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Tablet-PCs verdrängen Desktop-Computer: Absatz schwindet

Seit einiger Zeit ist es nicht mehr unbedingt nötig, einen Desktop-PC zuhause zu haben, denn Smartphones oder Tablet-PCs laufen dem heimischen PC ein wenig den Rang ab. Verbraucher, die dennoch einen Desktop-PC ihr Eigen nennen, behalten diesen deutlich länger als noch vor Zeiten des „Mobile Computing“-Booms. Das lähmt den Markt. Nur die Unternehmen zeigen sich ob des Trends unbeeindruckt und geben weiter Geld für Desktop-PCs aus.

Während der ersten drei Monate des Jahres 2011 wurden rund 1,1 Prozent weniger Desktop-Computer abgesetzt als im Vorjahr. Die US-Marktforscher Gartner stellten einen Rückgang auf nur noch 84,3 Millionen Geräte fest. Meike Escherisch sieht als Grund für den Absatzschwund die Tatsache, dass viele Verbraucher lieber ein wenig mehr Zeit ins Land gehen lassen und Anschaffungen bis auf das Release einer Neuerscheinung hinauszögern. Als Beispiel sind hier neue Smartphones oder das neue iPad 2 zu nennen. Bei Unternehmen ist die Nachfrage nach neuen Desktop-PCs dagegen ungebrochen hoch.

Weitere Faktoren, die die Zurückhaltung bei Desktop-Computern beeinflussen, sind die vielerorts ungewisse wirtschaftliche Lage sowie die Tatsache, dass Programme zwar nachwievor leistungshungriger werden, allerdings nicht mehr so schnell wie früher. Daher bleiben ältere PCs durchschnittlich länger im Einsatz, da ihre Leistung insbesondere für Standardaufgaben länger vorhält. Auch werden andere im Haushalt stehende Elektrogeräte immer öfter zur Konkurrenz für die klassischen Einsatzgebiete der Desktop-Computer. So kann heutzutage jede moderne Spielekonsole, der Fernseher, das Smartphone oder der Tablet-PC im Web surfen oder Text- und PDF-Dokumente öffnen oder bearbeiten.

Auch der vor einiger Zeit noch aufstrebende Markt der Netbooks verlor besonders. Bei Unternehmen verhält sich der Trend dagegen umgekehrt: Die vorhandenen Geräte sind mittlerweile zu alt und auch das Abwarten, das nach dem Release von Windows 7 im Jahr 2009 einsetzte, ist nun vorbei und die Software wird standardmäßig auf neuen Geräten eingerichtet. Diese kontinuierliche Nachfrage wird laut Gartner-Analysten bis nach 2012 anhalten.

Die günstigen PC-Hersteller wie Acer und Asus verloren besonders kräftig und verkauften rund 1,5 Millionen Geräte weniger als 2010. Hewlett-Packard liegt mit 17,6 Prozent Gesamt-Marktanteil unangefochten an der Spitze.

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