Digitale Zeitungen und Zeitschriften dürfen weder Ersatz noch Kopie des Printtitels sein

Die Strategien und Geschäftsmodelle von im Internet vertretenen Zeitungen haben bisher nur selten gefruchtet. Ihr Feldzug zur Eroberung des Internets wird aber immer erfolgreicher. Für Nutzer werden die Portale von Printtiteln zunehmend zur Anlaufstelle und höher frequentiert als bisher, wie die Newspaper Association of America anhand von comScore-Daten aufzeigt. Allerdings müssen sich die einzelnen Blätter im Web neu erfinden. Gegenüber den gedruckten Ausgaben sollten sie online einen Mehrwert bieten. „Zeitungen und Zeitschriften im digitalen Format dürfen weder Ersatz noch Kopie des gedruckten Pendants sein“, bestätigen Experten. Sowohl hinsichtlich Inhalt als auch Grafik und Interaktivität sollten sich die Titel im Internet daher von den Druck-Exemplaren abheben. In ihrer Darstellung müssen sich die Zeitungen „den Funktionalitäten von Smartphone bis TabletPC anpassen und so gut sein, dass neue, digital-affine Segmente erschlossen werden und Print-Abonnenten bereitwillig ein Doppel-Abo beziehen“, heißt es. So können die Verleger im Doppelpack mehr Leser erreichen.

Während deutsche Medienhäuser mit ihrer digitalen Strategie nach wie vor weitgehend hinterher hinken, erweisen sich die US-Online-Ausgaben bereits als Publikumsmagneten. Insgesamt verzeichneten die Herausgeber laut comScore allein im September 102,8 Mio. einzelne Besucher. Mit 61 Prozent entspricht dies fast zwei Drittel aller erwachsenen Internet-User. Die Zeitungs-Websites erreichen bereits mehr als jeden zweiten 25- bis 34-Jährigen.

Tagtäglich besuchen im Schnitt rund 20 Millionen Websurfer die Online-Präsenzen der Zeitungen. Der Durchschnittsuser ruft die Portale dabei im Monat 8,5 Mal auf. Insgesamt haben die Nutzer im September 3,3 Milliarden Minuten auf den Webseiten verbracht und über vier Milliarden Seitenabrufe generiert.

(via pressetext.de)

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