HP Touchpad

Hewlett Packard unter Zugzwang – Preise für Touchpads in den USA gesenkt

HP hat am vergangenen Wochenende eine Rabattaktion gestartet, um den Verkauf seiner Tablet PCs anzukurbeln. Das scheint HP auch nötig zu haben, denn bisher schwächelt der Absatz des HP TouchPads. Für Tablet-Käufer scheint das TouchPad keinen Anreiz zum Kauf zu bieten, denn im Gegensatz zu Apple ist der App Store für das auf webOS laufende Tablet viel zu klein.

Die Rabatt-Aktion kam überraschend und kann daher als verzweifelter Versuch angesehen werden, den Verkauf des TouchPads anzukurbeln. Die zwei TouchPads waren zwischen dem vergangenen Freitag und Sonntag ganze 100 US-Dollar unter dem Listenpreis in HPs Webstore und bei vielen Händlern zu bekommen. Obwohl das Gerät damit sogar 100 Dollar unter dem Listenpreis des stärksten Konkurrenten iPad 2 von Apple lag, wurde der Rabatt ab Montag um 50 Dollar reduziert. Die Rabatt-Aktion soll laut HP bis Ende September laufen. Für Käufer, die bereits ein TouchPad zum alten Preis erworben haben, verspricht HP einen Gutschein in Höhe von 50 Dollar, der im HP-Onlineshop für den Einkauf von Software genutzt werden kann.

Auf anderen Märkten scheint die Aktion dagegen nicht zu greifen, denn HP bietet die sich in der Festplattengröße unterscheidenden zwei Tablets in Deutschland unverändert für 479 bzw. 579 Euro an.

Hewlett Packard versucht als letzter der großen Tablet-Hersteller einen Fuß auf den hart umkämpften Tablet-Markt zu bekommen und gegen den dominierenden Hersteller Apple Boden gutzumachen. Die Entscheidung, bei seinem Tablet auf das hauseigene Betriebssystem webOS zu setzen, ist einerseits zwar nachvollziehbar, jedoch könnte sich dies als Trugschluss erweisen:

HP Touchpad

HP Touchpad

webOS scheint noch etwas „buggy“ zu sein. Viele Funktionen, die das Tablet bieten soll, werden erst mit dem nächsten großen webOS-Update verfügbar sein. Die Anzahl der verfügbaren Apps ist zudem sehr gering, um Apple mit dem iPad 2 erfolgreich paroli bieten zu können. webOS muss sich offenbar erst einen Namen machen, bevor Softwareentwicker das OS für bedeutend genug erachten und Apps dafür entwickeln. Durch die Gutschein-Aktion versucht HP rechtzeitig vor Beginn des Weihnachtsgeschäfts, den Verkauf anzukurbeln, um Entwickler zu überzeugen.

Die Absatzzahlen im zweiten Quartal sind massiv eingebrochen. Endkunden entscheiden sich mittlerweile verstärkt für Tablet PCs und nicht mehr für klassische Desktop PCs, Laptops oder Netbooks, worunter auch HP als einer der führenden IT-Unternehmen weltweit zu leiden hat.

Laut dem Marktforschungsinstitut Canalys hat Apple dank des durchschlagenden Erfolges seiner beiden Tablet-PCs iPad und iPad 2 mit 13,6 Prozent Marktanteil bereits zum weltweit größten PC-Hersteller Hewlett Packard aufgeschlossen (15,7 Prozent). Dell folgt auf Platz drei. Wie der Abstand zwischen Hewlett Packard und Apple verdeutlicht, ist Apple drauf und dran, HP vom Thron zu verdrängen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *