Interpad Home erneut verschoben, wird dafür aber mit Android 3.0 (Honeycomb) ausgeliefert

Es gibt Neuigkeiten vom Kölner Tablet-Hersteller e-noa. Anfang November gab das Unternehmen via Pressemitteilung bekannt, dass das Interpad Home, welches eigentlich pünktlich zu Beginn des Weihnachtsgeschäfts auf den Markt kommen sollte, aufgrund der „hohen internationalen Nachfrage und eines geplanten parallelen Markteintritts in weiteren Ländern“ erst Mitte Januar zu haben sein wird.

Während auf der Consumer Electronic Show (CES) in Las Vegas Hersteller wie Motorola, NEC, Asus, RIM oder Notion Ink unter großem Beifall ihre Tablet-Neuheiten vorgestellt haben, blieb es um das Interpad ziemlich ruhig: keine Vorbereitungen für den Verkaufsstart in der kommenden Woche, keine Pressemitteilung zum noch nicht veröffentlichten Vertriebskonzept und kein Update der Homepage. Auch auf der Facebook-Seite des Herstellers gab es von offizieller Seite her nichts Neues zu berichten. Dies änderte sich aber vor wenigen Stunden. In einem Status-Update teilte Geschäftsführer Yilmaz Kilic mit, dass sich der Marktstart des Interpad erneut verzögern wird, da das Kölner Tablet mit Android 3.0 (Honeycomb) ausgeliefert werde.

Anbei der Original-Wortlaut der Meldung:

Hallo Zusammen!
Interpad wechselt zu Honeycomb.

Wie bereits auf der CES in Las Vegas abzusehen war steht Android 3.0 kurz vor der Fertigstellung. Eine Auslieferung mit der Android 2.2 Version halten wir daher nicht mehr für sinnvoll. Wir haben uns aus diesem Grund entschieden, das Interpad mit Android 3.0 auszuliefern und… führen unsere Entwicklungen in dieser Richtung weiter.

Wir freuen uns auf euer Feedback.

Obwohl ich diese Entscheidung einerseits durchaus nachvollziehen kann, ist auf der anderen Seite die Enttäuschung über die erneute Verschiebung des Verkaufsstarts groß. Nach dem WeTab-Debakel geht zudem die Angst um, mit dem Interpad eine ähnliche Bruchlandung hinzulegen, zumal der Hersteller bis zuletzt noch an dem finalen Schliff seiner von Studenten der RWTH Aachen entwickelten Benutzeroberfläche gearbeitet hat und Gerüchten zufolge das Vertriebskonzept des Interpad Home wohl doch noch nicht wie erhofft in trockenen Tüchern stecken soll.

Kein Wunder also, wenn der eine oder andere Facebook-Nutzer mittlerweile nicht mehr daran glaubt, dass das Kölner Tablet überhaupt noch auf den Markt kommt. „Jetzt mal im Ernst: Während ihr entwickelt und entwickelt, machen andere mit konkreten Geräten das Geschäft. Wie soll das funktionieren? Wartet noch 2 bis 3 Monate, dann braucht ihr gar nichts mehr zu entwickeln“, kommentierte ein Nutzer unter dem Status-Update und bringt die Sache damit ziemlich auf den Punkt wie ich finde. Jetzt ist der Hersteller e-noa um so mehr gefragt, Antworten zu geben, Vertrauen zu schauen und die Nutzer (zum Beispiel über Facebook) am weiteren Entwicklungsprozess des Interpad zu beteiligen. Ansonsten sehen die Erfolgschancen nicht gerade rosig aus, denn die Konkurrenz schläft bekanntlich nicht. Zudem sollte der Hersteller sein ebenfalls angekündigtes Interpad Street (mit UMTS-Modul) noch einmal überdenken und überlegen, ob es nicht sinnvoll ist, nur ein Gerät anzubieten beziehungsweise beide Modelle zeitgleich zu launchen – und nicht um ein paar Monate versetzt wie geplant.

Ich drücke den Jungs jedenfalls die Daumen, zumal der erste Eindruck (Hands-on Video) von dem Gerät eigentlich ganz gut war.

2 Gedanken zu „Interpad Home erneut verschoben, wird dafür aber mit Android 3.0 (Honeycomb) ausgeliefert

  1. Denny Fischer

    Ich denke das wars, auch wenn es dann mit Honeycomb kommt. Bis dahin fliegen hier die Tablets der großen Hersteller ein und dann weiß keiner mehr etwas vom Interpad.

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