Spiegel iPad-App: 15.000 Leser pro Woche lassen Verlagskassen klingeln

In der letzten Woche haben wir hier im Blog noch über die iPad-App der Financial Times berichtet, mit der der Verlag in vergangenen fünf Monaten rund 1,2 Millionen Euro Werbeerlöse generieren konnte und diesen „digitalen Weg“ auch in den kommenden Monaten konsequent weitergehen möchte. Auch die britische Times hat sich kürzlich dazu zu Wort gemeldet. Von deutschen Verlagen erfährt man zu diesem Thema bislang wenig. Seit den Medientagen in München gibt es allerdings eine Ausnahme. Katharina Borchert, Geschäftsführerin von Spiegel Online, zog dort eine erste Bilanz der iPad-Aktivitäten des Verlages – und präsentierte dem Publikum auch einige interessante Zahlen. Demnach verkauft sich die App pro Woche rund 15.000 Mal. Die Reichweite sei zwar im Vergleich zur gedruckten Ausgabe verschwindend gering, sie genüge aber, um damit bereits im ersten Jahr nach dem Launch Geld zu verdienen. Man habe zwar zum Start an die Chancen der neuen Plattform geglaubt, aber dass dieses Ziel so schnell erreicht werde, habe die Verantwortlichen doch überrascht.

Grund für den schnellen wirtschaftlichen Erfolg (Einnahmen aus dem Verkauf einer einzelnen digitalen Ausgaben sowie aus der Werbevermarktung) sei unter anderem der geringe Aufwand, die iPad-App mit Inhalten zu bestücken. So speise sich das Angebot hauptsächlich automatisch über das Redaktionssystem des Verlages. Trotz des wirtschaftlichen Erfolges sei der Tablet aber kein alleiniger Heilsbringer der Branche – zu groß seien die Rückgänge im Printgeschäft.

(via Horizont)

Ein Gedanke zu „Spiegel iPad-App: 15.000 Leser pro Woche lassen Verlagskassen klingeln

  1. Dieter

    Ich findes es super, dass klassische Unternehmen wie Spiegel in neuartige Marketingmaßnahmen investieren. Das Internet ist die Zukunft! Weiter so …

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