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Als multmediale E-Books: Pixi erobert das iPad

Kennen Sie Pixi-Bücher? Sicherlich. Denn fast jeder von uns hat Pixi irgendwann einmal in seinen Händen gehalten oder liest heute daraus vor. Pixi-Bücher, die kleinen quadratischen, praktischen Büchlein, die perfekt sind für die Urlaubsreise mit den Kleinen. Sie werden gesammelt, gestapelt und geliebt und es gibt sie praktisch fast überall zu kaufen. Und seit Weihnachten 2010 gibt es Pixi auch auf dem iPad.

Natürlich nicht quadratisch, sondern digitalisiert im Querformat. Fein gestaltet für die Kleinsten und in toller Auflösung. Und das Beste: Pixi gibt es weiterhin mit kurzen Texten zum Vorlesen, aber auch mit einer lustigen Vorleser-Stimme. Und wer möchte, kann auch seine eigene Stimme zum Vorlesen aufnehmen und abspielen lassen. Zudem Rate- und Puzzlespaß inklusive.

Ein toller Coup vom Carlsen Verlag aus Hamburg, der mit den ersten acht Titeln zeigt, dass auch das kleinste Kinderbuch einen Platz auf dem iPad verdient. Zurecht ist Pixi in der dritten Januarwoche 2011 der Tipp der Woche im iTunes-Store. Der Carlsen Verlag hat bereits weitere Kinderbücher für das iPad im Angebot. Zum Beispiel „Meine Freundin Conni“, eine kleine Dame, die Kindergartenkinder mit lustigen Lernspielen vergnügt.

Pixi für das iPad ist nicht nur eine PDF-Version eines gedruckten Büchleins, sondern wurde konsequent für das iPad weitergedacht. Klein aber fein, so könnte man die ersten Titel bezeichnen. Ohne Schnörksel, einfach zu bedienen. Pixi bleibt Pixi.

Eine Übersicht der verfügbaren Titel gibt es hier. Zweit Titel, „Ritter Bodobert und der Yeti“ sowie „Kasimir und sein Bauernhof-Orchester“ sind derzeit kostenlos im AppStore erhältlich.

Disney verkauft eine Million E-Book-Apps

Disney Publishing hat mit dem Verkauf von einer Million E-Books für iPad, iPhone und iPod touch einen wichtigen Meilenstein erreicht. Dies teilte das Unternehmen heute auf der Consumer Electronic Show (CES) in Las Vegas mit. Und auf das Ergebnis kann Disney durchaus stolz sein, insbesondere vor dem Hintergrund, dass der Unterhaltungskonzern derzeit insgesamt nur neun verschiedene digitale Bücher-Apps im AppStore von Apple anbietet. Dazu gehören unter anderem die besonders erfolgreichen „Toy Story Read-Along“-Titel sowie die Puzzle-Bücher „Cars Ligning“, „Mickey’s Spooky Night“ und „Winnie The Pooh“. Wie Disney Publishing weiter mitteilt, seien alle E-Books in den Top 10-Charts für verkaufte Bücher gewesen. Die „Toy Story Read-Along“-App sei neun Monate nach dem Launch sogar immer noch in den Charts (in über 35 Ländern) vertreten.

Digitale Kinderbücher erfreuen sich nicht nur im Apple AppStore schon seit längerer Zeit über großen Zuspruch. Davon profitiert natürlich auch Disney Publishing. Die „Toy Story Read-Along“-App war eine der ersten Angebote dieser Art im AppStore (bereits zum Start des iPads übrigens, wenn ich mich nicht täusche) und gilt in den Augen vieler Nutzer immer noch als Vorzeige-E-Book. Die englischsprachige Ausgabe des ersten Buches gibt es übrigens kostenlos zum Download, die deutsche Version der interaktiven E-Book-App kostet dagegen 2,99 Euro.

(via tuaw.com)

Media Markt verkauft jetzt auch E-Books

Der Elektro-Discounter Media Markt verkauft ab sofort auch E-Books. Wie das Unternehmen heute mitgeteilt hat, können Kunden zum Start des neuen Online-Angebotes unter ebook-download.mediamarkt.de bereits mehr als 30.000 Buchtitel in digitaler Form herunterladen. Neben aktuellen Neuheiten und Bestsellern gibt es auch zahlreiche Bücher zum Schnäppchenpreis. Demnach können Kunden einige E-Books bereits zum Preis von 1,49 Euro erwerben. Bezahlt werde kann per Kreditkarte, aufladbarer Geschenkkarte oder Download-Karte von Media Markt.

Die E-Books stehen sowohl im PDF- als auch epub-Format zur Verfügung. Zudem darf jedes E-Book für bis zu sechs Geräte (PCs, Notebooks, TabletPCs, …) aktiviert werden. Den Informationen von buchreport.de zufolge wird die Infrastruktur des Download-Shops vom Online-Buchhändler libri.de bereitgestellt.

iBooks 1.2: AirPrint, Sammlungen und Bilderbücher

Gestern Abend hat Apple mit iBooks 1.2 ein weiteres Update für seine E-Book-App zum Download freigegeben. Demnach können Nutzer nun auch illustrierte Bücher (Kinderbücher, Comics, Kunstbände oder ähnliches) aus dem iBookStore herunterladen. Zudem lassen sich Bücher und PDF-Dateien nach dem Update in so genannten Sammlungen (Ordnern) organisieren, in iBooks geschriebene Notizen und PDFs lassen sich jetzt Dank AirPrint-Unterstützung direkt über die App ausdrucken. Ein weiteres Feature, das mit iBooks 1.2 hinzugekommen ist, ist die automatische Silbentrennung. Der Vorteil: Es kann mehr Text auf dem Bildschirm untergebracht werden.

Das knapp 16 MB große Update ist ab sofort kostenlos im AppStore erhältlich. Um die neuen Funktionen wie AirPrint und Silbentrennung nutzen zu können, muss der Nutzer vorher iOS 4.2 auf seinem iPad installiert haben.

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Verleger beschweren sich: Illegale Inhalte im Apple AppStore

Bei Apple liegen Licht und Schatten scheinbar dicht beieinander – zumindest was seinen AppStore betrifft. Während das Unternehmen Anfang des Jahres noch überschwänglich den 3.000.000.000sten Download feierte, sorgen immer wieder Apps für Ärger. Wie zum Beispiel die umstrittene Mussolini App, die wegen Verletzung des Urheberrechts und aus Angst des Entwicklers vor einer saftigen Klage seitens der Rechteinhaber schnell wieder aus dem AppStore entfernt wurde.

Neuer Ärger droht sich von einer ganzen Reihe japanischer Verleger. Wie das Wall Street Journal berichtet, haben sich gleich vier Verbände (Japan Book Publishers Association, Japan Magazine Publishers Association, The Electronic Book Publishers Association of Japan und The Digital Comic Association) bei Apple über die fehlende Durchsetzung des Urheberrechts im AppStore beschwert. Demnach seien Werke namhafter Autoren illegal eingescannt und über den Online-Shop vertrieben worden. In einer gemeinsam veröffentlichten Pressemitteilung fordern die japanischen Verleger nun ein härteres Durchgreifen, denn die Verbreitung dieser Inhalte sei illegal. Apple trage die Verantwortung für dieses Problem. Zudem sei nicht überzeugend, dass Apple nicht in der Lage sei, das von Entwicklern eingereichte Material entsprechend zu überprüfen.

Apple hat mittlerweile auf die Beschwerde reagiert. Ein Sprecher erklärte, dass man durchaus erkenne, wie wichtig es sei, geistiges Eigentum zu schützen. Deshalb würde Apple schnell und angemessen reagieren, sobald das Unternehmen von den Rechteinhabern darauf aufmerksam gemacht werde. Unerlaubte Inhalte würden dann so schnell wie möglich aus dem AppStore-Angebot entfernt. Das letzte Wort scheint in dieser Sache allerdings noch nicht gesprochen. Die japanischen Verbände haben angekündigt, die Problematik mit Apple weiter diskutieren zu wollen.

(via buchreport.de)

SpringerBriefs: Springer erweitert E-Book-Angebot

Der Springer Verlag hat sein E-Book-Angebot erweitert und mit SpringerBriess eine weitere Produktlinie gestartet. Wie auf der Internetseite des Medienkonzerns zu lesen ist, sollen die fachgebietsbezogenen Buchtitel über einen Umfang von 50 bis 125 Seiten verfügen und neuste Erkenntnisse aus wissenschaftlicher Forschung und Praxis beinhalten. Alle SpringerBriefs sollen sowohl als gedruckte Ausgabe als auch als E-Book erhältlich sein und zwischen 40 und 50 Euro kosten. Registrierte Bibliotheksnutzer haben darüber hinaus die Möglichkeit, die Titel als MyCopy-Ausgabe (Print-on-Demand) zu einem niedrigeren Preis zu erwerben.

Thematisch abgedeckt werden die Bereiche Management, Computerwissenschaft, Geistes- und Sozialwissenschaften, Life Sciences, Mathematik und Physik. Ein Vorteil des neuen Angebotes: Durch Optimierung der internen Verlagsabläufe sollen die Buchtitel wesentlich schneller als sonst veröffentlicht werden. Die ersten SpringerBriefs sollen in Kürze erhältlich sein.

(via buchmarkt.de und boersenblatt.net)

Amzon plant deutschsprachiges E-Book-Angebot

Mit dem deutschen E-Book-Markt ist das so eine Sache. Das Angebot ist bisher ziemlich überschaubar und die Preise für Bücher in digitaler Form sind im Vergleich zu den gedruckten Ausgaben viel zu teuer. Zu diesem Ergebnis kam jedenfalls eine kürzlich vorgestellte Studie der renommierten Unternehmensberatung PricewaterhouseCoopers. Allerdings sehen die Experten auch deutliche Zeichen für einen Aufschwung in diesem Bereich. Denn laut der Studie entwickelt sich das E-Book hierzulande zu einem wahren Bestseller. So dürfte der Umsatz mit digitalen Titeln im Jahr 2015 allein im Bereich Belletristik über 350 Millionen Euro erreichen. Dies entspräche einem Marktanteil von 6,3 Prozent. Noch sei der Markt aber vergleichsweise klein: Bis Ende dieses Jahres werde lediglich 20 Millionen Euro mit digitalen Büchern erzielt. Die treibende Kraft seien insbesondere E-Reader und Multimedia-Tablets wie das Apple iPad oder der Amazon Kindle.

Wie am Rande der Fachkonferenz „Homer 3.0“ in Berlin jetzt bekannt wurde, will Amazon Anfang 2011 ein deutschsprachiges E-Book-Angebot an den Start bringen. Details wurden bislang noch nicht genannt. Allerdings seien die Verhandlungen zwischen dem Online-Händler und deutschen Verlagshäusern auch noch nicht abgeschlossen. Ein wichtiger Punkt in diesem Zusammenhang dürfte auch das Thema Buchpreisbindung sein, das auch bei E-Books Anwendung findet und sowohl Verlage als auch Buchimporteure verpflichtet, in Deutschland verlegte Bücher hierzulande zu einem festen Verkaufspreis anzubieten. In den USA gibt es übrigens keine Buchpreisbindung. Dort werden E-Books teilweise mit satten Preisabschlägen gegenüber der Printausgaben verkauft. Entsprechend hoch ist dann auch die Nachfrage.

Die Buchkette Thalia dürfte sich über die neue Konkurrenz auf dem E-Book-Markt sicherlich nicht freuen. Das Unternehmen verkauft seit Ende Oktober mit dem Oyo einen eigenen 139 Euro teuren E-Book-Reader (Johannes von lesen.net hat den Oyo bereits getestet). Dazu passend hat Thalia einen E-Book-Shop mit rund 50.000 deutschsprachigen Buchtiteln gestartet. Ob der frische Wind durch Amazon das E-Book-Geschäft beleben wird, bleibt abzuwarten. Durch die geltende Buchpreisbindung dürfte allerdings auch für den US-Giganten nicht viel Spielraum bestehen.

(via Kress)

Microsoft Press und O’Reilly Media erobern iBookStore

Es gibt frische Inhalte im iBookStore. Wie Andrew Savikas, VP of Digital Initiatives bei O’Reilly Media, im hauseigenen Blog mitgeteilt hat, können im digitalen Buchladen von Apple nun auch mehr als 800 IT-Bücher von O’Reilly Media und Microsoft Press heruntergeladen werden. In den nächste Wochen soll eine Vielzahl weiterer Titel den Weg in den iBookStore finden. „E-Books sind schon jetzt ein wichtiger Bestandteil unseres Verlagsgeschäftes und auf den iOS-Geräten wie dem iPhone und dem iPad werden nicht gerade wenige Bücher in digitaler Form gelesen“, betont Savikas. Alle O’Reilly-Titel seien ohne DRM verfügbar, so dass es kein Problem sei, die EPUB-Dateien auch auf anderen E-Readern, die diesen Standard unterstützen, zu lesen.

Bücher, in der gedruckten Form Zusatzmaterial in Form von CDs und DVDs enthalten, wurden vom Verlag übrigens überarbeitet und mit Informationen versehen, wo dieses Material für E-Book-Leser gefunden werden kann. Vorerst sind die Titel aber nur im amerikanischen und kanadischen iBookStore erhältlich. Ziel sei es aber, die Bücher über kurz oder lang auch außerhalb von USA und Kanada anzubieten.

(via PadGadget)

E-Books in Deutschland: Kleines Angebot, hoher Preis

Mit Studien ist das immer so eine Sache. Oft sind die Umfrage-Ergebnisse nicht aussagekräftig genug, weil zu wenig Leute befragt wurden. Unklar ist oft auch, in wessen Auftrag und mit welcher Absicht die Studie erstellt wurde. Wenn die renommierte Unternehmensberatung PricewaterhouseCoopers (PwC) eine Studie veröffentlicht, sieht die Sache schon ein wenig anderes aus. Die Fachleute dort haben sich intensiv mit dem Thema E-Books beschäftigt und haben sich hierfür eine Menge Fragen gestellt. Steht die Verlagsbranche vor einem ähnlichen Szenario wie die Musikbranche? Sind E-Books nur etwas für technikaffine Freaks, die selten zum Buch greifen? Oder sprechen die spezifischen Lesegeräte gerade die Vielleser an, die die meisten Bücher kaufen? Lassen sich durch digitale Bücher neue Zielgruppen erschließen und wird das gedruckte Buch langfristig durch die elektronische Ausgabe ersetzt? Oder ist das Thema E-Books nur ein medialer Hype?

Und das sind die Ergebnisse. Laut Studie wird das E-Book langsam auch in Deutschland zum Bestseller. Im Jahr 2015 dürfte der Umsatz mit digitalen Titeln allein im Bereich Belletristik über 350 Millionen Euro erreichen. Dies entspräche einem Marktanteil von 6,3 Prozent. Noch ist der Markt aber vergleichsweise klein: Bis Ende 2010 werden bei Belletristik nur rund 20 Millionen Euro mit digitalen Büchern erzielt. Die treibende Kraft sind E-Reader, die immer attraktiver werden. PwC erwartet, dass bis 2015 in Deutschland rund 2,5 Millionen spezialisierte Lesegeräte verkauft werden. Voraussetzung ist aber, dass die Reader um wichtige Funktionen wie Internetzugang und direkte Shopanbindung ergänzt und vor allem billiger werden. Bislang fanden Geräte wie Sonys „Touch Edition“ oder Amazons „Kindle“ hierzulande erst schätzungsweise 50.000 bis 80.000 Kunden. Während E-Reader vor allem Vielleser ansprechen, wird der Massenmarkt voraussichtlich den TabletPCs gehören. Nachdem Apple sein iPad vorgestellt hat, sollen bis Jahresende 2010 mehr als 20 ähnliche Geräte anderer Hersteller auf den Markt kommen. Im Jahr 2015 dürfte nach Schätzungen von PwC gut jeder siebte Deutsche ein Tablet besitzen, das allerdings kaum in erster Linie für das Lesen von E-Books eingesetzt wird.

E-Books werden sich in Deutschland durchsetzen, wenn auch langsamer als in den USA oder Großbritannien. Noch ist Lesern hierzulande das „haptische Erlebnis“ ausgesprochen wichtig – das elektronische Lesegerät wird trotz scharfer und kontrastreicher Bildschirme nicht als gleichwertige Alternative zum gedruckten Buch akzeptiert. Doch wird sich dies auch angesichts der wachsenden Mobilität der Konsumenten und der Gewohnheit, auch am Bildschirm zu lesen, ändern. Hinderlich für einen schnellen Erfolg ist sicherlich auch, dass viele Konsumenten in Deutschland nicht wissen, was sich hinter dem Begriff „E-Book“ verbirgt. In einer für die Studie durchgeführten Konsumentenumfrage konnten mehr als die Hälfte der 1.000 Befragten mit dem Begriff nichts Genaues anfangen. Noch geringer ist die Bekanntheit der „E-Reader“. Nur ein Fünftel der Konsumenten wusste, was mit dem Wort gemeint ist.

Bislang ist der Umsatz mit belletristischen E-Books in Deutschland vernachlässigbar. Für das laufende Jahr erwartet PwC, dass lediglich 20 Millionen Euro mit digitalen Büchern erzielt werden. Die Präferenz für das gedruckte Buch ist jedoch nicht der einzige Grund hierfür. Vielmehr ist das Angebot an deutschsprachigen E-Books im internationalen Vergleich noch zu gering. So können Leser derzeit mehr als 100.000 Titel in digitaler Form erwerben, das entspricht etwa acht Prozent aller lieferbaren Bücher. Im offenen ePUB-Format, das von verschiedenen Readern wiedergegeben werden kann, gibt es jedoch nur rund 8.000 Titel.

Dabei sind viele Bücher, die die Verlage nicht als E-Book anbieten, längst als illegale Downloads im Internet abrufbar. So ist derzeit immerhin jeder viertes Hardcover-Buch der Spiegel-Bestsellerliste nur auf einschlägigen Filesharing-Seiten zu finden. Auch der hohe Preis von deutschsprachigen E-Books verhindert bislang den Markterfolg. Derzeit kostet die digitale Ausgabe eines Hardcover-Bestsellers im Durchschnitt rund 15,50 Euro und damit lediglich drei Euro weniger als das gebundene Buch. Bei Taschenbuch-Bestsellern beträgt der Preisvorteil des E-Books bei einem Durchschnittspreis von rund 9,20 Euro sogar nur rund 50 Cent. Schuld daran ist unter anderem auch die unterschiedliche Besteuerung des gedruckten und des digitalen Buchs: Während für Printausgaben der reduzierte Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent anfällt, werden E-Books mit 19 Prozent besteuert. Zudem verursacht die Digitalisierung der Bücher Kosten, die erst bei einem größeren Marktanteil von E-Books vollständig amortisiert werden können.

Das Dilemma: Die derzeitige Preisgestaltung geht an den Vorstellungen der Käufer vorbei. Schließlich erwarten Konsumenten einen deutlichen Preisabschlag gegenüber gedruckten Ausgaben, denn sie erwerben nur ein virtuelles Produkt, für das keine Druckkosten anfallen. Zwar gaben immerhin 14 Prozent der 1.000 Befragten an, im vergangenen Jahr mindestens ein E-Book gekauft zu haben. Der Durchschnittspreis lag jedoch nur bei sechs Euro. E-Books werden das gedruckte Buch zwar langfristig nicht verdrängen, sie werden aber auch nicht wieder verschwinden. Verlage und Buchhandel müssen funktionierende Geschäftsmodelle entwickeln, bevor internationale und teilweise sogar branchenfremde Player wie Amazon, Google oder Apple an ihnen vorbeiziehen.

Über die Studie
Die Studie umfasst neben einer allgemeinen Marktanalyse und der Darstellung der wichtigsten Trends rund um das Thema E-Books und entsprechender Lesegeräte (insbesondere E-Reader und Tablets) eine Konsumentenbefragung unter jeweils mehr als 1.000 Onlinenutzern in den Niederlanden, in Großbritannien, in den USA und in Deutschland. Ergänzt wird die Untersuchung von mehr als 40 Interviews mit Experten und Führungskräften von Endgeräteherstellern, Belletristik- und Fachverlagen, Zwischenhändlern, dem Online- und stationären Handel sowie Bibliotheken. Die Schwerpunkte der Untersuchung sind der Markt für E-Books und E-Reader insbesondere im Hinblick auf die Nutzung im Massenmarkt (belletristische Literatur). Die Studie analysiert aber auch die Nutzungsmöglichkeiten von elektronischen Zeitungen und Zeitschriften über die neuen Endgeräte wie das iPad von Apple.

Alice im Wunderland: iPad erweckt Kinderbuch zum Leben

Es ist gar nicht solange her, da hat mich Tim Burtons Neuverfilmung von „Alice im Wunderland“ (in 3D) im Kino begeistert. Nun sorgt das berühmte Kinderbuch von Lewis Carroll erneut für Furore – und zwar in Form eines interaktiven eBooks für den Apple iPad. Das Besondere an dem digitalen Bestseller ist, dass durch Schütteln und Bewegen des iPad die skizzierten Figuren in dem Kinderbuch quasi zum Leben erwachen. Mein kleiner Sohn wird seine helle Freude daran haben, sobald der Papa endlich sein iPad hat und das eBook auch im deutschen iBookStore heruntergeladen werden kann.

In den Staaten kostet der Lesespaß übrigens neun US-Dollar. Eine Test-Version steht kostenlos zur Verfügung.

(via: Mashable)

Apple iPad ist für Anstieg illegal getauschter eBooks verantwortlich

Der Verkaufserfolg des Apple iPad in den USA (rund 500.000 gingen bis dato über den Ladentisch) scheint auch die Filesharing-Szene nicht ganz unbeeindruckt zu lassen. Wie Ernesto auf Torrentfreak berichtet, ist die Anzahl der illegal getauschten eBooks seit dem iPad-Launch am 4. April um satte 78 Prozent angestiegen, obwohl Apple allein am Startwochenende rund 250.000 digitale Bücher über den neuen iBook Store verkaufen konnte. Demnach seien sechs Titel aus der Bestsellerliste der New York Times (der Kategorie „Business“) auf den Servern der Filesharer gefunden worden. Diese seien in der Zeit nach dem iPad-Launch deutlich häufiger heruntergeladen worden als in der gesamten Zeit vorher.

Interessant an dieser Geschichte ist noch, dass die Jungs von Torrentfreak eigentlich die aktuellen Amazon eBook-Downloadcharts als Basis für ihre Torrent-Suche verwenden wollten. Allerdings haben sie keinen der Top 10-Titel in den einschlägigen Filesharing-Netzwerken gefunden – ebenso wenig wie im Usenet oder auf den Seiten von Rapidshare & Co.