Schlagwort-Archiv: iAd

Werbung: Apple bringt iAds nach Europa. Ab Januar auch in Deutschland verfügbar

Apples exklusives Werbenetzwerk iAd kommt jetzt endlich auch nach Europa. Einem Bericht der Financial Times zufolge soll in der Woche der offizielle Startschuss für die europäische Markteinführung fallen. Mit Renault, Nestlé und L’Oréal hat Apple bereits drei namhafte Unternehmen gefunden, die Anfang Dezember mit entsprechenden Werbekampagnen auf dem iPhone, iPod touch und dem iPad an den Start gehen. Allerdings steht die Mehrzahl an Werbeagenturen und deren Kunden dem Netzwerk noch eher zögerlich gegenüber, zumal iAd-Werbung als nicht gerade billig (Minimum von einer Millionen US-Dollar) gilt.

„Apple versucht derzeit immer noch herauszufinden, wie sie Werbung auf den iOS-Geräten verkaufen können“, wird ein Agenturchef in dem FT-Artikel zitiert. Zudem werde man nicht über Nacht zu einem etablierten Vermarkter. Dies treffe auch auf Apple zu, zumal die Infrasturktur dafür erst aufgebaut werden müsse. Ebenfalls interessant: Apples Werbe-Bestrebungen seien nicht wirklich ernst zu nehmen und hätten eher einem experimentellen Status – wie auch der Rest der Branche, wenn es um mobile Werbung gehe.

(via macerkopf.de)

UPDATE: Die offizielle Bestätigung von Apple ist da (siehe Pressemitteilung). Demnach startet das Werbenetzwerk im Dezember in Großbritannien und Frankreich. Ab Januar soll es auch hierzulande mit der mobilen Werbung auf iOS-Geräte losgehen. Zu den ersten Kunden gehören L’Oréal, Renault, Louis Vuitton, Nespresso, Perrier, Unilever, Citi, Evian, LG Display, AB InBev, Turkish Airlines und Absolute Radio.

Werbung mal anders: Axa erweckt Print-Anzeige zum Leben

Einen ungewöhnlichen Weg geht der Versicherungskonzern Axa in Belgien in Sachen Werbung. In diversen Tageszeitung und Zeitschriften hat das Unternehmen eine klassische Print-Anzeige für seine erste iPhone-App geschaltet, die ab sofort im AppStore zum Download bereit steht. Der Clou: Der iPhone-Besitzer legt sein Smartphone auf ein vorgegebenes Feld in der Zeitung und ruft eine entsprechende Internetseite auf. Daraufhin startet auf dem iPhone automatisch eine kurzes Werbe-Video mit einer anschließenden Präsentation der Axa-App. Mehr Infos zur Kampagne gibt es übrigens unter www.axa.be/iphone/, leider sind die Infos nur in niederländischer und französischer Sprache erhältlich.

Ob der Versicherungskonzern die Kampagne (in Verbindung mit der App) auch in anderen Ländern plant, ist nicht bekannt. Hinter der Werbung steckt übrigens die PR-Agentur Duval Guillaume aus Antwerpen.

Neues Marketing auf dem iPad und die damit einhergehende Veränderung von Markenbotschaften

„Jetzt kaufen“, „Noch besser“, „Mehr sparen“: Markenbotschaften wie diese sind in der digitalen Welt „out“. „In“ sind dagegen Markenbotschaften, die Kunden in einen Dialog führen, Involvement einfordern und Emotionalität bieten. Mit dem Erfolg des iPad wird sich zeigen, ob Social Media und interaktive Kampagnen auf dem Apple-Tablet ebenfalls der Schlüssel für Aufmerksamkeit und Involvement sind, oder ob diese in einer anderen Form eingefordert und erzielt werden muss. Erste Experimente zeigen, dass das iPad Markenbotschaften verändert, wie das Beispiel der Reederei Aida zeigt. Eine virtuelle Schiffstour für Kreuzfahrtfans vermittelt ein einzigartiges Erlebnis anhand des Touchscreens. Das „Mit-Dabei-Sein“-Gefühl stellt sich ein, die Markenbotschaft ist klar: „Mit Aida Kreuzfahrten dem Alltag entfliehen“. Wer möchte das nicht. Dabei umgeht die Reederei ganz klar die klassische Marketingstrategie. Das App muss zwar zuerst vom Nutzer im Appstore heruntergeladen werden. Eine Hürde, die die Reederei gerne nimmt – und Erfolg damit hat.

Nun kann man die Frage stellen, ob es nicht sinnvoller ist, das Geld für die Entwicklung der App in eine Werbekampagne zu investieren, um eine größere Reichweite zu erzielen. Doch animierte und in Apps integrierte Werbebotschaften sind über das iPad nicht in der Form möglich, wie wir es von der Online-Werbung her kennen. Werbung kann in Apps erst seit kurzem über die Vermarktungsplattform iAd eingebucht werden, die Apple Anfang Juli gestartet hat. Der iPad-Hersteller wurde somit auch zu einem Vermarkter von mobiler Werbung, ein Markt der jetzt erst so richtig in Schwung kommt. Bislang wird mit mobiler Werbung nur etwa eine Milliarde US-Dollar umgesetzt. Das soll sich aber nach Meinung des Marktforschungsunternehmens Gartner ändern: Für 2013 rechnen die Experten mit einem weltweiten Volumen von rund 13 Milliarden Dollar.

Für Marketer könnte die Frage zukünftig lauten: Intergrieren wir eine Werbekampagne in Apps oder setzen wir auf die Erstellung einer eigenen App, um unsere Markenbotschaften zu transportieren? Damit die Werbung in Apps erfolgreich ist, müssen Kampagnen kreativ sein und Interaktion ermöglichen. Zudem muss man sich überlegen, ob eine Unterbrechung eines Spiels oder einer Lektüre durch Werbebotschaften von den Usern angenommen wird oder ob sie nicht als störend empfunden wird. In einer eigenen App können Marketer fast sicher sein, dass User sich die App anschauen und Werbebotschaften aufnehmen, denn alleine aufgrund des Kontakts im AppStore und durch das anschließende Herunterladen entsteht eine erste Verbindung. Ob die App dann auch die Erwartungen der User erfüllt, ist eine andere Frage. Wie erfolgreich der Transport von Markenbotschaften in einer App ist, bleibt abzuwarten. Ob Zugriffs- und Downloadzahlen aussagekräftig genug sind, bezweifele ich. Es kommt vielmehr darauf an, wie lange der Nutzer sich mit der App beschäftigt, ob er interagiert, ob er reagiert, die App weiterempfiehlt und weitere Downloads der Marke akzeptiert. Engagement und Involvement sind also auch in einer App ausschlaggebend für den Erfolg.

iAd: 50 % der mobilen US-Werbeetats geht an Apple

Apples neues und vor allem exklusives Werbenetzwerk iAd beschäftigt die Branche. Auch Arne Schulze-Geißler, Chefredakteur beim Online-Marketing-Magazin Adzine, hat das Thema in einem Editorial aufgegriffen. Neben bekannten Parametern wie zum Beispiel, dass werbende Unternehmen lediglich 60 Prozent der generierten Werbeumsätze erhalten und 40 Prozent an Apple gehen, greift der Marketing-Fachmann auch ein paar interessante Fragen auf. Schließlich seien Details zur operativen Vermarktung von iAds, zu Partnerschaften mit Verlagen oder zu speziellen Agenturkonditionen (wenn es so etwas überhaupt gibt) nicht bekannt. Nicht ganz klar sei zudem, wie Werbung bei Apple überhaupt gebucht wird und welche Kriterien es dafür gibt. Auch eine klar definierte Leistungsbeschreibung gebe es bislang nicht.

Eher ein ungewöhnliches Verhalten der Marketingverantwortlichen und Agenturvertreter, wenn man bedenkt, dass andere Werbeträger bis an die Preisschmerzgrenzen gebracht werden. Werbekunden wie AT&T, Campbell Soup Company, Chanel, Citi, GE, JCPenney, Liberty, Nissan, Sears, Unilever und The Walt Disney Studios haben dafür gesorgt, dass Apple schon 60 Millionen US-Dollar vor Start umgesetzt hatte, das sind rund 50 Prozent der mobilen US-Ad Spendings in der zweiten Hälfte von 2010.

Ein beachtliches Ergebnis in Anbetracht dessen, dass Apple mit seinem Werbenetzwerk quasi Neuland betritt. Inwiefern sich dieser Anfangserfolg auch in den kommenden Monaten fortsetzen wird, wird sich zeigen. Der mobile Werbemarkt wird durch den neuen Player jedenfalls gehörig auf den Kopf gestellt.

iAd-Werbung: Nissan Leaf macht den Anfang (Video)

Gestern ist Apples Werbenetzwerk iAd an den Start gegangen. Unter den ersten Kunden ist auch der japanische Autohersteller Nissan, der in den nächsten Wochen auf allen iDevices mit installiertem iOS 4 Werbung für sein neues Elektroauto namens Nissan Leaf machen möchte. Investiert hat der Autobauer übrigens einen zweistelligen Millionenbetrag, um den Ende 2010 auf den Markt kommenden PKW auf dem iPhone zu bewerben.

Wem die Kampagne bekannt vorkommt: Steve Jobs hat die iAd-Anzeige zum Auftakt der letzten Entwicklerkonferenz im Rahmen seiner Keynote (unser Live-Blog zum Nachlesen) der breiten Öffentlichkeit präsentiert.

iOS 4: iAd-Werbung auf dem iPad ab November möglich

Am ersten Juli startet mit iAd das exklusive Werbenetzwerk von Apple. Mit iOS 4 wurde der technische Weg dafür freigemacht. Besitzer eines iPad bleiben von der Werbeoffensive allerdings noch verschont. Allerdings nicht ganz freiwilligermaßen, schließlich steht das neue iPhone OS für das Multimedia-Tablet derzeit noch nicht zur Verfügung. Im Herbst soll es aber soweit sein.

Einen konkretes Datum nennt Apple aber bislang nicht. Auch eine Entwicklerversion von iOS 4 für das iPad ist derzeit nicht erhältlich. Wie das US-Branchenportal Advertising Age von einigen Unternehmen, die Werbung in Apples Werbenetzwerk schalten wollen, aber erfahren hat, wird iAd-Werbung auf dem iPad erst ab November möglich sein. Diesen Zeitraum habe Apple den Kunden genannt, heißt es. Auch in puncto Preise haben die Kollegen von Advertising Age interessantes erfahren. Demnach werden für 1.000 iAd-Einblendungen zehn US-Dollar berechnet. Jeder Klick auf das Banner kostet den Werbekunden zwei Dollar. Kein Wunder, dass Unternehmen deshalb ein Budget von mindestens einer Million Dollar mitbringen sollten.

Keine neuen Details gibt es allerdings zum iOS 4-Releasetermin für das iPad. Wenn Apple an seinem Zeitplan festhält, erhalten Multitasking & Co. im Herbst Einzug auf dem iPad. Ich gehe davon aus, dass iOS 4 auf dem Tablet ein paar Wochen vor dem iAd-Start – also Ende September/Anfang Oktober – zum Download bereit stehen wird. So hätten iPad-Besitzer genug Zeit für ein Update des mobilen Betriebssystems und Apple könnte noch letzte Hand bei plötzlich auftretenden Problemen anlegen.

(via)

iAd: Unerwünschte Werbung in iOS 4 abschalten

Seit gestern Abend steht das iOS 4 allen Besitzern eines iPhone 3G, iPhone 3GS, iPhone 4 (Verkaufsstart am 24. Juni) und iPod touch (ab der zweiten Generation) zur Verfügung. Neben den lang erwarteten Multitasking-Fähigkeiten führt Apple mit dem neuen iPhone OS auch zielgerichtete Werbung in Form von iAds ein. Demnach bekommen Nutzer, die via iPhone im Internet nach bestimmten Inhalten suchen, ab sofort die zum Suchbegriff passende Werbung angezeigt. Dafür nutzen sowohl Apple als auch die Werbekunden die entsprechenden Browser-Cookies.

Jetzt wird es allerdings interessant, denn Nutzer, die kein Interesse an diesen personalisierten Werbeeinblendungen haben, können diese einfach abschalten. Und so geht es. Einfach via Safari-Browser online gehen (ob über WLAN oder UMTS spielt keine Rolle) und die URL http://oo.apple.com (oo steht übrigens für Opt-out) aufrufen. Danach erhalten Nutzer eine kurze Rückmeldung auf dem Display, dass das Gerät von Apples Werbenetzwerk abgemeldet wurde. Zudem werden danach keine für Werbetreibende relevanten Daten mehr gesammelt und an Apple verschickt. Mehr Informationen gibt es hier.

Apple und seine Partner verwenden Cookies und andere Technologien in mobilen Werbediensten, um zu kontrollieren, wie oft Sie eine bestimmte Werbung sehen, um Werbungen bereitzustellen, die Ihren Interessen entsprechen, und um die Effizienz von Werbekampagnen zu messen. Wenn Sie keine nach Relevanz ausgewählte Werbungen auf Ihrem Mobilgerät erhalten möchten, können Sie sich abmelden, indem Sie auf den folgenden Link auf Ihrem Gerät zugreifen: http://oo.apple.com. Wenn Sie sich abmelden, werden Sie die gleiche Anzahl von mobilen Werbungen erhalten; diese können jedoch weniger relevant sein, da sie nicht auf Ihren Interessen basieren. Sie werden immer noch Werbungen in Bezug auf Inhalte einer Website oder einer Anwendung sehen oder Werbungen, die auf anderen nicht-personenbezogenen Daten basieren. Dieses Abmelden betrifft nur Apple Werbedienste und nicht interessenbasierte Werbung aus anderen Werbenetzwerken.

Apple und unsere Partner verwenden ebenfalls Cookies und andere Technologien, um persönliche Daten zu vermerken, wenn Sie unsere Website, Onlinedienste und Anwendungen benutzen. Unser Ziel in diesen Fällen ist, Ihre Erfahrung mit Apple bequemer und persönlicher zu gestalten. Wenn wir beispielsweise Ihren Vornamen kennen, können wir Sie bei Ihrem nächsten Besuch im Apple Online Store persönlich begrüßen. Informationen wie beispielsweise das Land, in dem Sie leben, und Ihre Muttersprache – und Ihre Schule, falls Sie in einem Lehrberuf tätig sind – helfen uns dabei, Ihnen ein auf Ihre Bedürfnisse zugeschnittenes und nützlicheres Einkaufserlebnis zu bieten.

Keine Sorgen machen müssen sich Nutzer des iPad und des iPhone 2G, da die Werbeeinblendungen nur auf Apple-Devices mit installiertem iOS 4 erfolgen. Sowohl das iPad als auch das iPhone der ersten Generation laufen derzeit nur mit iPhone 3.2. Ein Update für das iPad auf iOS 4 ist für den Herbst geplant.

iAd: Exklusive Vermarktungsplattform für Werbekunden mit dem nötigen Kleingeld

Dass Steve Jobs auch in Sachen mobiler Werbung kräftig mitmischen will, dürfte jedem Online-Werbetreibenden seit der letzten Keynote des Apple-Chefs Anfang April hinreichend bekannt sein. Nun sind weitere Details zur neuen Vermarktungsplattform durchgesickert. Wie das The Wall Street Journal erfahren hat, soll eine Einblendung eines kleinen iAd-Banner am Bildschirmrand des iPhone beziehungsweise iPad den Werbekunden lediglich ein paar Cent Kosten. Klickt der Nutzer auf ein iAd-Banner, klingelt sowohl bei Apple als auch beim App-Entwickler der Geldbeutel. Pro Klick werden zwei US-Dollar fällig, wie die Zeitung erfahren haben will. Von den gesamten Einnahmen behält Apple 60 Prozent für sich. 40 Prozent bekommt der Entwickler für die Banner-Einblendung in seinen Apps.

Auch für Werbekunden gibt es bezüglich iAd interessante Neuigkeiten. Demnach müssen Unternehmen, die über die Plattform ihre Produkte bewerben möchten, bei Apple sogenannte Packages kaufen. Voraussetzung ist allerdings das nötige Kleingeld, um die Einblendungen und vielen Klicks auch zahlen zu können. Wie The Wall Street Journal erfahren hat, müssen Werbekunden mindestens eine Millionen Dollar mitbringen.

Die ersten Firmen, die zum Launch von iAd im Juni ihre Werbebotschaften auf dem iPhone beziehungsweise auf dem iPad positionieren wollen, sollten sogar ein Budget von rund zehn Millionen Dollar mitbringen können. Zudem muss die platzierte Werbung den Apple Qualitätsvorschriften ähnlich wie beim AppStore entsprechend. Halten sich Unternehmen nicht an die diversen Parameter, behält sich Apple das Recht vor, diese Werbung abzuweisen.