Das Netto-Pad: 99 Euro-Tablet von Jay-Tech im Test

Mit preisgünstigen Tablets ist das immer so eine Sache und nicht selten ist die Freude über das neue Stück Technik nur von kurzer Dauer. Der Internetprovider 1&1 hat mit seinem Smartpad (hab es anfangs nur für DSL-Kunden, später für 199 Euro auch im freien Verkauf) keine wirklichen guten Erfahrungen gemacht. Auch der Internetversender Pearl kann mit seinem Touchlet X2 Tablet für 170 Euro ein Liedchen davon singen. Nichts desto trotz versuchen es einige Unternehmen immer wieder, vom Tablet-Boom zu profitieren und ebenfalls mit einem Billig-Tablet an den Start zu gehen. Auch der Lebensmittel-Discounter Netto ist auf den Zug aufgesprungen und bietet mit dem Netto-Pad seit dem 17. Januar ein 7 Zoll Android-Tablet von Jay-Tech (Modell PID 7901) zum Kampfpreis von 99 Euro an. Zur Ausstattung gehören neben dem 7 Zoll Touchscreen (kein Multitouch, Auflösung 800 mal 480 Pixel) zwei GB Speicherplatz (lässt sich per SD-Karte auf 16 GB aufrüsten), eine WLAN-Schnittstelle, eine 300 MHz CPU (VIA WM8505) sowie 128 MB Arbeitsspeicher. Als Betriebssystem kommt die nicht mehr aktuelle Android-Version 1.6 zum Einsatz.

Johnny Haeusler von Spreeblick hat sich das Tablet einmal näher angeschaut – und nach einem kurzen Test gleich wieder zur Netto-Filiale zurückgebracht. Sein Fazit: Probleme bei der Hardware-Einrichtung (insbesondere der WLAN-Verbindung), schlechte Navigation (von der Übersetzung einzelner Menüpunkte mal ganz zu schweigen), ein wenig akkurate Bedienung, billige Verarbeitung des Tablet-Gehäuses und zu guter Letzt noch fremde Nutzerdaten auf dem Netto-Pad. Wie es den Anschein hat, wurde ihm ein gebrauchtes Gerät verkauft. Zu einem ähnlichen Urteil kam übrigens auch Sascha Pallenberg in seinem Blogpost Anfang November letzten Jahres. Hier bot die Drogeriemarkt-Kette Rossman das Jay-Tech-Tablet (für 139 Euro übrigens) an.

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