Schlagwort-Archiv: Digital Publishing

Apple kickt Sony Reader-App aus dem AppStore. Keine fremden In-App-Käufe mehr erlaubt.

Wie die New York Times berichtet, hat Apple damit begonnen, einige Anwendungen aus dem AppStore zu entfernen, die es Nutzern erlauben, Inhalte „von außerhalb“ zu kaufen. Ein prominentes Opfer ist unter anderem die Sony Reader-App, mit der Nutzer E-Books aus dem Sony-Store kaufen, herunterladen und lesen konnten. In einem Schreiben hat Apple die betroffenen Entwickler darüber informiert, dass es künftig nicht mehr erlaubt sei, Inhalte außerhalb des AppStores zu kaufen. Zudem hätten Kunden auch keine Zugriff mehr auf diese Inhalte. Im Fall von Sony teilte Apple dem Unternehmen mit, dass Verkäufe innerhalb der App künftig über Apple zu erfolgen hätten. Begründet wird dieser Schritt mit Änderungen in den Geschäftsbedingungen.

Mit dem Start der iPad-Zeitung „The Daily“ soll im AppStore Gerüchten zufolge auch ein neues Abo-Bezahlmodell eingeführt werden, das automatisch wiederkehrende Zahlungen beispielsweise für digitale Zeitungs- und Zeitschriften-Abonnements unterstützt. Zahlungen innerhalb einer App (In-App-Käufe) sind momentan nur mit Einschränkungen möglich und müssen nach Ablauf eines gewissen Zeitfenstern durch den Nutzer immer wieder neu vorgenommen werden. Im Fall einer Zeitungs-App muss der Nutzer die angebotenen Abo-Inhalte (Subscriptions) immer wieder neu erwerben. Mit dem neuen Bezahlmodell soll dies der Vergangenheit angehören. Abo-Inhalte verlängern sich dann automatisch, insofern der Nutzer über ausreichend Guthaben verfügt und die Abo-Inhalte nicht von sich aus wieder kündigt.

Ob auch andere Reader-Apps wie von Kindle und Barnes & Noble aus dem AppStore gekickt werden, bleibt abzuwarten. Unwahrscheinlich ist es aber nicht, zumal diese Anwendungen ebenfalls In-App-Käufe anbieten ohne das Apple davon profitiert.

(via macrumors.com)

The Daily: iPad-Zeitung startet am 2. Februar

Eigentlich hätte die mit Spannung erwartete exklusive iPad-Zeitung The Daily von Rupert Murdochs News Corp.-Konzern am 19. Januar an den Start gehen sollen, allerdings wurde das Projekt kurzfristig um ein paar Wochen verschoben. Wie die Kollegen von Mashable erfahren haben, gibt es nun einen neuen Starttermin. Demnach soll The Daily am 2. Februar zum ersten Mal auf dem Apple-Tablet erscheinen. Entsprechende Einladungen an die Medienvertreter zu diesem Termin seien bereits verschickt worden . Der Startschuss falle demnach am Vormittag im Guggenheim Museum in New York. Neben Rupert Murdoch wird dann auch Eddy Cue von Apple (Vice President of Internet Services) auf der Bühne stehen. Ob der iPad-Hersteller an diesem Tag auch das neue Bezahlmodell für Abo-Inhalte in Form eines iOS-Updates starten wird, bleibt abzuwarten.

Keine neuen Informationen gibt es bezüglich des Abo-Preises. Gerüchten zufolge soll The Daily im AppStore pro Tag 0,99 US-Dollar beziehungsweise 4,25 Dollar im Monat kosten.

RP Plus: Rheinische Post startet digitale Sonntagszeitung fürs iPad

Im AppStore tummeln sich mittlerweile eine ganze Reihe von Apps von Medienhäusern, die ihre bislang klassischen Print-Inhalte nun auch in digitaler Form auf dem iPad anbieten. Zu den Vorreitern in Sachen Digitalen Medien gehört Axel Springer. Bereits vor knapp einem Jahr teilte das Verlagshaus mit, dass Digitale Medien im ersten Quartal 2010 mit 160 Millionen Euro erstmals den zweitgrößten Umsatzbeitrag im Konzern geleistet hätten. Auch die Werbeerlöse in diesem Bereich seien um 47,3 Prozent auf 113,5 Millionen Euro (Vergleich zum Vorjahr) gestiegen.

Am Wochenende will nun auch die Rheinische Post in Düsseldorf mit der „RP Plus“-App ein entsprechendes Angebot für das iPad starten. Nach Angaben des Verlages handelt es sich dabei um die „erste digitale Sonntagszeitung“, die speziell für das Multimedia-Tablet von Apple erstellt wurde. Wie der Mediendienst Kress vorab berichtet, setzt die Rheinische Post bei ihrer App auf spannenden Autorenjournalismus sowie auf ein multimediales Angebot, dass alle Möglichkeiten des iPads ausschöpfe. Eine Zweitverwertung von Zeitungsinhalten soll es bei RP Plus nicht geben, wird Chefredakteur Sven Gösmann zitiert.

RP Plus ist ein digitales Magazin mit exklusiven und hochwertigen Inhalten – in gewohnter Qualität der Rheinischen Post, aber in einer völlig neuen, multimedialen Aufbereitung. Die neue iPad-App bietet exklusive Reportagen, Interviews und Analysen aus den Bereichen Politik und Wirtschaft, Kultur, Lifestyle und Sport – mit einem Schwerpunkt auf Themen aus Nordrhein-Westfalen.

Interaktive Grafiken, Bilderstrecken in hoher Brillanz, Videos und weitere multimediale Features wie 360-Grad-Fotografie runden ein hochwertiges Angebot ab, das die bekannten Marken Rheinische Post und RP Online ergänzt. „Mit RP Plus bieten wir eine neue journalistische Dimension. Alle Themen sind für die moderne iPad-Technik und für den Sonntag als entspannten Lesetag aufbereitet. RP Plus gelingt es, einen neuen und anderen Blick auf Deutschland, NRW und die Region zu werfen“, sagt Clemens Bauer, Vorsitzender der Geschäftsführung der Mediengruppe RP.

Darüber hinaus plant der Verlag, seine digitale Sonntagszeitung künftig auch für Tablets anderer Hersteller anzubieten. Zudem sei bereits eine Webversion in Vorbereitung. In der Anfangsphase kann RP Plus zunächst kostenlos (immer samstags ab 14 Uhr) im Apple AppStore heruntergeladen werden. Danach soll jede Ausgabe der digitalen Sonntagszeitung 1,59 Euro kosten.



 

Als multmediale E-Books: Pixi erobert das iPad

Kennen Sie Pixi-Bücher? Sicherlich. Denn fast jeder von uns hat Pixi irgendwann einmal in seinen Händen gehalten oder liest heute daraus vor. Pixi-Bücher, die kleinen quadratischen, praktischen Büchlein, die perfekt sind für die Urlaubsreise mit den Kleinen. Sie werden gesammelt, gestapelt und geliebt und es gibt sie praktisch fast überall zu kaufen. Und seit Weihnachten 2010 gibt es Pixi auch auf dem iPad.

Natürlich nicht quadratisch, sondern digitalisiert im Querformat. Fein gestaltet für die Kleinsten und in toller Auflösung. Und das Beste: Pixi gibt es weiterhin mit kurzen Texten zum Vorlesen, aber auch mit einer lustigen Vorleser-Stimme. Und wer möchte, kann auch seine eigene Stimme zum Vorlesen aufnehmen und abspielen lassen. Zudem Rate- und Puzzlespaß inklusive.

Ein toller Coup vom Carlsen Verlag aus Hamburg, der mit den ersten acht Titeln zeigt, dass auch das kleinste Kinderbuch einen Platz auf dem iPad verdient. Zurecht ist Pixi in der dritten Januarwoche 2011 der Tipp der Woche im iTunes-Store. Der Carlsen Verlag hat bereits weitere Kinderbücher für das iPad im Angebot. Zum Beispiel „Meine Freundin Conni“, eine kleine Dame, die Kindergartenkinder mit lustigen Lernspielen vergnügt.

Pixi für das iPad ist nicht nur eine PDF-Version eines gedruckten Büchleins, sondern wurde konsequent für das iPad weitergedacht. Klein aber fein, so könnte man die ersten Titel bezeichnen. Ohne Schnörksel, einfach zu bedienen. Pixi bleibt Pixi.

Eine Übersicht der verfügbaren Titel gibt es hier. Zweit Titel, „Ritter Bodobert und der Yeti“ sowie „Kasimir und sein Bauernhof-Orchester“ sind derzeit kostenlos im AppStore erhältlich.

Disney verkauft eine Million E-Book-Apps

Disney Publishing hat mit dem Verkauf von einer Million E-Books für iPad, iPhone und iPod touch einen wichtigen Meilenstein erreicht. Dies teilte das Unternehmen heute auf der Consumer Electronic Show (CES) in Las Vegas mit. Und auf das Ergebnis kann Disney durchaus stolz sein, insbesondere vor dem Hintergrund, dass der Unterhaltungskonzern derzeit insgesamt nur neun verschiedene digitale Bücher-Apps im AppStore von Apple anbietet. Dazu gehören unter anderem die besonders erfolgreichen „Toy Story Read-Along“-Titel sowie die Puzzle-Bücher „Cars Ligning“, „Mickey’s Spooky Night“ und „Winnie The Pooh“. Wie Disney Publishing weiter mitteilt, seien alle E-Books in den Top 10-Charts für verkaufte Bücher gewesen. Die „Toy Story Read-Along“-App sei neun Monate nach dem Launch sogar immer noch in den Charts (in über 35 Ländern) vertreten.

Digitale Kinderbücher erfreuen sich nicht nur im Apple AppStore schon seit längerer Zeit über großen Zuspruch. Davon profitiert natürlich auch Disney Publishing. Die „Toy Story Read-Along“-App war eine der ersten Angebote dieser Art im AppStore (bereits zum Start des iPads übrigens, wenn ich mich nicht täusche) und gilt in den Augen vieler Nutzer immer noch als Vorzeige-E-Book. Die englischsprachige Ausgabe des ersten Buches gibt es übrigens kostenlos zum Download, die deutsche Version der interaktiven E-Book-App kostet dagegen 2,99 Euro.

(via tuaw.com)

WoodWing: Bereits 100 iPad-Apps mit Publishing-Lösung erstellt

Über das Erreichen eines kleinen Meilensteins freut sich die niederländische Softwareschmiede WoodWing. Wie das Unternehmen bekannt gab, sind bereits mehr als 100 iPad-Publikationen mit den Digital Magazine Tools erstellt worden. Zudem seien bislang 1.000 digitale Ausgaben mit der Publishing-Lösung publiziert worden. Das Themenspektrum reiche von Nachrichten über People und Lifestyle bis hin zu Auto, Sport und Kochen. Die Werkzeuge von WoodWing hätten bewiesen, dass sie die ideale Lösung für wöchentlich oder gar täglich erscheinende Tablet-Publikationen seien, heißt es in der Mitteilung. Eine Reihe renommierter Nachrichtenmagazine wie der Stern, das Time Magazine in den USA, Le Point in Frankreich sowie Tageszeitungen wie die Frankfurter Rundschau und der Kölner Stadt-Anzeiger kreieren demnach ihre iPad-Ausgaben mit der WoodWing-Software.

“Es ist interessant zu sehen, wie die Bereitschaft der Leser, für iPad-Magazine zu bezahlen, über die Monate gestiegen ist”, betont Geschäftsführer Hans Janssen. “Eine Reihe der initial kostenlosen iPad-Titel trägt nun zum wirtschaftlichen Ergebnis der Publisher bei, und einige Verlage haben die Preise ihrer iPad-Ausgaben angehoben. Da bei unserer Lösung keine Ausgaben-basierten Gebühren anfallen, sind die Publisher frei, mit kostenlosen oder Spezial-Ausgaben zu experimentieren, um das optimale Geschäftsmodell für ihre Tablet Publishing-Aktivitäten zu finden.”

Doch nicht nur auf dem iPad ist WoodWing vertreten. Derzeit wird eine Reader-App für Android-Tablets entwickelt. Auch die Digital Magazine Tools werden künftig andere Bildschirmformate unterstützen, damit Verlage in der Lagen seien, ihre plattform-unabhängige Tablet-Publikationen für Geräte mit unterschiedlichen Bildschirmgrößen und -seitenverhältnissen zu produzieren.

Die taz ist wieder zurück auf dem iPad: für 79 Cent pro Ausgabe

Mitte Juni hatte die taz bereits einen Versuch unternommen, ihre Tageszeitung als iBook für 99 Cent im AppStore anzubieten. Allerdings scheiterte dieses Anliegen nach wenigen Tagen wegen technischer Probleme und Apple entfernte das Angebot schließlich wieder. Man freue sich über das innovative Herangehen, eine Tageszeitung als elektronisches Buch zu verkaufen, doch dafür sei der iBookstore nicht gedacht, so das Statement von Apple.

Hinter den Kulissen arbeitete die Berliner Redaktion seit dem fleißig an einer Lösung, um die taz wieder in den AppStore und damit unter anderem auf das iPad zu bringen. Mit Erfolg, seit heute Morgen ist die Tageszeitung als digitale Ausgabe auf dem Tablet wieder erhältlich und steht als neue App im AppStore zum Download bereit – wie im hauseigenen Blog zu lesen ist. Leser können die aktuelle taz-Ausgabe schon am Vorabend des Erscheinens herunterladen. Bis war der Bezug des E-Papers nur in Form eines digitalen Monatsabos (für zehn Euro) möglich. Nun kann die taz auch als Einzelexemplar gekauft werden, heißt es. Zum Preis von 79 Cent erhalte der Leser alle Seiten aus der taz inklusive aller Regionalausgaben und die sonntaz am Wochenende.

Entwickelt wurde die taz-App zusammen mit Textunes. Die einzelnen Ausgaben werden im EPUB-Format (ohne DRM) zum Download bereitgestellt. Vor dem Kauf können Leser sämtliche Funktionen übrigens an einer kostenlosen Probeausgabe getestet werden.

Spiegel iPad-App: 15.000 Leser pro Woche lassen Verlagskassen klingeln

In der letzten Woche haben wir hier im Blog noch über die iPad-App der Financial Times berichtet, mit der der Verlag in vergangenen fünf Monaten rund 1,2 Millionen Euro Werbeerlöse generieren konnte und diesen „digitalen Weg“ auch in den kommenden Monaten konsequent weitergehen möchte. Auch die britische Times hat sich kürzlich dazu zu Wort gemeldet. Von deutschen Verlagen erfährt man zu diesem Thema bislang wenig. Seit den Medientagen in München gibt es allerdings eine Ausnahme. Katharina Borchert, Geschäftsführerin von Spiegel Online, zog dort eine erste Bilanz der iPad-Aktivitäten des Verlages – und präsentierte dem Publikum auch einige interessante Zahlen. Demnach verkauft sich die App pro Woche rund 15.000 Mal. Die Reichweite sei zwar im Vergleich zur gedruckten Ausgabe verschwindend gering, sie genüge aber, um damit bereits im ersten Jahr nach dem Launch Geld zu verdienen. Man habe zwar zum Start an die Chancen der neuen Plattform geglaubt, aber dass dieses Ziel so schnell erreicht werde, habe die Verantwortlichen doch überrascht.

Grund für den schnellen wirtschaftlichen Erfolg (Einnahmen aus dem Verkauf einer einzelnen digitalen Ausgaben sowie aus der Werbevermarktung) sei unter anderem der geringe Aufwand, die iPad-App mit Inhalten zu bestücken. So speise sich das Angebot hauptsächlich automatisch über das Redaktionssystem des Verlages. Trotz des wirtschaftlichen Erfolges sei der Tablet aber kein alleiniger Heilsbringer der Branche – zu groß seien die Rückgänge im Printgeschäft.

(via Horizont)

Digitale Zeitungen und Zeitschriften dürfen weder Ersatz noch Kopie des Printtitels sein

Die Strategien und Geschäftsmodelle von im Internet vertretenen Zeitungen haben bisher nur selten gefruchtet. Ihr Feldzug zur Eroberung des Internets wird aber immer erfolgreicher. Für Nutzer werden die Portale von Printtiteln zunehmend zur Anlaufstelle und höher frequentiert als bisher, wie die Newspaper Association of America anhand von comScore-Daten aufzeigt. Allerdings müssen sich die einzelnen Blätter im Web neu erfinden. Gegenüber den gedruckten Ausgaben sollten sie online einen Mehrwert bieten. „Zeitungen und Zeitschriften im digitalen Format dürfen weder Ersatz noch Kopie des gedruckten Pendants sein“, bestätigen Experten. Sowohl hinsichtlich Inhalt als auch Grafik und Interaktivität sollten sich die Titel im Internet daher von den Druck-Exemplaren abheben. In ihrer Darstellung müssen sich die Zeitungen „den Funktionalitäten von Smartphone bis TabletPC anpassen und so gut sein, dass neue, digital-affine Segmente erschlossen werden und Print-Abonnenten bereitwillig ein Doppel-Abo beziehen“, heißt es. So können die Verleger im Doppelpack mehr Leser erreichen.

Während deutsche Medienhäuser mit ihrer digitalen Strategie nach wie vor weitgehend hinterher hinken, erweisen sich die US-Online-Ausgaben bereits als Publikumsmagneten. Insgesamt verzeichneten die Herausgeber laut comScore allein im September 102,8 Mio. einzelne Besucher. Mit 61 Prozent entspricht dies fast zwei Drittel aller erwachsenen Internet-User. Die Zeitungs-Websites erreichen bereits mehr als jeden zweiten 25- bis 34-Jährigen.

Tagtäglich besuchen im Schnitt rund 20 Millionen Websurfer die Online-Präsenzen der Zeitungen. Der Durchschnittsuser ruft die Portale dabei im Monat 8,5 Mal auf. Insgesamt haben die Nutzer im September 3,3 Milliarden Minuten auf den Webseiten verbracht und über vier Milliarden Seitenabrufe generiert.

(via pressetext.de)

Digital Publishing: Samsung und WoodWing kooperieren

WoodWing kann einen weiteren wichtigen Erfolg für sich verbuchen. Der niederländische Anbieter für Digital Publishing-Lösungen wie den Digital Magazine Tools für das Apple iPad und der Hardware-Hersteller Samsung wollen künftig kooperieren. Ziel der Zusammenarbeit sei es, digitale Publikationen auf das von Samsung auf der IFA in Berlin vorgestellte Galaxy Tab zu bringen, das im Oktober auch hierzulande auf den Markt kommen wird. Das 380 Gramm leichte Android-Tablet gilt als einer der wenigen ernstzunehmenden Konkurrenten zum iPad. Innovationen im Hardware-Bereich seien nur eine Seite von Samsungs Unternehmensgeschichte, so ein Unternehmenssprecher. Die Kooperation mit WoodWing werde traditionelle Printmedien dabei unterstützen, neue und begeisternde Inhalte für Nutzer des Galaxy Tab zu entwickeln.

(via CP-Monitor)

Gruner + Jahr kehrt WeTab den Rücken zu. Stern kommt als E-Magazin aufs iPad

Die Hiobsbotschaften um das Berliner WeTab werden nicht weniger. Wie die Kollegen von Heise Online berichten, kehrt nun auch Gruner + Jahr (G+J) seinem einstigen Medienpartner den Rücken zu. Die Entwicklung eines Publishing-Systems mit Neofonie sei „derzeit zurückgestellt“, bestätigte Tobias Seikel, stellvertretender Verlagsleiter des „Stern“, auf Anfrage. Das E-Magazin werde nun zuerst auf dem iPad erscheinen. Ausgaben für andere Plattformen und Geräte sollen folgen, „wenn diese am Markt mit allen notwendigen Funktionen und einer relevanten Marktdurchdringung vertreten sind“. Autsch, diese Aussage hat gesessen und darf getrost als verbale Ohrfeige in Richtung der WeTab-Macher zu verstehen sein. Nach dem mehr als holprigen Verkaufsstart des Berliner Tablets (wurde mehrmals verschoben), den schlechten Kritiken nicht nur in der Fachpresse, dem Rücktritt des Geschäftsführers (nach dem bekannt wurde, dass Helmut Hoffer von Ankershoffen unter falschen Namen übertrieben positive Bewertungen für das WeTab auf Amazon verfasst hat) und fehlenden (aber versprochenen) Features war dieser Schritt eigentlich zu erwarten – und in Augen vieler auch längst überfällig.

Doch zurück zur Zusammenarbeit mit dem Hamburger Verlagshaus: Auf Basis des eigenen Publishing-Systems WeMagazine sollte Neofonie für G+J diverse E-Magazine entwickeln. Als Plattform stand dabei nicht das iPad, sondern das WeTab im Vordergrund. Dies scheint sich nun geändert zu haben. Wie der Mediendienst Kress berichtet, gelte nun die Devise, so schnell wie möglich auf das Gerät zu kommen, das zweifelsohne bisher am meisten Markttauglichkeit besitzt. Und da gibt es derzeit nur eine Antwort: das iPad. Mit „Geo“ und „National Geographic“ sind vor ein paar Tagen bereits zwei Titel des Verlagshauses im AppStore aufgetaucht. An der „Stern“-App werde derzeit noch fleißig gearbeitet, heißt es.

Als Entwicklungsplattform kommt bei G+J nun das etablierte Publishing-System des niederländischen Anbieters WoodWing zum Einsatz. Diese Lösung nutzt übrigens auch der Schweizer Großverlag Ringier, der ebenfalls als Medienpartner von Neofonie im Gespräch war und seine Publikationen mit WeMagazine aufs Tablet bringen wollte.

Apple einigt sich mit Zeitungsverleger auf ein Abo-Modell auf dem iPad

Offiziell ist es noch nicht, doch wie eine gut informierte und vertrauenswürdige Quelle den Kollegen von Silicon Valley Mercury News verraten hat, wird Apple in Kürze eine neues Abo-Modell für Zeitungen und Zeitschriften auf dem iPad anbieten. Dies setzt allerdings voraus, dass Apple sich mit den Verlagen auf entsprechende Konditionen geeinigt hat. Das vermutet auch der Medien-Experte Roger Fiedler, der in dem Bericht zu Wort kommt. Demnach sind die Verleger sehr daran interessiert, das klassische Print-Vertriebsmodell auf das Apple-Tablet zu übertragen. Doch wie sieht die Vereinbarung zwischen Apple und den Verlagen aus? Fiedler geht davon aus, dass Apple 30 Prozent des Abo-Preises sowie 40 Prozent der Werbeeinnahmen für sich behält. Als Gegenleistung erhalten die Verlage mit ihren Zeitungen und Zeitschriften nicht nur Zugang auf das iPad, sondern durch eine Opt-in-Lösung auch Zugang auf die Benutzerdaten der Abonnenten. Diese hätten bei Abschluss eines Abos dann die Wahl, ob sie ihre Benutzerdaten an die Verlage weitergeben möchten oder nicht.

Auch ein weiterer Punkt in dem Mercury News-Bericht ist interessant. Demnach gehen die Verleger davon aus, dass das iPad auch in den nächsten Jahren den Tablet-Markt dominieren wird. Sollte die Konkurrenz (insbesondere Tablets auf Android-Basis) dann einen ähnlich Erfolg vorweisen können, sei dies eine gute Möglichkeit für die Verlage, mit Apple bessere Konditionen auszuhandeln.

Mitte Juni hatte die taz bereits einen Versuch unternommen, ihre Tageszeitung als iBook für 99 Cent im AppStore anzubieten. Allerdings scheiterte dieses Anliegen nach wenigen Tagen wegen technischer Probleme und Apple entfernte das Angebot schließlich wieder. Man freue sich über das innovative Herangehen, eine Tageszeitung als elektronisches Buch zu verkaufen, doch dafür sei der iBookstore nicht gedacht, so das Statement von Apple.

WoodWing: Digital Magazine Tools for iPad 1.4 erschienen

WoodWing hat eine überarbeitete Programmversion seiner Digital Magazine Tools für das iPad vorgestellt. Nach Angaben des niederländischen Unternehmens stattet die neue Version Publisher mit einer Vielzahl neuer Funktionen und Verbesserungen aus. Dazu gehören unter anderem scrollbare Seitenelemente, die Integration von Audio-Inhalten in Seiten und der Wechsel zum nächsten Artikel mit der Wisch-Funktion. Darüber hinaus bietet die Version 1.4 der Digital Magazine Tools neue Optionen für die Gestaltung von Inhaltsverzeichnissen beispielsweise als vertikale „Pop-up“-Liste, welche in einem eigenen Fenster dargestellt wird und die Artikel samt Bild und Inhaltsbeschreibung listet. Ein neuer Schieberegler in der Seitennavigation ermöglicht die Auswahl von Seiten ähnlich wie in iBooks. Elemente aus dem Web können in die Seite eingebettet, als Pop-Up in der Applikation oder in einem Web-Browser außerhalb der App dargestellt werden. Durch die Unterstützung individueller Seitenobjekte können Drittanbieter zudem eigene Funktionalität in den Code des digitalen Magazins integrieren. Damit lassen sich beispielsweise interaktive Kreuzworträtsel oder Sudokus realisieren.

Publishing auch gratis grandios: Historische Schätze der Bayerischen Staatsbibliothek als iPad-App

Beim iPad-Publishing richten sich die Augen auf die großen Namen der weltweit wirkenden oder national führenden Medienhäuser sowie die großen Markenkonzerne. Gewiefte öffentliche Institutionen wissen aber ebenfalls zu punkten. So hat die Bayerische Staatsbibliothek jetzt die App „Famous books – Treasures of the Bavarian State Library“ veröffentlicht, die einmalige Schätze der Buchkunst und bedeutende Handschriften aus bayerischen Landen wie aus aller Welt zugänglich macht.

Startseite von Famous Books mit Coverflow und Kategorien

Coverflow und Kategorien auf der Startseite

Die englisch- und nicht bayerischsprachige App hat ihr Angebot in mehrere Kategorien unterteilt, darunter UNESCO Welterbe, mittelalterliche Manuskripte, Bücher der Renaissance, Gutenberg, Frühe Moderne, orientalische und asiatische Schätze, Handschriften. Ein Video stellt die Staatsbibliothek als „eine der weltweit bedeutendsten Bibliotheken“ vor.

Zu den allgemein bekannteren Exemplaren zählen das Nibelungenlied, der Parzival, eine Gutenberg-Bibel und der Babylonische Talmud. Zu betrachten sind jeweils die einzeln eingescannten Seiten der Werke. Je nachdem, wie gut die Werke erhalten sind (und ob man die Sprache versteht und die altertümlichen Schriften beherrscht), kann man die Texte lesen – oder man erfreut sich an der handwerklichen Kunst.

Das Niblungenlied

Das Niblungenlied

Weniger führend ist die Umsetzung als App in ihrer ersten Version. Gelungen sind die Übersicht und die Kategorisierungen sowie das allerdings leicht stockende Coverflow-artige Durchblättern durch Beispielseiten der Werke. Weiterführende Informationen zu den einzelnen Werken werden nur marginal und nur auf Englisch geliefert, Links zu weiterführenden Informationen der einzelnen Bücher fehlen ganz.

Zum Betrachten ist eine permanente Internetverbindung notwendig. Selbst das Zurückblättern ruft bereits angeschaute Seiten erneut ab. Das erzeugt unnötig Netzwerklast und reduziert das Lesevergnügen, insbesondere wenn die Verbindung nicht die schnellste ist. Ein Weiterblättern ist erst nach dem Herauszoomen zurück in die Ganzseitenansicht möglich. Ein Umschalten der App auf andere Sprachen ist nicht vorgesehen.

Insgesamt ist bei aller Freude über die Leseschätze ein zügiges Update der App angebracht, sofern die Bayerische Staatsbibliothek bei der App-Qualität mit der ihrer Werke mithalten will.

Welcome to Corporate Publishing auf dem iPad

Corporate Publishing ohne den Einsatz digitaler Medien ist heutzutage beinahe undenkbar. Mittlerweile setzen 88 Prozent aller Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz auf elektronische Medien, so eine aktuelle Studie, die das Schweizer Markforschungsinstitut Zehnvier im Auftrag des Europäischen Instituts für Corporate Publishing (EICP) und des Forum Corporate Publishing (FCP) vor kurzem herausgab. Zukünftig kann erwartet werden, dass das iPad im Corporate Publishing ebenfalls eine große Rolle spielen wird. Medienexperten und Verantwortliche in Agenturen erwarten vom iPad und anderen TabletPCs vor allem neue Chancen für multimediale Bezahlinhalte, die auf herkömmlichen PCs bislang nicht oder nur zögerlich angenommen worden sind. Beispielhaft könnten aber auch Corporate Publishing Apps stehen, die zum Beispiel auf e-commerce Shops verweisen beziehungsweise diese bereits integrieren. Auch die Verbindung zu Unternehmens-Communities und die Integration von Social Media wird sicherlich ein weiterer Trend werden. Und am Thema Bewegtbild wird wahrscheinlich kein Unternehmen vorbeikommen, wenn es auf dem iPad Corporate Publishing Angebote bieten möchte.

Für Corporate Publishing Anbieter stellt das iPad eine Herausforderung dar, denn das gedruckte Magazin oder der Internet-Auftritt lässt sich nicht 1:1 auf das iPad übertragen. Unklar dabei ist aber immer noch, welche Kommunikations- und Inhaltskonzepte erfolgversprechend sind. Welche Inhalte müssen geschaffen werden, wie sollen sie auf dem iPad dargestellt werden? Vor allem Klein- und mittelständische Unternehmen sind verunsichert, denn die Komplexität in der Kommunikation steigt mit jedem neuen Kanal. Die ersten Unternehmen haben bereits Versuche unternommen, darunter auch die deutschen Autobauer BMW und Volkswagen. So hat die niederländische Agentur Readershous Brand Media vor kurzem für Volkswagen eine iPad-Version vorgestellt. Demnach war „The World of Volkswagen“ das erste europäische iPad-Magazin überhaupt. Die Agentur setzte bei der Umsetzung auf einen hohen Grad an Interaktivität. Und auch „adeyaka’, das vielfach preisgekrönte Kundenmagazin des japanischen Premium-Automobilherstellers Infiniti, ist bereits in einer speziell für das iPad entwickelten Version verfügbar.

Aber nicht nur die Autobauer machen mobil, auch Dienstleistungsgesellschaften wie Roland Berger nutzen das iPad für ihr Corporate Publishing. Ende Juni launchte das international agierende Beratungsunternehmen in Zusammenarbeit mit BurdaYukom sein Magazin „Think:Act“ für das iPad. Konzipiert wurde das Medium eigens zum renommierten New York Forum, an dem rund 400 Top-Entscheider und Intellektuelle teilnehmen. Während des Forums erhalten die Teilnehmer aktuelle Informationen über iPads – inklusive der neuen Think:Act Ausgabe. Einen Einblick erhält man über das pdf, das für alle User bereit steht.

iPad-Nutzer haben jedenfalls die Nase vorn, wenn es um neue Angebote im Coporate Publishing geht. Wir dürfen uns auf tolle interaktive Inhalte freuen, die für Unterhaltung sorgen. Und dass sich die Unternehmen mit hochwertigen Inhalten nicht zurückhalten werden, ist bekannt. Einen Wermutstropfen muss man allerdings noch schlucken. Alle getesteten Magazine sind Datenmonster. Um ein Beispiel zu nennen: Das „adeyaka“-Magazin belegt knapp 500 Megabyte Speicherplatz auf dem iPad.

Digitale Inhalte auf dem iPad werden immer beliebter

Der digitale Wandel von Print zu Online nimmt immer mehr Fahrt auf. Wie eine aktuelle Umfrage von Qmags unter 170.000 Lesern zeigt, erfreuen sich digital aufbereitete Inhalte zunehmender Beliebtheit. Klarer Verlierer sind in diesem Fall die klassischen Print-Medien. Die Gründe für die Verschiebung dürften auf der Hand liegen. So sind digitale Inhalte früher verfügbar, können leichter archiviert werden, schonen die Umwelt und können zudem besser durchsucht werden. Interessant ist auch, was die Leser über diese Publikationsform denken. Demnach ist die überwiegend Mehrheit der Leser entweder zufrieden oder sehr zufrieden mit der Art, wie die Inhalte präsentiert werden. In Anbetracht dessen, dass viele Magazine und Zeitungen auf dem iPad eine 1:1-Umsetzung der Print-Inhalte darstellen und häufig ganz auf interaktive Darstellungsmöglichkeiten verzichten, ist dieses Ergebnis meiner Meinung nach doch etwas verwunderlich.

Die Umfrage-Ergebnisse im Detail:

  • Digitale Ausgaben werden gelesen. Über 60 Prozent der Befragten gaben an, zwischen drei und vier digitale Magazine/Zeitungen/Zeitschriften zu lesen. Die durchschnittliche Lesezeit beträgt zwischen 15 und 45 Minuten.
  • Das Interesse an mobilen Readern und Multimedia-Tablets, insbesondere dem Apple iPad, wächst. Zwei Drittel der Befragten gaben an, dass sie es vorziehen, ihre Zeitschriften auf einem Desktop oder Laptop zu lesen. 17 Prozent der Leser greifen bereits jetzt schon auf das iPad oder auf den Kindle zurück, um digitale Inhalte zu konsumieren.
  • Die Verwendung von Rich Media ist von großer Bedeutung. Besonders gefragt sind (natürlich) Video-Inhalte.
  • Knapp 80 Prozent der befragten Leser gaben an, dass sie digitale Zeitschriften lesen, um ihren Beruf besser nachgehen zu können. Beliebt sind scheinbar auch Verlinkungen. 60 Prozent nutzen die vorgeschlagenen Links, um mehr zu einem Thema zu erfahren. Ähnlich ist auch das Klickverhalten in puncto digitaler Werbung. Fast jeder Zweiter gab ab, auch auf die Anzeigen zu klicken.
  • Mehr als drei Viertel der Leser ziehen es vor, ihre Zeitschriften komplett herunterzuladen. Deutlich mehr Leser übrigens, die angaben, die Inhalte lieber via Browser zu konsumieren. Interessant in diesem Zusammenhang dürfte auch sein, dass die meisten Leser die Inhalte nicht sofort lesen, sondern erst im Laufe einer Woche.
  • Der beste Zeitpunkt zur Veröffentlichung frischer digitale Inhalte ist übrigens der Montagmorgen beziehungsweise der Freitagmorgen.