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HP Touchpad im Test: Palm Pre-Nutzer finden sich gleich zurecht

Die Kollegen von stereopoly.de hatten am Freitag die Gelegenheit, das neue TouchPad von HP live zu testen. Der erste Eindruck verlief durchaus positiv, denn gerade diejenigen, die bereits mit dem Palm Pre gearbeitet haben dürften sich ob der ähnlichen Bedienoberfläche schnell zuhause fühlen.

Auch das vom Pre bekannte Bedienkonzept wurde auf das TouchPad übertragen und funktioniert sehr gut – auch außerhalb des sichtbaren Bildschirmbereiches. Die Gestensteuerung unterstützt den Spieltrieb der meisten Tablet-Nutzer wunderbar. Nur wer vorher Geräte mit iOS oder Android besaß, muss wohl ein kleines Tutorial in der Gestensteuerung auf sich nehmen. Das ist anzuraten, denn das Tablet wird am effektivsten über die Gestensteuerung bedient.

Die Kopplung von Palm Pre und HP TouchPad ist pfiffig gelöst, allerdings trotzdem etwas fummelig. Wer die Geräte koppeln will, muss das Pre an eine bestimmte Stelle des TouchPad halten – der Rest läuft von alleine. Die verbaute Hardware ist zwar höherwertiger als die des iPad 2, allerdings sind dennoch Wartezeiten und Hänger zu verzeichnen – anders als beim Konkurrenzprodukt von Apple. Als Begründung wurde die Unausgereiftheit der Software angegeben, die sich mit Erreichen der Serienreife bessern soll. Das Testgerät war laut Systeminfos mit webOS 3.0.0 ausgestattet.

HP Touchpad

HP Touchpad

Der verbaute Akku ist mit 6.300 mAh leicht schwächer als der des iPad 2. Bei normaler Nutzung konnte man die Entladung des Akkus langsam beobachten. Innerhalb von einer dreiviertel Stunde „leichter“ Nutzung wie im Web surfen oder mit der Oberfläche spielen büßte der Akku 9 Prozent seiner Leistung ein, sodass sich eine „rechnerische“ Akku-Laufzeit von 8,3 Stunden ergibt.

Die Abmessungen des Displays bzw. dessen Auflösung sind mit 9,7 Zoll und 1.024 x 768 Punkten identisch. Zwar wirkt die Farbwiedergabe naturgetreu und kann mit der des iPad 2 mithalten, allerdings erscheint Text aus PDF- Dokumenten etwas flau. So scheidet das TouchPad als eBook-Reader aus, zumal das Gerät mit 740 g erheblich mehr auf die Waage bringt und daher immer auf dem Schoß gehalten werden will. Andere Tablets dieser Größe haben allerdings das gleiche Problem.

Das HP TouchPad besitzt entgegen vieler Konkurrenten nur eine Kamera auf der Frontseite für Videochats. Eine rückwärtige Kamera fehlt hingegen. Ob das ein Vorteil oder Nachteil ist, muss jeder selbst entscheiden. Ein Problem ist die WebOS-Oberfläche von HP, denn das Angebot an Apps ist vergleichsweise mau. Dem ist sich HP bewusst und versucht zunächst, bevorstehende Veröffentlichungen wie „Angry Birds“ oder eine App der „New York Times“ recht aggressiv zu pushen. Ob das reicht, um den Misstand an Apps in kurzer Zeit zu beheben, ist fraglich.

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