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iBooks 1.2: AirPrint, Sammlungen und Bilderbücher

Gestern Abend hat Apple mit iBooks 1.2 ein weiteres Update für seine E-Book-App zum Download freigegeben. Demnach können Nutzer nun auch illustrierte Bücher (Kinderbücher, Comics, Kunstbände oder ähnliches) aus dem iBookStore herunterladen. Zudem lassen sich Bücher und PDF-Dateien nach dem Update in so genannten Sammlungen (Ordnern) organisieren, in iBooks geschriebene Notizen und PDFs lassen sich jetzt Dank AirPrint-Unterstützung direkt über die App ausdrucken. Ein weiteres Feature, das mit iBooks 1.2 hinzugekommen ist, ist die automatische Silbentrennung. Der Vorteil: Es kann mehr Text auf dem Bildschirm untergebracht werden.

Das knapp 16 MB große Update ist ab sofort kostenlos im AppStore erhältlich. Um die neuen Funktionen wie AirPrint und Silbentrennung nutzen zu können, muss der Nutzer vorher iOS 4.2 auf seinem iPad installiert haben.

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Microsoft Press und O’Reilly Media erobern iBookStore

Es gibt frische Inhalte im iBookStore. Wie Andrew Savikas, VP of Digital Initiatives bei O’Reilly Media, im hauseigenen Blog mitgeteilt hat, können im digitalen Buchladen von Apple nun auch mehr als 800 IT-Bücher von O’Reilly Media und Microsoft Press heruntergeladen werden. In den nächste Wochen soll eine Vielzahl weiterer Titel den Weg in den iBookStore finden. „E-Books sind schon jetzt ein wichtiger Bestandteil unseres Verlagsgeschäftes und auf den iOS-Geräten wie dem iPhone und dem iPad werden nicht gerade wenige Bücher in digitaler Form gelesen“, betont Savikas. Alle O’Reilly-Titel seien ohne DRM verfügbar, so dass es kein Problem sei, die EPUB-Dateien auch auf anderen E-Readern, die diesen Standard unterstützen, zu lesen.

Bücher, in der gedruckten Form Zusatzmaterial in Form von CDs und DVDs enthalten, wurden vom Verlag übrigens überarbeitet und mit Informationen versehen, wo dieses Material für E-Book-Leser gefunden werden kann. Vorerst sind die Titel aber nur im amerikanischen und kanadischen iBookStore erhältlich. Ziel sei es aber, die Bücher über kurz oder lang auch außerhalb von USA und Kanada anzubieten.

(via PadGadget)

Apple einigt sich mit Zeitungsverleger auf ein Abo-Modell auf dem iPad

Offiziell ist es noch nicht, doch wie eine gut informierte und vertrauenswürdige Quelle den Kollegen von Silicon Valley Mercury News verraten hat, wird Apple in Kürze eine neues Abo-Modell für Zeitungen und Zeitschriften auf dem iPad anbieten. Dies setzt allerdings voraus, dass Apple sich mit den Verlagen auf entsprechende Konditionen geeinigt hat. Das vermutet auch der Medien-Experte Roger Fiedler, der in dem Bericht zu Wort kommt. Demnach sind die Verleger sehr daran interessiert, das klassische Print-Vertriebsmodell auf das Apple-Tablet zu übertragen. Doch wie sieht die Vereinbarung zwischen Apple und den Verlagen aus? Fiedler geht davon aus, dass Apple 30 Prozent des Abo-Preises sowie 40 Prozent der Werbeeinnahmen für sich behält. Als Gegenleistung erhalten die Verlage mit ihren Zeitungen und Zeitschriften nicht nur Zugang auf das iPad, sondern durch eine Opt-in-Lösung auch Zugang auf die Benutzerdaten der Abonnenten. Diese hätten bei Abschluss eines Abos dann die Wahl, ob sie ihre Benutzerdaten an die Verlage weitergeben möchten oder nicht.

Auch ein weiterer Punkt in dem Mercury News-Bericht ist interessant. Demnach gehen die Verleger davon aus, dass das iPad auch in den nächsten Jahren den Tablet-Markt dominieren wird. Sollte die Konkurrenz (insbesondere Tablets auf Android-Basis) dann einen ähnlich Erfolg vorweisen können, sei dies eine gute Möglichkeit für die Verlage, mit Apple bessere Konditionen auszuhandeln.

Mitte Juni hatte die taz bereits einen Versuch unternommen, ihre Tageszeitung als iBook für 99 Cent im AppStore anzubieten. Allerdings scheiterte dieses Anliegen nach wenigen Tagen wegen technischer Probleme und Apple entfernte das Angebot schließlich wieder. Man freue sich über das innovative Herangehen, eine Tageszeitung als elektronisches Buch zu verkaufen, doch dafür sei der iBookstore nicht gedacht, so das Statement von Apple.

Mit US-iPad auf deutschen AppStore und iTunes zugreifen

Apple hat in den frühen Morgenstunden seine Allgemeinen Geschäftsbedingungen für den deutschen iTunes-Store geändert. Kunden, die entsprechende Inhalte herunterladen möchten, müssen den neuen AGBs vor Beginn des Downloads zustimmen. Die Änderungen betreffen insbesondere den iBookStore, der ab dem 28. Mai – pünktlich zum Verkaufsstart des Apple iPad – auch hierzulande verfügbar sein wird. Demnach können Anwender ein im Shop erworbenes eBook „bis zu fünf verschiedenen Konten gleichzeitig auf bestimmten iPhone OS basierenden Geräten, einschließlich eines iPad“, zu speichern. Zudem steht der iBookStore nur für Kunden ab 13 Jahren zur Verfügung. Viel interessanter an der AGB-Änderung ist allerdings die Möglichkeit, dass Besitzer eines US-iPad seit heute mit ihrem deutschen iTunes-Account auch auf den deutschen AppStore zugreifen können und nicht wie bisher, über ihren US-Account auf die Apple-Inhalte zugreifen müssen.

Nutzungsregeln

(i) Ihre Nutzung der Produkte setzt die vorherige Annahme der Bedingungen dieser Vereinbarung voraus.

(ii) Sie dürfen die Produkte nur zu persönlichen nicht-kommerziellen Zwecken nutzen.

(iii) Sie haben die Möglichkeit, Produkte von bis zu fünf verschiedenen Konten gleichzeitig auf bestimmten iPhone OS basierenden Geräten, einschließlich eines iPad, zu speichern.

(iv) Sie haben die Möglichkeit, die Produkte zu einem beliebigen Zeitpunkt auf fünf verschiedenen Geräten (z.B. einem Computer), auf denen die iTunes-Anwendung installiert ist, zu speichern.

(v) Sie erklären, dass Sie weder selbst versuchen, noch andere Personen dazu ermutigen oder dabei unterstützen werden, technische Sicherheitsvorkehrungen oder Software, die Teil des iBookstore sind oder die der Verwaltung dieser Nutzungsregeln dienen, zu umgehen oder zu verändern.

(vi) Die Lieferung von Produkten gewährt Ihnen keine werberechtlichen Nutzungsrechte an den Produkten.

(vii) Es ist Ihnen gestattet, Produkte von mindestens einem autorisierten iTunes-Gerät auf Geräte mit manuellem Synchronisierungsmodus manuell zu synchronisieren, soweit das betreffende Produkt auf dem ursprünglich autorisierten iTunes-Gerät mit einem Konto assoziiert ist; in diesem Zusammenhang ist das ursprünglich autorisierte iTunes-Gerät dasjenige Gerät, das zuerst mit diesem Gerät synchronisiert wurde, oder dasjenige Gerät, das Sie danach als das Gerät ausgewählt haben, mit dem die iTunes-Anwendung primär genutzt wird.

Update: Engadget berichtet, dass auch iPad-Nutzer aus Frankreich, Großbritannien, den Niederlanden, Schweiz und Italien sowie aus Australien mit ihren importierten Tablets auf den jeweilgen AppStore / iTunes-Angebot zugreifen können.

iPad AppStore wird ein Milliardengeschäft

Als der AppStore im Juli 2008 an den Start ging, hätte wahrscheinlich niemand gedacht (außer Apple vielleicht), dass der Online-Shop schon nach kurzer Zeit so dermaßen erfolgreich sein würde. Anfang des Jahres konnte Apple-Boss Steve Jobs bereits den 3.000.000.000sten Download feiern. Ein enormer Erfolg, der die Kassen von Apple und einigen Entwicklern kräftig klingeln ließ. Wie Chip Online schreibt, hat der Konzern zum Jahreswechsel 2009/2010 mit dem AppStore schlappe 200 Millionen Dollar Umsatz im Monat generiert. Kein schlechtes Ergebnis nach nur 18 Monaten. Wobei der Löwenanteil von 125 Millionen Dollar von den iPhone-Nutzern kommt. Die restliche Summe, 75 Millionen Dollar, brachten die kostenpflichtigen Downloads für den iPod touch ein.

Während Deutschland noch gespannt auf den offiziellen Verkaufsstart des iPad wartet, tummeln sich im US-AppStore bereits die ersten Anwendungen für den Apple-Tablet. Das Interesse der Nutzer ist groß. Dem entsprechend hoch ist auch die Nachfrage nach neuen Apps. Zudem dürfte es kein Geheimnis sein, dass die Entwickler mit Hochdruck an der Portierung bereits vorhandener und neuen Applikation speziell für das iPad arbeiten. Einige dürften sogar schon Dollarzeichen in den Augen haben, in Anbetracht der erwartenden Umsätze.

Der iPad AppStore wird ein Milliardengeschäft werden, davon ist Vimov laut Cult of Mac überzeugt. Der gute Mann hat unter anderem die Weather HD-App für das iPad entwicklt und hat in seiner Freizeit scheinbar ein wenig mit den Zahlen gespielt. Seinen Berechnungen zufolge wird der Markt für iPad-Apps bis 2012 einen Wert von einer Milliarde Dollar besitzen. Schon jetzt generiere Apple mit den rund 1.000 verfügbaren Anwendungen einen Umsatz von ungefähr 372.000 Dollar pro Tag. Auf das Jahr hoch gerechnet wären dies zwar nur 136 Millionen Dollar, allerdings liegen den Berechnungen die bis dato 500.000 verkaufte iPads in den USA zugrunde. Nach dem internationalen Verkaufsstart Ende Mai und der zunehmenden Anzahl an verfügbaren Bezahl-Apps dürfte der Umsatz deutlich ansteigen. Und wenn das iPad einen ähnlichen Download-Boom wie das iPhone ausgelöst, wovon auszugehen ist, dann dürfte die Goldgräber-Stimmung bei Apple noch längst nicht vorbei sein.

Alice im Wunderland: iPad erweckt Kinderbuch zum Leben

Es ist gar nicht solange her, da hat mich Tim Burtons Neuverfilmung von „Alice im Wunderland“ (in 3D) im Kino begeistert. Nun sorgt das berühmte Kinderbuch von Lewis Carroll erneut für Furore – und zwar in Form eines interaktiven eBooks für den Apple iPad. Das Besondere an dem digitalen Bestseller ist, dass durch Schütteln und Bewegen des iPad die skizzierten Figuren in dem Kinderbuch quasi zum Leben erwachen. Mein kleiner Sohn wird seine helle Freude daran haben, sobald der Papa endlich sein iPad hat und das eBook auch im deutschen iBookStore heruntergeladen werden kann.

In den Staaten kostet der Lesespaß übrigens neun US-Dollar. Eine Test-Version steht kostenlos zur Verfügung.

(via: Mashable)

Apple iPad ist für Anstieg illegal getauschter eBooks verantwortlich

Der Verkaufserfolg des Apple iPad in den USA (rund 500.000 gingen bis dato über den Ladentisch) scheint auch die Filesharing-Szene nicht ganz unbeeindruckt zu lassen. Wie Ernesto auf Torrentfreak berichtet, ist die Anzahl der illegal getauschten eBooks seit dem iPad-Launch am 4. April um satte 78 Prozent angestiegen, obwohl Apple allein am Startwochenende rund 250.000 digitale Bücher über den neuen iBook Store verkaufen konnte. Demnach seien sechs Titel aus der Bestsellerliste der New York Times (der Kategorie „Business“) auf den Servern der Filesharer gefunden worden. Diese seien in der Zeit nach dem iPad-Launch deutlich häufiger heruntergeladen worden als in der gesamten Zeit vorher.

Interessant an dieser Geschichte ist noch, dass die Jungs von Torrentfreak eigentlich die aktuellen Amazon eBook-Downloadcharts als Basis für ihre Torrent-Suche verwenden wollten. Allerdings haben sie keinen der Top 10-Titel in den einschlägigen Filesharing-Netzwerken gefunden – ebenso wenig wie im Usenet oder auf den Seiten von Rapidshare & Co.