Rupert Murdoch hat ambitionierte Pläne. Laut einem Bericht der Los Angeles Times zufolge arbeitet der News Corp-Vorsitzende derzeit an einem neuen Zeitungsprojekt. Komplett digital, landesweites Themenspektrum und ausschließlich als Paid Content für Tablet-Nutzer und Smartphone-Besitzer abrufbar. Dies sei der jüngste Versuch eines großen Medienkonzerns, insbesondere die Leser anzusprechen, die die Nachrichten mobil auf modernen Lesegeräten wie dem iPad konsumieren. Diese Entwicklung sei zudem ein Beleg dafür, inwiefern das Multimedia-Tablet von Apple die Lesegewohnheiten der Verbraucher von Grund auf verändert habe – ähnlich wie der iPod, wenn es ums Musikhören gehe. Zudem gebe es eine Menge junger Leute, die plötzlich auf diese Weise Zeitung lesen und Nachrichten verfolgen. Dem iPad und anderen Tablets messe er deshalb eine ähnliche Bedeutung zu, so Murdoch.

Wie die LA Times weiter erfahren hat, richtet sich das neue Zeitungsprojekt an eine breite Leserschaft. Punkten wolle man insbesondere mit kurzen und gut formulierten Geschichten, die schnell recherchiert und veröffentlicht werden können. Unterstellt sei die digitale Zeitung der New York Post, die ebenfalls zum News Corp-Konzern gehört. Einen konkreten Starttermin gibt es noch nicht. Allerdings rechnen Insider mit einem Launch noch bis Jahresende.

Paid Content auf dem iPad: The Times hat bereits 12.500 Bezahlkunden

Per Zufall habe ich heute Morgen ein paar interessante Zahlen in Sachen Paid Content und dem Apple iPad gefunden. Demnach verfügt die britische Tageszeitung „The Times“ derzeit über 12.500 zahlende Leser, die sich im AppStore die entsprechende App für das iPad heruntergelanden haben und für die digitale Ausgabe der Zeitung regelmäßig zahlen. 15.000 weitere Abonnenten nutzen den kostenpflichtigen Web-Autritt zum Lesen der Times-Inhalt. Zugegeben, diese Zahlen hören sich im ersten Moment nicht gerade berauschend an, ein Anfang ist jedenfalls gemacht und es geht in Anbetracht der stagnierende Print-Leserzahlen aufwärts. So haben sich in der Anfangsphase rund 150.000 Abonnenten bei der Tageszeitung registriert, um das sonst kostenpflichtige Angebot unverbindlich zu testen. Und wenn sich nach dem Testraum zehn Prozent entschieden haben, dabei zu bleiben und künftig für die Inhalte zu bezahlen, ist das – wie ich finde – gar nicht mal so schlecht.

Doch zurück zu den 12.500 Bezahlkunden, die die Times auf ihrem iPad konsumieren. Verglichen mit der Anzahl der iPad-Besitzer in Großbritannien ist dies schon ein durchaus respektables Ergebnis. Zudem beweist diese Zahl, dass die Richtung stimmt und wie die Zukunft von Zeitungen aussehen kann. Um bei der Times allerdings von einem Durchbruch zu sprechen, ist es noch ein wenig früh. Interessant in diesem Zusammenhang sind auch die Zahlen von der „Financial Times“. Im August letzten Jahres verkündete das Blatt, bereits 117.200 zahlende Online-Abonnenten zu haben, die bei der Wirtschaftszeitung für ein Umsatzplus von 20 Millionen Euro gesorgt haben.