Kategorie-Archiv: webOS

HP Touchpad

Hewlett Packard unter Zugzwang – Preise für Touchpads in den USA gesenkt

HP hat am vergangenen Wochenende eine Rabattaktion gestartet, um den Verkauf seiner Tablet PCs anzukurbeln. Das scheint HP auch nötig zu haben, denn bisher schwächelt der Absatz des HP TouchPads. Für Tablet-Käufer scheint das TouchPad keinen Anreiz zum Kauf zu bieten, denn im Gegensatz zu Apple ist der App Store für das auf webOS laufende Tablet viel zu klein.

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HP TouchPad

HP gibt Preise und Verfügbarkeit des HP TouchPad bekannt

HP hat am vergangenen Freitag die Preise sowie die Verfügbarkeit des TouchPad in der Wi-Fi Version veröffentlicht: Ab der ersten Juliwoche 2011 ist das erste Tablet mit dem HP webOS Betriebssystem zu einem Preis von 479 Euro in der 16 GB-Version und in der Variante mit 32 GB Speicher für 579 Euro in Deutschland erhältlich (unverbindliche Preisempfehlung, inklusive Mehrwertsteuer). Neben dem HP Store sollen auch ausgewählte Einzelhändler und Reseller beide Versionen in ihrem Programm haben.

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HP Touchpad im Test: Palm Pre-Nutzer finden sich gleich zurecht

Die Kollegen von stereopoly.de hatten am Freitag die Gelegenheit, das neue TouchPad von HP live zu testen. Der erste Eindruck verlief durchaus positiv, denn gerade diejenigen, die bereits mit dem Palm Pre gearbeitet haben dürften sich ob der ähnlichen Bedienoberfläche schnell zuhause fühlen.

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Video vom HP TouchPad aufgetaucht – Vergleich zum Apple iPad

Zwar dauert der offizielle Release des HP TouchPads noch – frühestens im April, offiziell jedoch erst im Sommer soll das Tablet vorgestellt werden – allerdings ist das erste Tablet mit webOS-Betriebssystem bereits auf einem vietnamesischen Blog aufgetaucht. Dabei sind sowohl bewegte als auch statische Bilder zu sehen, gerade letztere sind mit einer umfangreichen Fotostrecke zahlreich vertreten. Das Video zeigt zwar einen Prototypen, dieser macht jedoch bereits einen soliden und stabilen Eindruck.

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HP TouchPad: Die Details zum WebOS-Tablet und ein Kommentar

Wer die HP-/Palm-Veranstaltung auf unserem Twitter-Account verfolgt hat, konnte sich des Gefühls nicht erwehren, das alles schon einmal erlebt zu haben. Indirekt wurde immer wieder der Vergleich mit dem iPad gezogen, was das künftige HP TPad TouchPad alles besser könne (true Multitasking, Flash, USB…), dass man in einigen Monaten ein fertiges Gerät auf den Markt bringen würde. Selber Ausprobieren war im Anschluss nicht erlaubt. Fehlte eigentlich nur noch eine Windows 7-Warnmeldung auf einem Demo-Gerät und das WeTab-Gefühl wäre perfekt gewesen.

Aber HP und Palm sind nicht Neofonie oder 4tiitoo, sondern haben Jahrzehnte mehr an Erfahrung in Hard- und Software-Entwicklung als die WeTab-Macher. Nehmen wir das Gerät und die Plattform also Ernst, insbesondere weil HP zum Schluss der Veranstaltung noch einen Kracher parat hatte, aber dazu später mehr.

Zunächst zum Gerät und anschließend Einzelheiten zu seinem Betriebssystem. Das TouchPad von HP (Homepage derzeit hier) ähnelt nicht nur auf den ersten Blick in vielen Eigenschaften dem ersten iPad und geht, ein Jahr nach Vorstellung des erfolgreichen Finger-Tablets von Apple, teilweise darüber hinaus.

Der Bildschirm unterstützt Multitouch, ist mit 9,7 Zoll und 1024×768 genauso groß, Gewicht und Maße sind nahezu identisch (740, iPad 3G 730 Gramm), eingebaut sind WLAN 802.11b/g/n und Bluetooth (mit Stereo-Support), 16 oder 32 GB interner Flash-Speicher, sowie Beschleunigungs- und Lichtsensor. Wie beim iPad gibt es eine Variante mit 3G-Modul, die auch ein GPS-Modul enthält. Die nicht näher beschriebene Batterie verfügt über eine Kapazität von 6300 mAh (iPad: Lithium Polymer mit ca. 6600 mAh), so dass, vorsichtig geschätzt, eine Laufzeit von über acht Stunden erreichbar sein sollte. Besonders hervorgehoben hat HP die Stereo-Lautschsprecher von Beats, die bereits in andere HP-Notebooks eingebaut sind.

HP TouchPad

Deutliche Unterschiede zeigen sich erwartungsgemäß beim Prozessor und Speicher. Das TouchPad verfügt über einen Doppel-Prozessor von Qualcomm mit je 1,2 GHz Taktung sowie über 1 Gigabyte Arbeitsspeicher. Hier liegen die Werte vom iPad mit 1 GHz Einzel-CPU und 256 MB RAM deutlich zurück. Aber im Sommer, wenn das TouchPad in der WLAN-Version erscheint, wird das zweite iPad der Maßstab sein, das ähnliche Werte aufweisen wird. Vorhanden ist zudem ein Micro-USB-Anschluss.

HP spendiert dem TouchPad eine 1,3 Megapixel-Kamera auf der Bildschirmseite für Video-Anrufe. Das erste iPad hat keine, das zweite wird eher eine höher auflösende Kamera haben.

Das Betriebssystem WebOS unterstützt Adobe Flash (derzeit Beta 10.1) und „echtes Multitasking“, erlaubt das Sammeln von Anwendungen in „Cards“ (Karten) genannten Stapeln, bietet „in WLAN-Umgebungen“ das Senden und Empfangen von Instant Messenges und SMS, Voice- und Video-Telefonie („in Zusammenarbeit mit Skype“).

Recht gelungen erscheinen ein Cloud-basierter Synchronisierungsdienst, der MobileMe von Apple ähnelt und Kalender, Emails und Kontakte zwischen Geräten abgleicht, an denen man sich mit einem Palm-Account angemeldet. Die Mail-App eignet sich für Exchange-, POP- und IMAP-Konten.

Nutzt man ein gestern ebenfalls vorgestelltes Smartphone mit WebOS, kann man bei Berührung Webseiten-URLs, Textnachrichten und Telefonanrufe auf das TouchPad übertragen („HP TouchStone“).

Offengeblieben sind zwei wesentliche Fragen nach Verkaufsstart und Preis. HP spricht vom „Sommer“ für die WLAN-Variante, der Heise-Newsticker berichtet von einem „unter Hand genannten“ Launch im Juni. Das TouchPad mit 3G soll laut HP-Website „später“ erscheinen. Auch das kennt man vom ersten iPad.

Kommentar

Für ein abschließendes Urteil ist es noch viel zu früh. Die Software ist noch nicht fertig, das Gerät erst im Sommer auf dem Markt und die Konkurrenz bis dahin wesentlich größer als heute. Aus diesem Grunde, und weil man die Reaktionen in Presse und potentieller Kundschaft auswerten will, hat HP noch keinen Preis genannt.

Innovativ, die Kernkompetenz von HP aus früheren Zeiten, ist an dem Gerät aber zu wenig, so sehr hat sich HP bei Gestaltung und Ausstattung am iPad orientiert. Wer sich aus grundsätzlichen Erwägungen nicht auf Apple einlassen will („goldener Käfig“), wird das TouchPad neben bis dahin verfügbaren Android-Tablets aber sicher in die engere Wahl ziehen – wenn es hält, was gestern versprochen worden ist.

Mehr Fragen als Antworten gibt es beim Betriebssystem WebOS. HP hat zum Abschluß Microsoft einen verbalen Schlag verpasst mit der Ankündigung, das Betriebssystem nicht nur auf Smartphones, Finger-Tablets und Druckern, sondern auch auf PCs einzusetzen. Ein Kracher, eine Nachricht mit potentiell großen Auswirkungen. Doch gab es keine tiefergehenden Informationen, so dass über die Ernsthaftigkeit nicht viel gesagt werden kann. Hat HP langfristig das Ziel, Windows zu ersetzen? Ist eine WebOS-Variante als optischer Aufsatz von Windows-Rechnern mit Touch-Unterstützung gedacht? Geht es um ein Ökosystem für Consumer oder für Business-Kunden? Spannend wird es in Betriebssystem-Welt allemale.

Palm hat auf YouTube eine Aufzeichnung der Veranstaltung veröffentlicht:

HP webOS Think Beyond Event (February 9th, 2011)

HP TouchPad vs. Apple iPad vs. Motorola Xoom vs. BlackBerry PlayBook

Gestern Abend hat Hewlett Packard sein neues webOS-Tablet, das HP TouchPad, vorgestellt. Grund genug, sich die technischen Daten einmal etwas genauer anzuschauen, dachten sich jedenfalls die Kollegen bei Engadget – und wo sie schon einmal dabei waren, haben sich auch gleich die Datenblätter vom Apple iPad, vom Motorola Xoom und vom BlackBerry PlayBook gegenüber gestellt. Das iPad macht als ältestes Modell in diesem Vergleich zwar keine so gute Figur, aber was soll’s. In Kürze stellt Apple sein zweites Tablet vor und dann sieht der Vergleich vom Ergebnis sicherlich schon wieder ganz anderes aus.

Der Countdown läuft – webOS Event heute ab 19 Uhr aber ohne Livestream

Nur noch knapp über 11 Stunden müssen wir uns gedulden, dann präsentieren HP und Palm ihr neues Produktportfolio in Form von Smartphones und Tablets. Schwer erwartet wird natürlich das erste webOS Tablet Topaz und inwieweit HP webOS weiter aufbohren konnte um mit der Konkurrenz Stand zu halten.

Leider gibt es zum Event heute Abend keinen Stream, das bestätigte gestern Lisa Brewster via Twitter und enttäuscht wahrscheinlich nicht nur mich, ich war in letzter Zeit schon immer genervt das es beispielsweise keinen Stream zu Apple Events gab oder diese nur für bisherige Apple Kunden zur Verfügung standen, es wird sich zeigen ob diese „Geheimhaltung“ den gleichen Effekt wie bei der Konkurrenz aus Cupertino hervorbringt.

UPDATE: Einen englischsprachigen Livestream gibt es unter anderen bei den Kollegen von mobilcrunch.com. Auch engadget.com berichtet live vor Ort.

(via mobiFlip)

HP zeigt 9 Sekunden Video-Teaser zum anstehenden webOS Event

Am 9. Februar ist es soweit, HP wird in de kommenden Woche neue webOS-Geräte präsentieren, unter anderem auch mindestens ein Tablet. Jetzt macht es der Hardware-Hersteller noch ein wenig spannender und veröffentlicht ein nur 9 (!!) Sekunden laufenden Teaser, welcher nur zwei, drei Stellen eines noch unbekanntes Devices zeigen.

Es bleibt spannend, ob HP die Krise von Palm beenden kann. Palm konnte sich mit den Smartphones Pré und Pixi leider nicht aus der Versenkung holen, obwohl das Betriebssystem webOS unserer Meinung ein großes Potenzial hat. Es muss nur genutzt werden. Bisher aufgetauchte technische Daten – beispielsweise vom HP Palm Topaz Tablet – findet ihr hier.

(via mobiFlip)

HP Palm Topaz Tablet: Datenblatt und weitere Bilder

Eigentlich war ich davon ausgegangen, dass Hewlett Packard auf der CES 2011 in Las Vegas Anfang Januar endlich mal seine neuen webOS-Tablets vorstellen wird. Dem war allerdings nicht so, stattdessen verschickte der Hersteller Einladungen für ein eigenes Event am 9. Februar in San Francisco. Vor ein paar Tagen sind bei den Kollegen von Engadget die ersten Informationen sowie mehrere Bilder der neuen HP-Tablets aufgetaucht. Dem US-Blog precentral.net sind jetzt weitere Informationen – darunter das komplette Datenblatt des HP Palm Topaz Tablets sowie Details zum induktiven Laden des Tablets (Stichwort: Touchstone V2) – zugespielt worden.

  • Dualcore 1,2 GHz CPU (Qualcomm MSM8660)
  • Adreno 220 GPU
  • 9,7 Zoll Touchscreen (Gorilla Glas) mit einer Auflösung von 1.024 x 768 Pixeln
  • Maße: 190 mal 240 mal 13,7 Millimeter
  • Gewicht: 700 Gramm
  • 512 MB DDR2 Arbeitsspeicher
  • 16, 32 oder 64 GB internem Speicherplatz
  • Frontkamera für Video-Chat, 1,3 Megapixel
  • Bluetooth 2.1 + EDR
  • WLAN (802.11 b/g/n)
  • UMTS, LTE (evtl. CDMA-Version später), gegen Aufpreis
  • Beschleunigungssensor, Lichtsensor, GPS, Mikrofon
  • Zwei Lautsprecher, Kopfhörer-Anschluss
  • Akku-Laufzeit (bis zu) acht Stunden

HP Topaz und HP Opal: Neue Details zu webOS-PalmPads aufgetaucht

Eigentlich war ich davon ausgegangen, dass auch Hewlett Packard auf der CES 2011 in Las Vegas Anfang Januar endlich mal seine neuen webOS-Tablets vorstellen wird. Dem war allerdings nicht so, stattdessen verschickte der Hersteller Einladungen für ein eigenes Event am 9. Februar in San Francisco. Bei den Kollegen von engadget.com sind nun allerdings konkrete Informationen aufgetaucht. Demnach werden in zwei Wochen auf dem Event gleich zwei Tablets mit webOS als Betriebssystem vorgestellt. Der HP Palm Topaz wird mit einem 9 Zoll-Display, der HP Palm Opal wird mit einem 7 Zoll-Display ausgestattet und verfügen zudem über einen 1,2 GHz schnellen Prozessor. Ebenfalls mit an Bord sind zwei Kamera an der Vorder- und Rückseite, ein Micro-USB-Anschluss, zwei Lautsprecher an den Seiten. Weitere Details – beispielsweise zu Arbeitsspeicher, Display-Auflösung, Speicherplatz – sind nicht bekannt.

Laut Engadget ist der Marktstart für das HP Palm Opal Tablet erst im September geplant. Dann wird es das Gerät gleich in drei Varianten geben: mit WLAN, mit UMTS und mit LTE. Einem Bericht der DigiTimes zufolge sollen die ersten Palm Topaz-Modelle bereits im März an HP ausgeliefert werden, „um Software testen zu können“. Wann der Topaz-Tablet dann in den Handel kommt, bleibt abzuwarten. Bei den beiden Bildern handelt es sich übrigens um zwei gerenderte Fotos.


 

(via tabletblog.de)

CES 2011: HP lädt zum webOS-Event ein. Wird der PalmPad erst dort vorgestellt?

Eigentlich bin ich fest davon ausgegangen, dass auch Hewlett Packard auf der CES 2011 in Las Vegas endlich mal sein Tablet vorstellen wird. Nun hat der Hersteller pünktlich zu Messebeginn allerdings Einladungen an Pressevertreter für ein webOS-Event am 9. Februar in San Francisco verschickt, auf dem neben einem neuen webOS-Smartphone wohl auch das lang ersehnte PalmPad vorgestellt werden soll. Ob HP anlässlich der CES bereits ein paar Details verrät, bleibt abzuwarten.

Erst vor wenigen Tagen hatte der US-Sender Fox News berichtet, dass der Hersteller auf der CES gleich drei Varianten des PalmPad präsentieren will. Demnach wird es zwei Tablet-Modelle für den Consumer-Markt und ein PalmPad-Modell nur für Schüler und Studenten geben. Allerdings sollen sich die Geräte technisch kaum unterscheiden. Während das PalmPad für den Endkunden mit einem 10 Zoll Touchscreen ausgestattet sein wird, verfügt die “Bildungs-Version” nur über ein 8,9 Zoll Display. Zudem kann das HP-Tablet beispielsweise von Universitäten mit eigener Software auf die jeweiligen Bedürfnisse der Studienrichtungen angepasst werden.

 

Auch ein Verkaufstermin steht angeblich schon fest. Dem Bericht zufolge soll das PalmPad für Studenten im dritten Quartal 2011 zu Beginn des Herbstsemesters zur Verfügung stehen. Als Betriebssystem kommt das hauseigene webOS in der Version 2.5.1 zum Einsatz. Zur technischen Ausstattung ist nur wenig bekannt. Demnach sollen alle drei PalmPad-Varianten über einen Mini-HDMI-Ausgang sowie über einen USB 3.0-Port verfügen. Auch zwei Kameras an der Tablet-Vorder- und Rückseite gehören zur Ausstattung. Zum Preis ist nichts bekannt, ebenso wenig Details zum Prozessor und Speicherplatz.

Der ultimative Tablet-Guide zur CES 2011: Alle Neuheiten auf einem Blick

In wenigen Tagen beginnt die Consumer Electronic Show (CES) 2011 in Las Vegas. Vom 6. bis 9. Januar präsentieren dort rund 2.700 Aussteller aus aller Welt ihre Produktneuheiten. Ganz oben auf der Agenda stehen in diesem Jahr ganz sicher unzählige Tablets namhafter Hersteller und für Marktführer Apple dürfte die Luft um sein iPad allmählich dünner werden. Wie die Kollegen von CNET schon mal überschlagen haben, könnten auf der diesjährigen CES rund 70 (!!) neue Tablets vorgestellt werden. Auch wenn es am Ende nur 20 oder 30 Tablet-Neuheiten sein werden, die Branche und das Geschäft mit den flachen Multimedia-Alleskönnern boomt. Die Nachfrage der Nutzer nach immer leistungsfähigeren Tablet-Modellen ist riesig. Gewinner dürften vor allem Geräte mit dem Betriebssystem Android von Google sein. Vorgestellt werden aber auch Tablets mit Microsoft Windows 7 und das auf Linux basierende Betriebssystem MeeGo, webOS und QNX.

iPadinside.de hat sich vorab schon einmal die Mühe gemacht und alle Informationen und Gerüchte der Tablet-Hersteller zusammengetragen. Dennoch dürften sich die Tablet-Fans noch auf die eine oder andere Überraschung freuen, da bin ich mir sicher und zumal bei fast allen Tablet-Modellen noch wichtige Details fehlen. Die Spannung im Vorfeld der Branchenmesse ist jedenfalls hoch und in ein paar Tagen wissen wir mehr.

Dieser Tablet-Guide erhebt übrigens keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sollte aber die wichtigsten CES-Neuheiten enthalten. Wenn ich einen Tablet-Hersteller vergessen haben sollte, in den Kommentaren ist genug Platz. Ich ergänze dann gerne den Beitrag. So und jetzt viel Spaß beim Lesen!

Acer zeigt Tablets mit Android und Windows 7
Gleich mit mehreren Tablet-Modellen geht Acer auf der CES in Las Vegas an den Start. Präsentiert werden dort jeweils ein noch namenloses Gerät mit einem 5, 7 und 10 Zoll Display auf Android-Basis. Neben WLAN und UMTS gehören auch zwei Webcams, ein Anschluss für HDMI und USB sowie ein Kartenleser zur Ausstattung des 10 Zoll-Tablets (Codename Picasso). Es verfügt zudem über ein hochwertiges Metallgehäuse, beherrscht 10-Finger-Multitouch-Gesten und ist nur 13 Millimeter dick. Auch beim kleineren 7-Zoll-Tablet setzt Acer auf das Metallgehäuse. Hier sind sogar noch weitere technische Details bekannt. Der Touchscreen kann mit 1.280 mal 700 Bildpunkten auflösen, ein Dual Core-Prozessor (vermutlich die Nvidia Tegra 2-Plattform) sorgt für die nötigte Leistung. Preise stehen noch nicht fest, der Marktstart ist für April geplant.

Neben den Android-Tablets präsentiert Acer auf der CES auch ein 10,1 Zoll-Gerät mit Windows 7 als Betriebssystem. Das ebenfalls noch namenlose Tablet ist nur 15 Millimeter dick, sein Touchscreen löst mit 1.280 mal 800 Bildpunkten auf. Zur weiteren Ausstattung gehören WLAN, UMTS sowie zwei Webcams an der Vorder- und Rückseite für Video-Chats und Foto-Aufnahmen. Und jetzt wird es interessant: So kann das Windows-Tablet bei Bedarf in eine Art Docking-Station mit Tastatur gesteckt werden und dort wie ein Netbook genutzt werden. Zudem setzt Acer bei diesem Gerät nicht nicht auf einen Plattform von Nvidia, Intel, Qualcomm oder ARM, sondern auf AMD. Unbestätigten Meldungen zufolge ist das Windows-Tablet bereits mit der kommenden Zacate-APU mit zwei Kernen sowie der neuen Bobcat-Architektur ausgestattet. Als Marktstart ist der Februar anvisiert.
(via chip.de)

 

Archos 70 ist das erste Android-Tablet mit 250 Gigabyte Speicher
Interessant hört sich auch das neue Android-Tablet von Archos an. Wie der Hersteller mitgeteilt hat, handelt es beim Archos 70 um das weltweit erste Tablet mit 250 Gigabyte Speicherkapazität. Das Gerät soll trotz Festplatte (kein SSD) nur 14 Millimeter dick sein und knapp 400 Gramm wiegen. Zur Ausstattung gehören ein 1-GHz-ARM-Prozessor, ein kapazitiver 7 Zoll-Multitouchscreen mit einer Auflösung von 800 mal 480 Pixeln, WLAN (b/g/n, HDMI-Anschluss, 3D Open GL-Support sowie ein USB-Port zum Anschluss externer Geräte. Auch der Preis ist bereits bekannt. Rund 300 Euro kostet der Archos 70 mit der 250 Gigabyte Festplatte und soll bereits Mitte Januar ausgeliefert werden. Als Betriebssystem kommt übrigens Android 2.2 (Froyo) zum Einsatz.

 

Asus stellt Eee Pad-Reihe mit Android und Windows 7 vor
Auch Asus will pünktlich zur CES ein paar neue Tablet-Modelle vorstellen. Die Rede ist von insgesamt vier Geräten, die sich nicht nur im Aussehen und der Art der Bedienung unterscheiden, sondern auch vom Betriebssystem. Demnach soll das Eee Pad EP71 über einen 7 Zoll Display verfügen und mit Android laufen. Unbestätigten Meldungen zufolge kann das Asus-Tablet sowohl via Touchscreen als auch mit einem Stylus bedient werden. Dank eingebautem UMTS-Modul soll das Gerät auch über eine Telefonie-Funktion verfügen. Der Verkaufspreis soll knapp unter 400 US-Dollar liegen. Mit dem Eee Pad EP101 und dem Eee Pad EP102 gibt es gleich zwei Tablets mit einem 10 Zoll großen Display. Der große Unterschied bei den beiden Modellen liegt sowohl in der verwendeten Plattform als auch im Betriebssystem. So ist ein Eee Pad mit Windows 7 und Intels Oak Trail-Chipsatz ausgestattet, auf dem anderen Tablet kommt Android sowie die Tegra 2-Plattform zum Einsatz. Beide Modelle sollen voraussichtlich im März in den Handel kommen und zwischen 500 und 600 Dollar kosten.

Ebenfalls Windows 7 als Betriebssystem nutzt das Asus Eee Pad E121. Zur Ausstattung gehört ein 12 Zoll Display, ein Intel Core i5-Prozessor, eine Webcam, ein HDMI-Ausgang sowie ein Steckplatz für SD-Speicherkarten. Gerüchten zufolge ist auf dem Gerät bereits das Microsoft Office-Paket mit Word, Excel und Outlook vorinstalliert. Die Bedienung erfolgt sowohl via Touchscreen als auch mit einem Stylus. Auch hier gibt es bereits einen ungefähren Preis. Rund 1.000 Dollar soll das Business-Tablet kosten und ebenfalls im März auf den Markt kommen.
(via teltarif.de)

Update: Die Tablets wurden auf der Pressekonferenz nun offiziell vorgestellt. Alle technischen Details zum Eee Slate EP121, Eee Pad Transformer, Eee Pad Slider und Eee Pad MeMO gibt es hier.

 

Dell Streak 7 angeblich bereits Mitte Januar im Handel erhältlich
Das Streak-Tablet von Dell bekommt mit dem Streak 7 (Looking Glass) einen Nachfolger, der auf der CES in Las Vegas offiziell vorgestellt werden dürfte. Bereits kurz vor Weihnachten haben die Kollegen von engadget.com ein paar Details aus einem geplanten Werbespot für das neue Tablet veröffentlicht. Demnach soll das Gerät über einen 7 Zoll Touchscreen mit einer Auflösung von 1.280 mal 800 Bildpunkten verfügen und auf der Tegra 2-Plattform von Nvidia basieren. Als Betriebssystem kommt voraussichtlich Android 2.2 (Froyo) zum Einsatz. Wie Boy Genius Report erfahren hat, soll das Dell Streak 7 in den USA in Kooperation mit T-Mobile bereits am 19. Januar erhältlich sein. Weitere Details sind nicht bekannt.

 

HP PalmPad setzt auf webOS. Spezielles Tablet-Version für Studenten
Auch bei Hewlett Packard wird offenbar mit Hochdruck an einem Tablet gearbeitet. Wie die Kollegen des US-Nachrichtensenders Fox News erfahren haben, will der Hersteller auf der CES sogar gleich drei Varianten des PalmPad präsentieren. Demnach wird es zwei Tablet-Modelle für den Consumer-Markt und ein PalmPad-Modell nur für Schüler und Studenten geben. Allerdings sollen sich die Geräte technisch kaum unterscheiden. Während das PalmPad für den Endkunden mit einem 10 Zoll Touchscreen ausgestattet sein wird, verfügt die „Bildungs-Version“ nur über ein 8,9 Zoll Display. Zudem kann das HP-Tablet beispielsweise von Universitäten mit eigener Software auf die jeweiligen Bedürfnisse der Studienrichtungen angepasst werden.

Auch ein Verkaufstermin steht angeblich schon fest. Dem Bericht zufolge soll das PalmPad für Studenten im dritten Quartal 2011 zu Beginn des Herbstsemesters zur Verfügung stehen. Als Betriebssystem kommt das hauseigene webOS in der Version 2.5.1 zum Einsatz. Zur technischen Ausstattung ist nur wenig bekannt. Demnach sollen alle drei PalmPad-Varianten über einen Mini-HDMI-Ausgang sowie über einen USB 3.0-Port verfügen. Auch zwei Kameras an der Tablet-Vorder- und Rückseite gehören zur Ausstattung. Zum Preis ist nichts bekannt, ebenso wenig Details zum Prozessor und Speicherplatz.
(via mobicroco.de)

 

HTC Scribe soll noch im ersten Quartal 2011 erhältlich sein
Auch der Smartphone-Hersteller HTC wird pünktlich zur CES voraussichtlich ein eigenes Tablet vorstellen. Unbestätigten Gerüchten zufolge hört das Gerät auf die Bezeichnung HTC Scribe und soll mit Android 3.0 (Honeycomb) ausgeliefert werden. Ebenfalls mit an Bord: ein 10 Zoll Display (kapazitiv) mit 1.280 mal 720 Pixeln, zwei Gigabyte interner Speicher, der sich via microSD-Karte auf bis zu 32 Gigabyte erweitern lässt, sowie ein integrierter UMTS-Modul für den mobilen Internetzugang. Zudem soll das HTC Scribe auf der Nvidia Tegra 2 Dual Core-Plattform basieren und noch im ersten Quartal 2011 auf den Markt kommen. Soweit die Gerüchte. Weitere Details gibt es vielleicht schon in ein paar Tagen auf der CES in Las Vegas, spätestens aber zum Mobile World Congress in Barcelona im Februar diesen Jahres.

Update: Die Vermutungen haben sich bestätigt. Das HTC Scribe wird nicht in Las Vegas, sondern erst auf der Mobilfunkmesse Mitte Februar vorgestellt.

 

Lenovo LePad wird endlich vorgestellt
Lenovo will auf der CES in Las Vegas gleich zwei neue Tablet-Modell vorstellen. Details zur Hardware gibt es allerdings bisher nicht. Wie die Kollegen von Ars Technica berichten, will der Hersteller unter anderem das bereits im Sommer vergangenen Jahres angekündigte LePad der Öffentlichkeit vorstellen. Der ursprüngliche Verkaufsstart des 10 Zoll-Tablets war allerdings nach hinten verschoben worden, weil Lenovo sich entschied, noch auf das Release von Android 3.0 (Honeycomb) zu warten, welches sich für Tablets besser eignen soll als die bisher verfügbaren Android-Versionen.

Update: Der Hersteller hat das Tablet nun ebenfalls offiziell vorgestellt. Technische Daten sowie weitere Produktinfos zum Lenovo LePad gibt es hier.

LG Optimus Pad steht in den Startlöchern
Neuigkeiten in Sachen Tablet dürfte es endlich auch vom koreanischen Elektronik-Hersteller LG geben. Ende August letzten Jahres waren bereits erste Details zum Optimus Pad durchgesickert. Seitdem ist es um das nach eigenen Angaben „dünnste und leistungsfähigste Gerät seiner Art“ ruhig geworden. Auf der CES sind deshalb die Erwartungen diesbezüglich nun hoch. Wie die Kollegen von der Korea Times erfahren haben, soll zur Ausstattung des Optimus Pad ein 8,9 Zoll Touchscreen (kapazitiv) gehören. Als Betriebssystem kommt Android 3.0 (Honeycomb) zum Einsatz. Weitere Details sind leider noch nicht bekannt.

 

Motorola Xoom kommt wahrscheinlich bereits Mitte Februar in den Handel
Mit viel Spannung wird auch das Tablet von Motorola erwartet. Vor kurzem hatte der Hersteller bereits ein Video ins Netz gestellt, allerdings ohne Details zur Ausstattung, zum Preis und zu einem möglichen Verkaufsstart zu nennen. Ein paar Informationen sind aber dennoch durchgesickert. Demnach hört das Motorola Tablet auf die Bezeichnung Xoom (in einigen Ländern wohl auch Droid Xoom) und soll bereits Mitte Februar – pünktlich zum Mobile World Congress in Barcelona – auf den Markt kommen. Zur Ausstattung des 10 Zoll Tablets gehören ein kapazitiver Touchscreen mit einer Auflösung von 1.280 mal 800 Bildpunkten, 512 Megabyte Arbeitsspeicher, der Tegra 2 Dual Core-Chipsatz von Nvidia sowie zwei Kamera an Vorder- und Rückseite des Xoom. Motorola setzt ebenfalls Android 3.0 (Honeycomb) als Betriebssystem ein. Gegen Aufpreis soll auch ein integriertes LTE-Modem erhältlich sein. Weitere und vor allem offizielle Details gibt es sicherlich in Kürze, sobald die CES ihre Pforten geöffnet hat.

Update: Alle Details zum Motorola Xoom wurden nun offiziell auf dem Presse-Event bestätigt. Produktfotos, Video und die genauen Spezifikationen gibt es hier.

 

MSI Windpad 100W setzt auf Windows 7
Eine weitere Tablet-Neuheit kommt von MSI. Der Hersteller hat kurz vor Jahreswechsel im Rahmen eines Vorab-CES-Events bereits erste Details zu seinem Windpad 100W verraten. Das 10 Zoll Tablet ist demnach mit einem Intel Atom Z530 Prozessor, einer 32 Gigabyte große SSD, einem HDMI-Port sowie zwei Anschlüsse für USB ausgestattet. Abgerundet wird das Angebot von zwei Kameras auf der Vorder- und Rückseite des Windpads und einem Kartenleser für Speicherkarten. Im Gegensatz zu den meisten anderen Herstellern setzt MSI beim Windpad 100W nicht auf Android, sondern auf das Microsoft-Betriebssystem Windows 7. Ein erstes Hands-on Video gibt es bei Sascha von netbooknews.com zu bewundern. Weitere Details will MSI übrigens erst auf der CES verraten.

 

Notion Ink Adam Tablet erstmals persönlich testen
Mit Hochspannung dürfte auch die Präsentation des Notion Ink Adam Tablets auf der CES erwartet werden, da Pressevertreter sich das Gerät bisher quasi nur aus der Ferne anschauen durften und in Las Vegas nun die Gelegenheit haben, das Tablet von Notion Ink erstmals persönlich näher unter die Lupe nehmen zu können. Die technische Daten sowie der Preis sind nach dem Vorverkaufsstart ja kein Geheimnis mehr. Zur Ausstattung gehören ein 10,1 Zoll WSVGA-Display mit 1.024 mal 600 Pixeln oder ein stromsparendes Pixel Qi-Display, ein Nvidia Tegra 2-Chipsatz, 16 oder 32 Gigabyte Speicher, drei USB-Ports, HMDI, microSD-Slot, WLAN (b/g/b), Bluetooth, UMTS, GPS sowie eine schwenkbare 3,2 Megapixel Kamera. Als Betriebssystem kommt Google Android zum Einsatz. Das Gewicht wird je nach Modell zwischen 600 und 650 Gramm angegeben. Die Akku-Laufzeit soll bei 15 Stunden liegen. Je nach Ausstattung beginnt der Verkaufspreis bei 399 Euro. Die Auslieferung des Notion Ink Adam soll noch in diesem Monat erfolgen. Die erste Geräte-Charge ist allerdings bereits ausverkauft.

Update: Auch vom Notion Ink Adam Tablet gibt es neue Informationen in Form eines Hands-on und Promo-Videos sowie Bilder von der fertigen Eden-Benutzeroberfläche.


 

Ramos zeigt drei Tablet-Modelle
Gleich drei Tablet-Neuheiten stellt Ramos auf der CES vor. Das hierzulande kaum bekannte Unternehmen aus China präsentiert mit dem Ramos W12 ein 8 Zoll Tablet im 4:3-Format mit kapazitivem Touchscreen, einem Cortex A9 Prozessor sowie einem Mali-400 Grafikchip. Das Ramos W15 verfügt nach Hersteller-Angaben ebenfalls über ein 8 Zoll Touchscreen (im 16:9-Format allerdings). Bei diesem Tablet-Modell sorgt ein Cortex A8 Prozessor für die nötige Leistung. Sowohl das Ramos W12 als auch das Ramos W15 setzen auf das Android-Betriebssystem. Ob bereits Version 3.0 (Honeycomb) oder eine ältere Version des Google-OS zum Einsatz kommt, ist nicht bekannt. Das dritte Tablet ist das Ramos W10. Es verfügt allerdings nur über ein 3,8 Zoll Display, weshalb das Gerät nur bedingt als Tablet genutzt werden kann.
(via laptopmag.com)

 

RIM BlackBerry PlayBook kommt doch im Frühjahr in den Handel
Neuigkeiten dürfte auch der kanadische Smartphone-Hersteller Research in Motion (RIM) zur CES im Gepäck haben. Nach dem Dementi der Gerüchte über eine Verschiebung des Verkaufsstarts wegen Akku-Problemen soll das BlackBerry PlayBook bereits im Frühjahr auf den Markt kommen. Zur Ausstattung des RIM-Tablets gehören ein 7 Zoll Multitouch-Display mit einer Auflösung von 1.024 mal 600 Pixeln, ein Dual-Core-Chip mit 1 GHz (auf Basis des Cortex A9) sowie ein Gigabyte Arbeitsspeicher. Zur weiteren Ausstattung gehören WLAN (a/b/g/n), Bluetooth 2.1 und je ein Kamera auf der Vor- und Rückseite des PlayBooks. Als Betriebssystem kommt QNX zum Einsatz. Das Gewicht wird mit 400 Gramm angegeben. Als Verkaufspreis wird ein Betrag unter 500 US-Dollar angestrebt.

Update: Das BlackBerry PlayBook wird in drei Speicher-Varianten mit 16, 32 und 64 GB erhältlich sein. Der Marktstart erfolgt in den USA. In Deutschland soll das RIM-Tablet erst im zweiten Halbjahr auf den Markt kommen. Zudem will der Hersteller im Laufe des Jahres noch eine LTE-Version seines PlayBooks anbieten.

 

Samsung Galaxy Tab 2 mit Nvidia Tegra 2 und Android 3.0 (Honeycomb) in Sicht?
Eine interessante Tablet-Neuheit dürfte es auch von Samsung geben. Nach dem großen Verkaufserfolg des Galaxy Tab (weltweit mehr als eine Million verkaufte Geräte seit Oktober 2010) wird der Konzern unbestätigten Meldungen zufolge auf der CES bereits einen Nachfolger präsentieren. Dabei soll es sich allerdings nicht um ein komplett neues Tablet handeln, sondern lediglich eine technisch verbesserte Version des aktuellen Galaxy Tabs. Den Gerüchten zufolge wird das Samsung Galaxy Tab 2 dann ebenfalls auf der schnelleren Tegra 2-Plattform von Nvidia basieren – angeblich eine „Voraussetzung“ von Seiten Googles, da der Chip-Satz als Referenzplattform für Android 3.0 (Honeycomb) entwickelt worden ist. Auch ein Super-Amoled-Display könnte beim Nachfolger des Galaxy Tabs zum Einsatz kommen. Spekuliert wird auch darüber, ob es sich beim neuen Samsung-Tablet wieder um ein 7 Zoll-Modell handeln wird, oder der Hersteller dieses Mal eher auf ein größeres Gerät mit einem 10 Zoll Display setzt.

 

Toshiba: Folio 100-Nachfolger mit 10 Zoll HD-DisplayToshiba
Wie die Kollegen von engadget.com erfahren haben, wird auch Toshiba zur CES ein neues Tablet vorstellen. Eine Produktbezeichnung hat der Folio 100-Nachfolger zwar noch nicht, allerdings sieht das Tablet trotz Prototypen-Status schon ganz gut aus. Zur Ausstattung gehören die Nvidia Tegra 2-Plattform, ein 10 Zoll Touchscreen (kapazitiv) mit einer Auflösung von 1.280 mal 800 Bildpunkten für HD-Wiedergabe, eine Zwei-Megapixel-Kamera auf der Vorderseite sowie eine Fünf-Megapixel-Kamera auf der Rückseite des Tohsiba-Tablets. Ebenfalls an Bord ist ein Anschluss für USB und HDMI sowie ein Mini-USB-Port und ein Kartenleser für SD-Speicherkarten. Als Betriebssystem kommt Android 3.0 (Honeycomb) zum Einsatz. Das Gewicht wird mit 770 Gramm angegeben. Die Rückseite ist gummiert und wird in verschiedenen Farben erhältlich sein. Weitere Details wie der Verkaufspreis und die voraussichtliche Verfügbarkeit sind noch nicht bekannt und werden sicherlich auf der CES offiziell bekannt gegeben werden.

Update: Offiziell ist noch nichts, allerdings ist jetzt das erste Hands-on Video vom neuen Toshiba-Tablet aufgetaucht.


 

Sharp Galapagos-Tablets mit Android und 10 Zoll Display
Auch der japanische Elektronikhersteller Sharp wird auf der CES mit einigen Tablet-Modellen vertreten sein. Bisher sind die Geräte nur in Japan erhältlich, dies soll sich allerdings schon bald ändern. Einem Bericht der Mainichi Daily News zufolge will das Unternehmen seine Tablets der Galapagos-Reihe nun auch in anderen Ländern auf den Markt bringen. Dafür nimmt Sharp aber einige Änderungen an der technischen Ausstattung der Geräte vor. Demnach sollen die Sharp-Tablets unter anderem noch mit einem UMTS-Modul ausgestattet werden. Bislang sind sie nur als WLAN-Varianten erhältlich. Beim Vertrieb setzt der Hersteller nach eigenen Angaben auf lokale Netzbetreiber. Als Betriebssystem kommt Google Android zum Einsatz.

 

ViewSonic stellt gleich drei Tablets vor
Auch Hersteller ViewSonic wird auf der CES in Las Vegas mit mehreren Tablet-Modellen vertreten sein. Allerdings sind die technischen Einzelheiten zu den drei Tablets noch ziemlich dürftig, wie die Kollegen vom Wall Street Journal feststellen mussten. So soll ein Tablet mit einem 4 Zoll-Display ausgestattet sein. Ebenfalls im Angebot soll ein 5 Zoll-Modell sein, welches voraussichtlich nur in den Schwellenländern veröffentlicht werden wird, sowie ein 9,7 Zoll-Tablet mit Android 3.0 (Honeycomb) und LTE-Unterstützung. Der Marktstart sei im ersten Quartal 2011 geplant.
(via netbooknews.de)

 

Vizio Tablet mit 8 Zoll HD-Display und Integration in das heimische Entertainment System
Auch der amerikanische TV-Gerätehersteller Vizio steigt ins Tablet-Geschäft ein und stellt auf der CES mit dem Vizio Tablet ein eigenes Gerät vor. Das berichtet die International Business Times im Vorfeld der Branchenmesse. Demnach verfügt das Tablet über ein 8 Zoll großes HD-Display und basiert auf dem Android-Betriebssystem. Zur Ausstattung gehören neben Schnittstellen für WLAN (b/g/n), Bluetooth und GPS auch ein HDMI-Anschluss sowie eine hochauflösende Kamera auf der Vorderseite für Videochats. Mehr Details wollte der Hersteller vorab nicht verraten. Der Verkaufsstart soll dem Bericht in den USA zufolge im Sommer dieses Jahres erfolgen. Ob der Hersteller das Multimedia-Tablet auch in anderen Ländern anbieten wird, ist nicht bekannt. Als kleinen Vorgeschmack auf die offizielle Vorstellung auf der CES hat Vizio allerdings schon ein kurzes Promo-Video ins Netz gestellt, in dem das Tablet bereits zu sehen ist. Wie ein Blick auf die Homepage des Herstellers zudem verrät, kann das Tablet auch als Fernbedienung für heimische Entertainment System genutzt werden.

Update: Einen ersten Eindruck vom Vizio Tablet sowie ein Hands-on Video gibt es hier.


 

Der ultimative Tablet-Guide zur IFA 2010

Wenn kommende Woche die 50. Internationale Funkausstellung (IFA) in Berlin (3. bis 8. September) ihre Pforten öffnet, dürften insbesondere die Tablet-Fans auf ihre Kosten kommen. Neben großen Herstellern wie Samsung, Toshiba, MSI oder Dell sind aber kleinere Unternehmen wie Archos und ViewSonic in die Hauptstadt gekommen, um den Messebesuchern ihre neuen Tablet-Modelle vorzustellen. Ebenfalls mit dabei sind auch zwei deutsche Hersteller: e-noa mit dem Interpad und Neofonie mit dem WeTab. Die flachen Multimedia-Wunder liegen derzeit voll im Trend und werden besonders im kommenden Weihnachtsgeschäft eine nicht unerhebliche Rolle spielen. Die Zeichen der Zeit hat übrigens auch die Messe Berlin erkannt und passend dazu einen eigenen Ausstellungsbereich (eLibrary) geschaffen, in dem sich alles rund um elektronische Bücher und Tablet-PCs dreht.

Welche Tablet-Modelle in der kommenden Woche in Berlin zu sehen sein werden, wie sie ausgestattet sind, was sie kosten und wann sie auf den Markt kommen, diese Fragen soll dieser IFA Tablet-Guide zeigen. Fehlende Angaben werde ich übrigens ergänzen, insofern sie im Vorfeld der Messe bekannt werden.

Archos stellt fünf neue Android-Tablets vor (Halle 15.1/Stand 113)
Archos stellt auf der Messe gleich fünf neue Tablet-Modelle zwischen 2,8 und 10 Zoll vor. Dies hat das französische Unternehmen bereits im Vorfeld der Messe offiziell angekündigt. Demnach sind alle Geräte mit Touchscreen-Displays ausgestattet und basieren auf dem Google-Betriebssystem Android. Details sind noch nicht bekannt, allerdings dürfte das Archos 32 (Bild) mit dabei sein. Dabei soll es sich um ein 3,2 Zoll großes Mini-Tablet handeln. Zur Ausstattung gehört WLAN, Bluetooth, eine Kamera sowie ein 800 MHz Prozessor. In den USA soll das Gerät nur rund 150 Dollar kosten. Ob und wann das Gerät in Deutschland auf den Markt kommt, steht noch nicht fest. Es ist jedoch davon auszugehen, dass Archos entsprechende Details auf der IFA bekannt geben wird. Zudem zeigt der Hersteller auf der Messe auch seine aktuellen Home-Tablets Archos 7 und Archos 8.

Hannspree präsentiert erstes Android-Tablet (Halle 7.2b/Stand 101)
Überraschung vor dem IFA-Start in der Berlin. Der taiwanesische Display-Hersteller Hannspree hat heute angekündigt, auf der Unterhaltungsmesse sein erstes Tablet vorzustellen. Und das sind die Daten: 10,1 Zoll Multitouchscreen (kapazitiv) mit einer Auflösung von 1024 mal 600 Bildpunkten, LED-Hintergrundbeleuchtung, ARM Cortex A9 Cual-Core-Prozessor mit 1 GHz Taktrate, Nvidia Tegra 2-Chipsatz, 16 GB interner Speicher, WLAN, Bluetooth 2.1 sowie Licht- und Bewegungssensor. Zur weiteren Ausstattung gehören Android 2.2, miniUSB 2.0-Anschluss, microSD-Kartenleser, Lautsprecher, Kopfhörer- und ein HDMI-Ausgang. Über UMTS und GPS verfügt das Gerät nicht. Laut Hersteller hält das Hannspree Tablet bei der Wiedergabe von HD-Videos rund acht Stunden. Zudem hat der Nutzer Zugriff auf den Android Market von Google. Das Gerät kostet 399 Euro und wird voraussichtlich im November diesen Jahres hierzulande auf den Markt kommen.

Interpad: Android-Tablet aus Köln für 399 Euro (Halle 13/Stand 109)
Android 2.1, der Prozessor Nvidia Tegra 2 T20 Dual ARM Cortex A9 mit 1 GHz Taktfrequenz, HDMI-Anschluss, 1 GB Arbeitsspeicher (DDR2), 16 GB interner Speicherplatz (via microSD-Karte auf 32 GB erweiterbar), WLAN (802.11 b/g), Bluetooth 2.1, Kopfhörer- und USB-Anschluss sowie ein kapazitiver 10-Zoll-Multi-Touchscreen – das sind die Spezifikationen des Interpad Home, das auf der IFA offiziell vorgestellt wird und nach Angeben des Herstellers den Tablet-Markt nicht nur hierzulande ordentlich aufmischen soll. Auch der Preis steht bereits fest. Demnach soll das Android-Tablet 399 Euro kosten und im Oktober hierzulande in den Handel kommen. Details zum Vertrieb will Hersteller e-noa erst auf der Messe bekannt geben. Pünktlich zu Beginn des Weihnachtsgeschäftes will Kölner Unternehmen übrigens ein weiteres Modell mit UMTS, GPS und Kamera auf den Markt zu bringen. Der Preis hierfür steht noch nicht fest, soll aber knapp unter 500 Euro liegen.

MSI WindPad 100 soll im September auf den Markt kommen (Halle 12/Stand 120)
Auch von MSI gibt es Neuigkeiten. Ersten Anzeichen dafür gab es ja bereits auf der Computex in Taiwan. Das WindPad 100 wird rund 500 US-Dollar kosten und mit einem 10,1 Zoll kapazitiven Touchscreen ausgestattet sein. Als Betriebssystem setzt der Hersteller Windows 7 von Microsoft ein. Für die richtige Leistung sorgt ein Intel Atom Z530 mit 1,6 GHz Taktfrequenz. Zur weiteren Ausstattung gehören 2 GB Arbeitsspeicher, eine Kamera mit 1,3 Megapixel, WLAN (b/g/n), UMTS, SD-Kartenleser sowie ein HDMI-Anschluss. Laut MSI soll der Verkaufsstart bereits im September erfolgen. Zudem soll Anfang nächsten Jahres mit dem WindPad 110 ein weiteres Tablet des Herstellers auf den Markt kommen. Details dazu werden voraussichtlich auf der IFA bekannt gegeben.

Samsung Galaxy Tab kommt mit Super Amoled-Display (Halle 20/Stand 110 und Halle 9/Stand 211)
Zu den IFA-Tablet-Highlights gehört ganz klar das Galaxy Tab von Samsung. Bis auf den Namen und die Displaygröße ist offiziell nichts bekannt, allerdings sind im Vorfeld der Messe bereits einige interessante Daten durchgesickert. Demnach ist der Tablet mit einem 7 Zoll großen Super Amoled, kapazitiven Touchscreen mit einer Auflösung von 1024 mal 600 Bildpunkten ausgestattet. Ein ARM Cortex A8-Prozessor mit 1,2 GHz Taktrate sorgt für die nötige Leistung. Der interne Speicher liegt bei 16 GB, der sich per Speicherkarte auf maximal 32 GB erweitern lässt. Ebenfalls an Bord sind UMTS, GPS, WLAN (b/g/n), Bluetooth und USB. Auch eine Kamera beispielsweise für Video-Chats hat der Hersteller dem Galaxy Tab spendiert. Keine Details gibt es leider in Sachen Preis und Verfügbarkeit. Gerüchten zufolge soll der Launch aber in Kürze erfolgen. Auch mehrere Mobilfunkbetreiber haben bereits Interesse signalisiert, um das Gerät in Verbindung mit einem Internet-Datentarif anzubieten.

Toshiba Folio 100 Tablet setzt auf Nvidia Tegra2-Plattform (Halle 21/Stand 101)
Spannend dürfte es auch am Stand von Toshiba werden, obwohl bisher kaum Details zu ihrem SmartPad an die Öffentlichkeit gelangt sind. Als sicher gilt, dass der Hersteller an einem Tablet arbeitet und es im Oktober auf den Markt bringen will. Die IFA in Berlin wäre also eine gute Gelegenheit, das Geheimnis zu lüften und das Gerät zu präsentieren, zumal die ersten Bilder seit einigen Tagen bereits im Internet kursieren und durchaus viel versprechend aussehen. Demnach verfügt das SmartPad über einen 10 Zoll Touchscreen und Android als mobiles Betriebssystem. Zur Ausstattung gehören zudem ein Nvidia Tegra 2-Prozessor, ein HDMI-Port, WLAN und ein USB-Anschluss. Mehr Details sind leider nicht bekannt. Ein Besuch am Messestand könnte sich aber dennoch lohnen. UPDATE: Bei Kollegen von Notebook Italia sind jetzt die technischen Daten zu dem Tablet aufgetaucht.

ViewSonic stellt Tablet mit Dual-Boot-Funktion vor (Halle 14.1/Stand 107)
Mit zwei neuen Tablets geht US-Hersteller ViewSonic an den IFA-Start. Insbesondere das 10 Zoll-Modell klingt ziemlich interessant, da das Gerät über eine Dual-Boot-Funktion verfügt, über die sowohl Windows 7 als auch Android gestartet werden kann. Mehr Details sind leider auch in diesem Fall vorab noch nicht an die Öffentlichkeit gelangt. Ganz im Gegensatz um ebenfalls neuen ViewPad 7. Der Tablet-PC kommt mit einem 7 Zoll Display und verfügt über UMTS, WLAN, zwei Kameras, GPS, einen Slot für microSD-Speicherkarten, Bluetooth, Bewegungssensor und einem USB-Port. Als Betriebssystem kommt Android 2.2 zum Einsatz. Als Verkaufsstart ist der Oktober vorgesehen. Das Gerät soll dann für rund 400 Euro zu haben sein.

WeTab nun doch nicht auf der IFA vertreten
Mit Spannung dürfte auch die finale Version des WeTab auf der IFA erwartet werden. Zwar stellt der Hersteller nicht selbst aus, sondern will lediglich auf einigen Partnerständen (sollen noch bekannt gegeben werden) mit seinem 11,6 Zoll großen Tablet vertreten sein, kurz vor dem Verkaufsstart Mitte September sind die Erwartungen jedenfalls hoch. (UPDATE: Wie das Unternehmen nun bestätigt hat, wird das WeTab auf der IFA nicht zu sehen sein.) Das Basis-Modell mit 16 GB Speicher und WLAN wird dann für 449 Euro unter anderem in den Media Markt-Filialen zu haben sein. Das WeTab mit 32 GB Speicher, WLAN, UMTS und GPS kostet 569 Euro und wird zeitgleich wie das Einsteigergerät angeboten. Interessant dürfte bei dem Tablet ebenfalls sein, welches Betriebssystem es nutzt. Einem Bericht der Financial Times Deutschland zufolge setzt Hersteller Neofonie überraschend auf das offene Meego OS von Nokia und Intel. Was mit dem eigenen, Linux-basierten WeTab OS geschehen soll, ist offen. Eine Stellungnahme lehnen die beteiligten Unternehmen ab. Bekannt ist nur, dass das WeTab Bestandteil eines Intel Presse-Briefings zur IFA sein und auch beim anschließend stattfindenden Intel Entwicklertag eine Rolle spielen wird. Man darf also gespannt sein.

Jede Menge Gerüchte um Dell, LG und HTC
Neben den genannten Neuvorstellungen gibt es sicherlich weitere Hersteller, die ihren IFA-Auftritt nutzen, um ihre kommenden Tablets vorzustellen. Gerüchten zufolge könnte HTC beispielsweise die Messebesucher mit einer offiziellen Bestätigung des angeblich für Google gefertigten „gPad“ überraschen. Auch Dell (Halle 17/Stand 101) und LG (Halle 11.2/Stand 101) arbeiten hinter den Kulissen an eigenen Tablet-Lösungen. Inwiefern bei den Unternehmen entsprechende Produkte zu sehen sein werden, ist nicht bekannt. Hinter verschlossenen Türen wird es aber sicherlich den einen oder anderen Blick auf einen Prototypen zu erhaschen geben.

Sucht ihr einen bestimmten Aussteller auf der IFA? Kein Problem. Hier werden Sie geholfen. Einen interaktiven Geländeplan gibt es übrigens hier.

Der Tablet-Guide erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sollte ich ein Unternehmen oder Tablet vergessen haben, bitte ich um eine kurze Info in den Kommentaren. Vielen Dank.

iPad-Konkurrenten kommen nur langsam in die Gänge – oder steigen ganz ab wie das WeTab

Mit der Computex steht die nächste große IT-Messe steht unmittelbar vor der Tür. Dort sind einige Gegen- und Alternativ-Entwürfe zum iPad zu erwarten. Eine kleine Bestandsaufnahme.

Leicht, lüfterlos, schick, starker Bildschirm, lange Akkulaufzeit, schnelles System, vollintegriert, interessierte Blicke – beim iPad weiß man, was man bekommt. Es bietet neben vielen Vorteilen einige Nachteile wie fehlende Multimediaschnittstellen, Webcams und, für den professionellen Einsatz wichtig, ausgefeilte Administrationswerkzeuge oder Zubehör wie Barcodescanner. Zudem sind Ausgaben von mindestens 500 Euro plus gut 100 Euro für sinnvolles Zubehör auch nicht jedermanns Sache.

Dennoch, nach 60 Tagen hat Apple mitten in schweren Staatskrisen über 2 Millionen Geräte verkauft, Stückzahlen, bei denen die seriösen Hersteller unter den Konkurrenten hellwach werden, so dass sie den Schritt von Labor-Entwicklungen zum Verkauf wagen wollen – doch erst mal müssen die Geräte fertig werden. Und das dauert noch einige Monate. Weil die wenig mutigen Konkurrenten nicht nur die Vorstellung von Apples Tablet PC, sondern auch die ersten Verkaufswochen abwarten wollten. Und weil Hardware und Software noch nicht so weit sind.

So hat Intel seine Moorestown-Plattform erst Anfang Mai vorgestellt, serienreife Geräte auf Android-Basis sollen erst im Herbst kommen, berichtet Heise. Nvidia hingegen hat seine Tegra 2- Plattform gerade offiziell verschoben, im Herbst soll es lediglich „weitere Informationen“ geben, aber nicht unbedingt fertige Geräte, berichtet Golem.

Doch immerhin werden in dieser Woche auf der 30. Computex in Taiwan die ersten Vorserienmodelle und Laborentwicklungen vorgestellt. Diese basieren in der Regel auf Googles Betriebssystem Android oder auf der neuen Compact-Embedded-Version von Windows 7. Beispielsweise hat Asus zwei Modelle vorgestellt, die für mehr als zum Lesen von Dokumenten geeignet sind. Das Eee Pad EP101TC kommt als Slate mit einem 10-Zoll-Bildschirm und einem Gewicht von unter 700 Gramm von den Äußerlichkeiten her am ehesten an das iPad heran. Von MSI ist das 10-Zoll-Wind Pad zu erwarten, das mit Windows 7 wie auch Android ausgeliefert werden soll. ZDNet.de nennt interessante 800 Gramm Gewicht und erträgliche acht Stunden Akku-Laufzeit – in einem Vollplastikgehäuse, was windmachende Lüfter notwendig machen oder für ein warmes Gerät sorgen dürfte.

Nicht ernst zu nehmen ist hingegen das, was VIA als Tablet auf Basis des veralteten Android 1.6 vorgestellt hat.  Im Laufe der Woche dürfte Neues von Acer und Gigabyte zu hören sein. Unklar ist noch, was Lenovo zeigen wird, das im Januar auf der CES mit dem IdeaPad U1 ein spannendes Gerät zeigte.

Windows 7 auf dem Finger-Tablet – kein großer Spaß

Die normale Desktop-Version mit Windows 7 ist vor wenigen Wochen von HP ausgemustert worden, da es offenbar keine lüfterlosen Designs ermöglicht, zu viel überflüssigen Ballast mitschleppt, nicht für die Fingerbedienung optimiert ist und für kostengünstige Geräte schlicht zu teuer ist. So hat HP seinen noch im Januar auf der CES stolz von Microsoft-Chef Steve Ballmer präsentierten Slate eingestampft und wird ihn in der zweiten Jahreshälfte mit Hilfe der durch die Übernahme von Palm eingekauften Technologie möglichst schnell ersetzen.

Die Palm-Übernahmeschlacht zeigt, dass nicht nur HP die Kombination von eigener Hard- und Software-Entwicklung, wie Apple sie vorgemacht hat, als erfolgversprechend und kopierenswert ansieht. Laut Engadget haben neben HP vier Firmen versucht, Palm zu kaufen. Sofern es Hardware-Firmen waren, die nach passender Software suchten, könnten sie bei den Münchner 4tiitoo-Leuten anklopfen, die ihr Projekt eines fingerfreundlichen Linux-Aufsatz gerade durch die Kooperation mit der Berliner Neofonie, zunächst WePad genannt, an die Wand gefahren haben – meinen wir:

Absteiger WeTab

Keine Chancen räumen wir dem voreilig hochgejubelten, schnell kritisch beäugten und gerade sehr tief fallenden WePad aus Deutschland ein, inzwischen in WeTab umbenannt. Die Macher haben viel zu früh viel zu hohe Erwartungen geweckt. Sie haben zu wenig Erfahrung in der Hardware-Produktion, haben keine fertige Hardware- und Software-Kombination und sich durch, freundlich gesagt, zahlreiche widersprüchliche Aussagen um jede Glaubwürdigkeit gebracht. Dass sie auf ihrer Facebook-Seite haufenweise Hohn, Spott und harsche Ablehnung ihrer einst hoffnungsvollen und stolzen Fans ernten, müssen sie sich selbst zuschreiben.

Die Erfindung als Anti-iPad war jedenfalls vom Namen (We statt i) über die Dokumentation (in den Produktspezifikation haben sie allen Ernstes eine direkte Gegenüberstellung von dem eigenen Gerät und dem iPad aufgeführt) bis zur Launch-Pressekonferenz, in der sich die Macher von Anfang bis Ende als Gegensatz zum Apple-Produkt präsentierten. Messeauftritt auf der Computex zur Vorbereitung des internationalen Launches? Zubehör? Verlagspartner? Liefertermin? Testgeräte? Serienmodelle? Alles Fehlanzeige.

Wir könnten uns zur Häme hinreißen lassen („Der Cargo-Lifter der IT-Industrie“ mutmaßte früh und pointiert Axel Postinett im Handelsblatt), wäre es nicht so traurig, dass wieder einmal ein deutsches Projekt so jämmerlich scheitert. Der Kern des Niedergangs liegt unseres Erachtens in der Partnerschaft der Münchner Software-Leute mit dem Berliner Vielversprecher Helmut Hoffer von Ankershoffen, der zwar aus alten Zeiten über Seilschaften bei Gruner&Jahr verfügt, aber für die Verschmelzung einer guten Software-Idee mit einem Gerät, das einen Weltmarktführer in die Defensive zwingen kann, dafür reicht es nicht. Kurz gesagt: Aus dem WePad wird das NeverPad.

Tablet-Spezialisten bleiben in der Nische

Zu den länger im Markt etablierten Tablet-Herstellern gehören einige Perlen. Doch Firmen wie Motion Computing und Paceblade, die lange vor Apple hervorragende Slates hergestellt haben, wollen sich nicht auf den Wohnzimmer-Markt stürzen, sie wollten das schon vor Apples Tablet-Launch nicht. Sie bleiben mit ihren teils für Spezialeinsätze gestalteten Geräten in der hochpreisigen Nische für Außendienst-Mitarbeiter und Mediziner.

Apple hat Zeit

Zusammengefasst hat Apple über ein halbes Jahr Zeit, sich nach der Etablierung in Hosentasche und Hemdjacke nun einen guten Platz auf dem Wohnzimmertisch, in Arzt- und Anwaltspraxen zu sichern. Zeit, die Apple nutzen wird – unter anderem, um mit Hilfe der Erfahrungen mit den ersten iPads in aller Ruhe die zweite Generation zu entwickeln. Und wenn Steve Jobs anlässlich der letzten Quartalszahlen verkündet, man habe noch „einige außergewöhnliche Produkte für dieses Jahr geplant“, dann sollte man das ernst nehmen und mit mehr als einem neuen iPhone rechnen.

Das iCar wird sicher noch auf sich warten lassen, und so lange die Film- und Fernsehindustrie die Heim-Vernetzung noch mit DRM möglichst weitgehend behindern will, wird ein Apple-Heim-Audio- plus-Video-Netzwerk („iHome“?) noch in der Ferne bleiben. Doch wieso nicht mit einem Musiknetzwerk beginnen? Das iPad wäre mit dem iPhone zusammen die ideale Steuerzentrale. Die Apple-Konkurrenten müssen sich echt anstrengen. Gut für uns alle.