Kategorie-Archiv: Neofonie WeTab

WeTab: Neues Update für das MeeGo-Tablet angekündigt

Vor ein paar Minuten haben die WeTab-Macher auf ihrer Facebook-Seite angekündigt, dass es diese Woche noch ein frisches Update für das Berliner MeeGoTablet geben wird. Neben der Unterstützung von Netzwerkfreigaben für Microsoft Windows und der vollständigen Unterstützung von Java kommen dann noch Features wie die direkte Integration von Adobe Air Apps in der Pinnwand sowie der optionale Rechtsklick in Anwendungen hinzu.

Auch sonst scheint das WeTab trotz aller Kritik nicht in Vergessenheit geraten zu wollen. So teilte der Hersteller gestern mit, dass das WeTab auf verschiedenen Intel-Ständen auf dem Mobile World Congress (MWC) in Barcelona zu sehen sein wird und zudem angedeutet, dass das MeeGo-Tablet beim Start des Intel AppStore eine Rolle spielen dürfte.

Intel AppStore: WeTab auf dem Mobile World Congress zu sehen

Vom 14. bis 17. Februar 2011 wird das WeTab auf verschiedenen Ständen von Intel auf dem Mobile World Congress (MWC) in Barcelona zu sehen sein. Wie der Tablet-Hersteller auf seiner Facebook-Seite mitteilt, können sich WeTab-Besitzer und Entwickler, die vor Ort sind und sich für MeeGo-Apps interessieren, sich für das Intel AppUp Application Lab registrieren, um neben dem kostenlosen Eintritt zur Fachmesse auch Informationen aus erster Hand zum MeeGo Entwickler-Programm zu erhalten. Auf dem Programm stehen unter anderem eine Einführung in das Intel AppUp Software Development Kit, der Validierungsprozess für fertige Anwendungen mit Tipps und Tricks sowie Gespräche mit Intel-Entwicklern.

Ob der Intel AppStore auch auf dem MeeGo-Tablet angeboten (wie von einigen Nutzer gewünscht) wird, verraten die WeTab-Macher hingegen nicht – aber es sieht wohl ganz danach aus.

WeTab sucht neue PR-Agentur

Lange hat die Zusammenarbeit zwischen dem WeTab-Hersteller 4tiitoo und der PR-Agentur Fink & Fuchs ja nicht gedauert. Kurz vor dem Verkaufsstart des MeeGo-Tablets Mitte September hatten sich die Berliner professionelle Hilfe in Sachen Kommunikation, PR und Social Media an Bord geholt. Wie die Kollegen von W & V nun erfahren haben, gehen beiden Unternehmen jetzt offenbar getrennte Wege. Während sich der Tablet-Hersteller mit einem Statement zurückhält, hat Agentur-Chef Stephan Funk bestätigt, dass die Zusammenarbeit regulär und im gegenseitigen Einvernehmen ausgelaufen sei. Aus dem Umfeld der WeTab-Macher ist allerdings zu hören, dass schon mal bald eine neue Agentur diese Aufgabe übernehmen soll.

Leicht wird es die neue PR-Agentur jedenfalls nicht haben. Noch immer gilt der schlechte und mehrmals verschobenen Verkaufsstart, die gefälschten Kundenbewertungen des ehemaligen Geschäftsführers Helmut Hoffer von Ankershoffen bei Amazon und dessen Rücktritt als Beispiel dafür, wie es nicht laufen sollte. Auf der Facebook-Seite des Herstellers ist zwar ordentlich aufgeräumt worden, nach wie vor wird aber noch immer Kritik an dem MeeGo-Tablet geübt.

WeTab Rev. 2: Aktuelle Firmware bereits vorinstalliert, Setup funktioniert damit schneller

Hier sind die angekündigten Informationen bezüglich der neuen WeTab-Versionen, die seit gestern unter anderem auch bei Amazon bestellt werden können. iPadinside.de hat sich heute Morgen beim Hersteller 4tiitoo in München nach den Details für das WeTab Rev. 2 erkundigt. Nach eigenen Angaben handelt es sich bei den neuen WeTab-Versionen um die gleiche Hardware wie bei den bisher erhältlichen Tablet-Modellen. Mit dem Unterschied, dass auf den WeTab Rev. 2-Geräten bereits die aktuelle Firmware in der Version 2.0 vorinstalliert worden ist. Wie das Unternehmen auf Anfrage mitgeteilt hat, bringe dies für den Endkunden zahlreiche Vorteile mit sich. So müsse der Nutzer den Touchscreen nach dem ersten Einschalten nicht mehr kalibrieren. Zudem könne die notwendige Registrierung nun schneller abgeschlossen werden, da ältere Updates bereits auf dem WeTab vorhanden und nun nachträglich nicht mehr aufgespielt werden müssten.

Folgende Funktionalitäten sind auf den WeTab Rev. 2-Modellen bereits vorinstalliert:

  • Multitouch funktioniert im Browser, in der Mediengalerie sowie in der Kartenapplikation Bing Maps. Damit kann man durch das Auseinanderziehen und Zusammenschieben von zwei Fingern auf dem Bildschirm in Webseiten, Karten und Bilder rein- und rauszoomen. Auch für andere Applikationen können Drittanbieter nun Multitouchfunktionen in ihre Software einbinden.
  • Geräte können über HDMI inklusive Audio angesteuert werden. Online-Videos und Urlaubsbilder können so direkt auf dem Fernseher gezeigt werden. HDMI ist über das Einstellungsmenü (Aufruf über „Info“) zu aktivieren und deaktivieren.
  • Die Touchscreennutzung wurde dank aktualisierter Firmware und neuen Funktionen optimiert. So wurden bei Applikationen zum Beispiel in der kompletten Office Suite größere Bedienfelder integriert und man kann in der Mail Applikation nun direkt im Text scrollen.
  • Besitzer des 3G Modells können direkt in der Kartenapplikationen per GPS Ihre Position finden indem sie den „Wo bin ich“ Button klicken. Die erstmalige Bestimmung der GPS Position kann kurze Zeit dauern. Zudem muss eine gute Verbindung zu den Satelliten bestehen.
  • Die Rotation des Bildschirms ist über das Einstellungsmenü (Aufruf über „Info“) zu aktivieren und deaktivieren.
  • Wir arbeiten kontinuierlich an der Erweiterung des Angebotes von Apps. Seit kurzem hat der Nutzer die Möglichkeit den Adobe AIR Market aus dem WeTab Market zu installieren. Damit stehen circa weitere 1300 Apps zur Verfügung.

Wie das Unternehmen zudem mitgeteilt hat, sind die „neuen WeTab-Versionen“ ab sofort auch über die anderen Verkaufskanäle wie Media Markt und Conrad Elektronik erhältlich.

WeTab Rev. 2: Alte Hardware, alter Preis. Amazon-Bewertungen weg. Nutzer sprechen von PR-Mogelpackung

Den Machern des WeTab droht erneut Ärger. Nach dem schlechten Verkaufsstart Ende September, den wenig schmeichelhaften Kritiken der Tester und dem Rausschmiss Rückzug des WeTab-Geschäftsführers Helmut Hoffer von Ankershoffen nach Bekanntwerden seiner gefälschten 5-Sterne-Jubel-Bewertungen bei Amazon, ist es in den vergangenen Wochen – auch dank zahlreicher Firmware-Updates und der längst überfälligen Aufräum-Aktion der ein wenig außer Kontrolle geratenen offiziellen WeTab-Seite auf Facebook – wieder etwas ruhiger geworden um das MeeGo-Tablet „made in Germany. Doch nun steht neuer Ärger ins Haus. Wie der Hersteller auf seiner Facebook-Seite gestern Abend mitgeteilt hat, ist ab sofort eine neue Version des WeTab erhältlich: „Bei dem WeTab Rev. 2 ist bei gleicher Hardware der Softwarestand 2.0 bereits vorinstalliert. Allen, die bereits ein WeTab besitzen, steht dieser Softwarestand selbstverständlich auch zur Verfügung. Sollte euer WeTab noch nicht auf diesem Stand sein, könnt ihr euch im Einstellungsmenü unter Allgemeines und Aktualisierungen den aktuellen Softwarestand herunterladen“.

Auch beim Online-Händler Amazon sind die neuen WeTab-Versionen (lieferbar ab dem 10. Dezember 2010) bereits (hier und hier) gelistet. Doch was unterscheidet sie von den bisher erhältlichen Tablet-Versionen? Wie ein Blick in die Produktbeschreibung verrät, gibt es zwischen den alten und neuen Versionen aus Hardwaresicht keine Unterschiede. Sogar die falsche Gewichtsangabe wurde erneut übernommen, obwohl dies den Entwicklern mittlerweile hinreichend bekannt sein müsste. Auch der Preis bleibt unverändert bei 449 Euro für das WLAN-WeTab und 569 Euro für das UMTS-Modell. Lediglich die vorinstallierte Firmware entspricht nun einem aktuelleren Stand (2.0), was meiner Meinung nach allerdings nicht wirklich von Belang ist, da sich das WeTab nach dem Setup automatisch das neuste Update herunterlädt.

Warum wird potentiellen Kunden dann – so kurz vor Weihnachten – eine „neue“ Verkaufsversion präsentiert? Mit aufpolierten Produktbeschreibungen und frischem Bildmaterial? Die Kommentare einiger Nutzer sind in dieser Frage ziemlich eindeutig. Von einer neuen Marketing-Mogelpackung ist die Rede, von einem cleveren Schachzug der WeTab-Macher, um die vielen negativen Kunden-Bewertungen loszuwerden und um noch schnell vom laufenden Weihnachtsgeschäft zu profitieren.

Anbei ein kleiner Auszug aus den Facebook-Kommentaren:

Das ist doch keine neue Version des WeTab, bloß weil es mit der aktuellsten Firmware verkauft wird. (Robert S.)

Was für ein Trick, um bei Amazon wieder reinzukommen und en passant gleich die (negativen) Bewertungen loszuwerden … Es wird nichts nützen. (Klaus B.)

Wieder eine Marketing-Mogelpackung … (Thomas K.)

Aber die negativen Bewertungen sind weg! Sehr clever. (Volker S.)

Glaubt Ihr wirklich, dass man eine Tüte Mist besser verkaufen kann, nur weil auf der Tüte „neu“ steht? Immer wenn man glaubt, dass der Höhepunkt der Peinlichkeiten erreicht wurde, legt das WeTab noch eine Schippe drauf. (Mario N.)

Auch bei Amazon gibt es bereits zwei Kommentare zu den neuen WeTab-Versionen:

Alter Wein in alten Schläuchen (von Serienjunkie), 1 Stern, 07.12.2010
Bei diesem Artikel handelt es sich keineswegs um eine neue Version, sondern weiterhin um das WeTab 3G 29,5 cm (11,6 Zoll) Tablet-PC 32GB (UMTS, Bluetooth 2.1 + EDR, Wi-Fi, GPS). Nur die Artikelpräsentation wurde etwas aufpoliert. Dafür werden immer noch die Batterielaufzeit mit ca. 6 Stunden, sowie das Display als multitouch-, statt richtigerweise dualtouchfähig angepriesen und jede Menge Versprechungen gemacht, die bis heute nicht eingehalten wurden („WeTab-Applikationen“). Vom eisernen Verschweigen des tatsächlichen Gewichtes gar nicht zu reden. Das ist wohl der mit Abstand dreisteste Versuch potentielle Kunden hinters Licht zu führen.

Achtung! Täuschung in der Artikelbezeichnung (von Andreas D.), 1 Stern, 07.12.2010
Meine Rezension zum WeTab findet ihr weiter beim originalen WeTab. Um negative Meldungen loszuwerden wurde offensichtlich nun von der WeTab GmbH der Schritt gewählt dem Wetab einen neuen Namen zu geben bei gleichem Inhalt. Das „neue“ Modell unterscheidet sich vom alten in keinster Weise. Es ist mit all seinen Vor- und vor allem Nachteilen das selbe geblieben. Aus dem selben Grund wie bei Version 1 vergebe ich auch hier wieder nur einen Stern: Das Wetab besitzt ein Display welches für Netbooks konzipiert ist und daher einen extrem schlechten Betrachtungswinkel hat. Da bei einem Tablet das Display zugleich auch das Eingabegerät ist fällt dies sehr negativ auf. Ich würde das Gerät derzeit nur für echte Linux Kenner empfehlen da ohne die Root Shell kaum etwas möglich ist.

Fazit: Idee gut – Umsetzung inakzeptabel

Im Grunde ist an dem Vorgehen der WeTab-Macher nichts auszusetzen, allerdings bekommt die ganze Sache auch aufgrund der früheren Schummel-Bewertungen auf Amazon durch den ehemaligen WeTab-Geschäftsführer einen für meine Begriffe faden Beigeschmack. Denn von einer neuen Verkaufsversion kann hier keine Rede sein, höchstens von einer aktuellen Firmware-Version und dies ist weder aus der Produktbeschreibung noch aus den technischen Daten ersichtlich. Viele potentielle (und unwissende) Käufer werden daher vermutlich davon ausgehen, dass auch die Hardware des WeTab überarbeitet wurde – was hier aber leider nicht der Fall ist. Bestärkt wird das Gefühl durch die Tatsache, dass auch nie bisherigen, teils negativen Amazon-Kundenrezensionen unter dem Produkt verschwunden sind. Beim „alten“ WeTab sind sie allerdings noch zu lesen. Und dann bleibt noch die Vermutung im Raum stehen, ob es sich hierbei um einen dreisten Versuch handelt, Kunden (erneut) hinters Licht zu führen, wie ein Amazon-Kommentar-Schreiber bissig formuliert. Diese Frage muss jeder für sich beantworten.

Auf Anfrage von iPadinside.de bestätigte das Unternehmen, dass es sich bei den neuen WeTab-Versionen um die gleiche Hardware handelt, auf denen die aktuelle Firmware-Version bereits vorinstalliert sei. Dies hätte unter anderem den Vorteil, dass der Nutzer den Touchscreen nicht mehr kalibrieren müsse. Zudem könne die Nutzer-Registrierung (durch das Wegfallen älterer Updates) nach dem ersten Einschalten nun schneller abgeschlossen werden. Mehr Information zum WeTab Rev. 2 folgen in Kürze gibt es hier.

WeTab: Mega-Update bringt volles Multitouch, HDMI, GPS und Bluetooth

WeTab-Besitzer aufgepasst. Der Hersteller hat gestern Abend – knapp vier Wochen nach dem verpatzten Verkaufsstart – das erste große Software-Update (es gab bereits diverse kleinere Updates) zum Download freigegeben. Laut Pressemitteilung ermöglicht die neue Software-Version 2.0 jetzt Multitouch in allen relevanten Anwendungen. Zudem wurde die Bedienung einiger Standard-Apps optimiert. Man habe in den letzten Wochen viel Feedback von den Kunden bekommen und intensiv an den wichtigsten Punkten gearbeitet, wird WeTab-Geschäftsführer Tore Meyer zitiert. Man sei sich bewusst, dass einige Dinge zum Marktstart nicht wie erhofft funktioniert hätten. Mit dem aktuellen Update sei vor allem die Bedienbarkeit des WeTab weiter entwickelt worden. In den kommenden Wochen würden zudem weitere Aktualisierungen bereitgestellt. Das Update sollte sich übrigens automatisch installieren, sobald das WeTab über WLAN mit dem Internet verbunden ist.

Die Inhalte des Updates im Einzelnen:

  • Multitouch im Browser, der Mediengalerie und in der Bing Maps Applikation freigeschaltet
  • Touchbedienung von Applikationen (z.B. größere Funktionselemente bei OpenOffice) optimiert
  • HDMI in allen Auflösungen inklusive Audio aktiviert
  • 3G Modell: Freischaltung des GPS für Applikationen
  • Einwandfreie Erkennung von Endgeräten über Bluetooth
  • Beendung von Vollbildprogrammen über den Powerbutton möglich
  • Mailprogramm einfacher zu bedienen
  • Diverse Optimierungen im Gesamtsystem (beispielsweise erweiterte Providerauswahl im 3G, Meldungen bei Bootvorgang entfernt)

Ob das Mega-Update nun die meisten Kritikpunkte der WeTab-Besitzer ausräumt, wird sich in den nächsten Tagen zeigen. Nichts desto trotz sollte dabei nicht außer Acht gelassen werden, dass das Update im Grunde nur Features bereitstellt, die eigentlich bereits zum Verkaufsstart Ende September hätten funktionieren müssen. Wäre dem so gewesen, hätte der Hersteller sich sicherlich jede Menge Kritik an seinem Gerät sparen können und der Marktstart wäre nicht derart holprig gewesen. Android Apps funktionieren übrigens immer noch nicht.

bModo12: WeTab 3G mit Windows 7 für 699 Dollar

Wenige Tage nach Verkaufsstart des WeTab kursierten im Netz bereits Bilder, Videos und Anleitungen von Nutzern, die das auf dem Tablet installierte Betriebssystem MeeGo-WeOS durch Windows 7 ersetzt haben. Auf diese Plattform basiert auch das bModo12, eine neues Tablet aus den USA. Das Interessante daran ist allerdings, dass das 11,6 Zoll-Tablet baugleich mit dem WeTab 3G ist. Es sieht nicht nur so aus wie das Berliner Tablet, sondern verfügt auch über die gleiche Hardware-Ausstattung. Mit an Bord sind neben der Intel Atom Pineview N450-CPU mit 1,66 GHz Taktrate, 1 GB Arbeitsspeicher (DDR2) und 32GB großer SSD auch UMTS/3G, WLAN (b/g/n), Bluetooth 2.1 und GPS. Zudem ist bei dem Windows 7-Pendant Multitouch und Videobeschleunigung aktiviert.

Pünktlich zu Beginn des Weihnachtsgeschäfts soll das bModo12 in den USA auf den Markt kommen und 699 US-Dollar (umgerechnet rund 500 Euro) kosten.

(via tblt.de)

Gruner + Jahr kehrt WeTab den Rücken zu. Stern kommt als E-Magazin aufs iPad

Die Hiobsbotschaften um das Berliner WeTab werden nicht weniger. Wie die Kollegen von Heise Online berichten, kehrt nun auch Gruner + Jahr (G+J) seinem einstigen Medienpartner den Rücken zu. Die Entwicklung eines Publishing-Systems mit Neofonie sei „derzeit zurückgestellt“, bestätigte Tobias Seikel, stellvertretender Verlagsleiter des „Stern“, auf Anfrage. Das E-Magazin werde nun zuerst auf dem iPad erscheinen. Ausgaben für andere Plattformen und Geräte sollen folgen, „wenn diese am Markt mit allen notwendigen Funktionen und einer relevanten Marktdurchdringung vertreten sind“. Autsch, diese Aussage hat gesessen und darf getrost als verbale Ohrfeige in Richtung der WeTab-Macher zu verstehen sein. Nach dem mehr als holprigen Verkaufsstart des Berliner Tablets (wurde mehrmals verschoben), den schlechten Kritiken nicht nur in der Fachpresse, dem Rücktritt des Geschäftsführers (nach dem bekannt wurde, dass Helmut Hoffer von Ankershoffen unter falschen Namen übertrieben positive Bewertungen für das WeTab auf Amazon verfasst hat) und fehlenden (aber versprochenen) Features war dieser Schritt eigentlich zu erwarten – und in Augen vieler auch längst überfällig.

Doch zurück zur Zusammenarbeit mit dem Hamburger Verlagshaus: Auf Basis des eigenen Publishing-Systems WeMagazine sollte Neofonie für G+J diverse E-Magazine entwickeln. Als Plattform stand dabei nicht das iPad, sondern das WeTab im Vordergrund. Dies scheint sich nun geändert zu haben. Wie der Mediendienst Kress berichtet, gelte nun die Devise, so schnell wie möglich auf das Gerät zu kommen, das zweifelsohne bisher am meisten Markttauglichkeit besitzt. Und da gibt es derzeit nur eine Antwort: das iPad. Mit „Geo“ und „National Geographic“ sind vor ein paar Tagen bereits zwei Titel des Verlagshauses im AppStore aufgetaucht. An der „Stern“-App werde derzeit noch fleißig gearbeitet, heißt es.

Als Entwicklungsplattform kommt bei G+J nun das etablierte Publishing-System des niederländischen Anbieters WoodWing zum Einsatz. Diese Lösung nutzt übrigens auch der Schweizer Großverlag Ringier, der ebenfalls als Medienpartner von Neofonie im Gespräch war und seine Publikationen mit WeMagazine aufs Tablet bringen wollte.

WeTab: Geschäftsführer nimmt nach desaströsem Start und Schummel-Bewertungen den Hut

Auf den ersten Blick muss Helmut Hoffer von Ankershoffen seine Geschäftsführer-Tätigkeit für die WeTab GmbH ruhen lassen, weil Blogger Richard Gutjahr aufgedeckt hat, dass Ankershoffen und seine Frau unter Pseudonymen zwei 5-Sterne-Jubel-Bewertungen bei Amazon vom WeTab veröffentlicht haben. In seiner nun veröffentlichten Stellungnahme geht er aber deutlich weiter: „Wegen der anhaltenden Diskussionen in der Öffentlichkeit rund um meine Person in den letzten Wochen“ werde er seine Tätigkeit als Geschäftsführer der WeTab GmbH ruhen lassen. Offenbar gibt es hinter den Kulissen weit mehr Auseinandersetzungen, als bisher in der Öffentlichkeit bekannt wurden.

Tatsächlich kann Intel mit dem WeTab nicht glücklich sein. Auf mehreren Messen und Veranstaltungen wurde das Tablet als mustergültiges Gerät in den Vordergrund gestellt und als die beste Intel-Alternative zu den ARM basierten Tablets von Apple und Samsung präsentiert. Verkauft wurde aber ein unfertiges Gerät, das mit einer geringeren Batterielaufzeit, höherem Gewicht, einem häufig anspringenden Lüfter sowie einer hakligen Bedienung und unvollständiger Software die Käufer mächtig enttäuschte – insbesondere da alle Mankos entgegen vorher gemachter Versprechungen bis zum Verkaufsstart hätten ausgemerzt werden sollen. Bereits im April hatte Ankershoffen im Telefongespräch mit iPadinside.de betont, man stehe bereits kurz vor der Massenproduktion und arbeite daran, bis Ende Juli die Software zu „optimieren“.

Die WeTab GmbH setzt sich aus zwei Unternehmen zusammen, die 4tiitoo aus München, die seit über drei Jahren an einer fingerfreundlichen Bedienoberfläche arbeitet (übrigens nicht notwendigerweise nur für Linux), und der Berliner Neofonie, deren Chef Ankershoffen ist und bleibt. Die beiden Firmen haben sich zusammengefunden, als die Münchner nach Kooperationen in der Verlagsbranche suchten, die zu Content- und Vertriebspartnerschaften (Stichwort: preiswertes Tablet gegen 2-Jahres-Abo) führen sollten. Ankershoffen hat aus seiner Vergangenheit als Chef der einst von ihm als deutscher Google-Konkurrenz ausgerufenen Paperball-Suchmaschine gute Kontakte zu Gruner & Jahr.

Das Hamburger Medienhaus diente denn auch auf der berühmt-berüchtigten Pressekonferenz im April als Launch-Partner, auf dem WeTab lief unter anderem eine Demo-Version vom Stern. Eine strategische Fehlentscheidung, so einseitig auf das WeTab zu setzen. Bei der Konkurrenz hat das freundlich gesagt zu Kopfschütteln geführt.

Fraglich ist, ob der Rückzug des Geschäftsführers das WeTab noch retten kann. Eine nahezu durchgehend negative Berichterstattung hat die Marke verbrannt, daran kann meines Erachtens die sehr späte Reaktion von Helmut Hoffer von Ankershoffen nichts mehr ändern. Denn die im Nachhinein zu vollmundigen oder falschen Versprechungen ihres Geschäftsführers haben die 4tiitoo-Macher zu lange mitgetragen.

Vielleicht hilft eine strategische Neuausrichtung, weg von der Tablet-Schmiede, die sie nie waren, hin zu einem Software-Haus, das mit der Daumennavigation ein potentiell sehr interessantes Bedienkonzept entwickelt und plattformübergreifend an Tablet-Hersteller verkauft – sprich, die Software aus Windows und Android portiert. Als Bastelgerät für Frickler kann das WeTab nicht mehr als einen mickrigen Nischenplatz einnehmen. Doch selbst dafür kann es inzwischen zu spät sein, da mit Windows Phone 7 und Android 3.0 in wenigen Wochen eine gewaltige Konkurrenz anrückt. Und dann ist da ja noch eine zweite iPad-Generation zu erwarten.

WeTab: Harte Kritik zum Verkaufsstart, das erste Update ist da und Amazon startet Auslieferung

Mit den Machern des WeTab möchte ich im Moment nicht tauschen. Statt der erhofften Lobgesänge auf ihr Tablet hagelt es derzeit von fast von allen Seiten Kritik. Die Kollegen von n-tv beschreiben die Stimmung der Käufer zwischen blanker Wut und Hoffnung. Auch Chip Online zieht mit den WeTab-Machern hart ins Gericht. Datenblätter wurden nachträglich in puncto Gewicht und Features geändert, FAQs korrigiert und auch die Befürchtung, dass es sich bei den bisher verkauften Tablets um um dasselbe unfertige Produkt – sprich Vorserienmodell – von der Pressekonferenz letzter Woche handelt, scheinen sich laut Chip zu bewahrheiten. Insbesondere dann, wenn man sich die Probleme, Features und Fehler anschaut, die auch schon beim Vorserienmodell aufgetreten sind beziehungsweise gefehlt haben.

Mittlerweile soll auch das erste Update für WeTab-Besitzer zum Download bereit stehen. Auf Details warte ich noch, doch Berichten zufolge ist es nach der Aktualisierung möglich, sich Bilder und Webseiten im Hochformat anzusehen. Demnach ist der Beschleunigungssensor nun freigeschaltet worden. Auch die Bluetooth-Schnittstelle lässt sich nun konfigurieren. Der Vergangenheit angehören soll nun auch das UMTS-Problem. Auch eine Screenshot-Funktion ähnlich wie beim Apple iPad durch Druck einer Tastenkombination ist neu hinzugekommen. Wie wir heute Nachmittag erfahren haben, wird die Multitouch-Funktionalität aber erst in der kommenden Woche durch ein weiteres Update freigeschaltet.

Gute Nachrichten gibt es für die Vorbesteller, die das WeTab bei Amazon geordert haben. Der Onlinehändler hat ihnen heute per Mail mitgeteilt, dass das Tablet ab dem 23. September verschickt werde. Auch der Verfügbarkeits-Termin der Artikelbeschreibung wurde aktualisiert. Neu hingegen ist der Hinweis (siehe Screenshot), dass die Erstbestückung durch den Hersteller nicht ausreiche, um die Nachfrage zu decken. Das WeTab könne aber weiterhin vorbestellt werden.

UPDATE: Wie es ausssieht, werden nun doch nicht alle Amazon-Vorbesteller in den Genuss ihres WeTab kommen. Auf Facebook und in diverse Foren häufen sich die Meldungen, wonach Käufer eine Mail von dem Versandhaus bekommen haben, in der ihnen mitgeteilt wird, dass der Onlinehändler versucht, das Gerät zu besorgen und deshalb noch keinen Liefertermin nennen kann. Besonders nett ist auch der Hinweis am Ende der Mail: Kunden hätten natürlich jederzeit die Möglichkeit, ihre Bestellung zu stornieren.

Guten Tag,
wir versuchen noch immer, den / die folgenden Artikel (Bestellnummer #303-3756762-1493921), die Sie am Mai 07 2010 bestellt haben, zu besorgen: „WeTab 3G 29,5 cm (11,6 Zoll) Tablet-PC 32GB (UMTS, Bluetooth 2.1 + EDR, Wi-Fi, GPS)“

Derzeit könen wir leider keinen Liefertermin nennen. Sobald wir ein aktuelles voraussichtliches Lieferdatum haben, werden wir Sie umgehend per E-Mail informieren.

Besteht Ihr Interesse an diesem Artikel weiter? Wir versuchen gerade, den Artikel noch für Sie zu beziehen. Bitte haben Sie noch ein wenig Geduld. Wir können allerdings nicht garantieren, dass der Artikel noch erhältlich ist.

Falls Ihnen die Wartezeit zu lange wird, können Sie die Bestellung natürlich jederzeit stornieren, solange sie sich nicht im Versandprozess befindet. Bitte besuchen Sie die obigen Detailseiten, um diese Artikel eventuell bei anderen Anbietern zu finden.

WeTab: UMTS-Funktion durch Abschalten der Pin-Abfrage aktivieren und andere Probleme

Das WeTab ist da … und macht bei dem einen oder anderen Nutzer auch schon mal Probleme, wie man unter anderem auf der WeTab-Fanseite auf Facebook lesen kann. Ein Nutzer hatte beispielsweise das Problem, dass sein Tablet bei der Installation nicht richtig gestartet werden konnte. Eine schnelle Lösung gab es in diesem Fall nicht. Der Medion-Mitarbeiter an der Support-Hotline verwies den enttäuschten Nutzer aber auf einen kommenden Bugfix, der bald zur Verfügung gestellt werden und das Problem beheben soll. Bis dahin solle er sein WeTab erst einmal laufen lassen, damit das Gerät das benötigte Update herunterladen könne. Das entsprechende Video gibt es übrigens hier zu sehen.

Ein anderes Problem betrifft die Aktivierung der UMTS-Funktion des WeTab. Obwohl die SIM-Karte in dem Gerät richtig eingelegt und die 3G-Funktionalität eingeschaltet wurde, kann die UMTS-Verbindung nicht genutzt werden. Gelöst werden kann dieses Problem erst durch Abschalten der Pin-Anfrage. Ein Fix soll aber auch an dieser Stelle künftig Abhilfe schaffen.

Nervig dürfte auch diese Fehlermeldung sein: „Der Registrierungsserver hat einen unbekannten Fehler gemeldet. Bitte versuche es nochmal“. Denn ohne Registrierung kann das WeTag nicht zu Ende installiert werden. Ein Anruf bei der Medion-Hotline war in diesem Fall wohl wenig hilfreich. Der Tipp der vermeintlichen Experten: „Bitter versuchen Sie es alle 10 Minuten erneut. Wenn es in zwei Stunden nicht geht, bitte melden Sie sich wieder bei uns“. LOL. Ein ähnlicher Fehler trat bei einem WeTab-Besitzer aus Österreich auf. Er hatte bei der Registrierung Österreich als Herkunftsland angegeben. Nachdem er dies in Deutschland änderte, war die Fehlermeldung verschwunden und die Registrierung erfolgreich.

Apropos Update: Auf Anfrage von iPadinside bestätigte die zuständige PR-Agentur in München, dass es in Kürze ein Update für das WeTab geben wird. Welche Probleme der Hersteller damit beheben wird, ist noch nicht bekannt. Meinen Informationen zufolge soll dies WeTab-Nutzern aber vor dem jeweiligen Download angezeigt werden. Auch die Multitouch-Funktionalität wird übrigens durch ein Update freigeschaltet – allerdings nicht diese Woche wie angekündigt, sondern erst nächste Woche, wie ich soeben aus einer zuverlässigen Quelle erfahren habe.

Welche Probleme habt ihr mit dem WeTab? Habt ihr bereits eine Lösung gefunden?

WeTab: Lieferumfang, Medion-Support, WeTab Market AGB und Quick-Start

Das WeTab ist da. Vergessen sind die Marketing-Patzer und vergeben sind auch die Verzögerungen vor dem Verkaufsstart – wenn das WeTab hält, was sein Hersteller versprochen hat. Sonst wird auch bald Neofonie und sein erstes MeeGo-Tablet in Vergessenheit geraten. Seit heute ist es nun soweit. Die ersten Vorbesteller halten das Gerät bereits in ihren Händen. Packshots und Unboxing-Zeremonien fluten das Netz. Auch auf der Fanseite des Hersteller auf Facebook geht es derzeit hoch her.

Wie auf der Rückseite der WeTab-Verpackung deutlich zu lesen ist, gehört zum Lieferumfang neben dem Tablet ein Netzteil samt Kabel, ein Reinigungstuch und eine Schutzhülle. Ebenfalls dabei ist eine Kurzanleitung sowie ein WeTab-Aufkleber (Apple lässt grüßen). Ein WeTab-Ständer, wie er auf vielen Produktfotos zu sehen ist, gehört leider nicht zum Lieferumfang und muss falls benötigt extra hinzugekauft werden. Ein ausführliches Handbuch für Tablet-Einsteiger liegt ebenfalls nicht bei.

Pünktlich zum Verkaufsstart hat Medion sein Support-Angebot für das WeTab gestartet. Nach Eingabe der MSN-Nummer gelangen Kunden auf eine Hilfe-Seite mit Download-Möglichkeiten für Treiber, Software und Handbuch. Auch oft gestellte Fragen sind dort neben der Produktregistrierung zu finden.

Auf einer alten Homepage von 4tiitoo (neben Neofonie das andere Unternehmen hinter dem WeTab) ist neben der WeTab Software-Nutzungsrechts-Vereinbarung auch die Datenschutzerklärung der 4tiitoo AG zur Nutzung des WeTab aufgetaucht. Ebenfalls auf der Seite zu finden sind die Lizenzen der Drittanbieter und OSS-Bestandteile sowie die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) für den WeTab Market. In den kommenden Tagen werde ich mir mal die einzelnen Dokumente ansehen. Mehr dazu später hier im Blog.

Die erste Inbetriebnahme des WeTab (Updates inklusive) kann ja nach Internetverbindung bis zu 40 Minuten dauern. Darüber werden Käufer in einer Quick-Start-Anleitung informiert, die alle wichtigen Merkmale und Funktionen des Berliner Tablets auf zehn Seiten zusammenfasst und insbesondere für Einsteiger ganz interessant sein dürfte. Der Einfachheit halber habe ich Screenshots von der Präsentation gemacht und der Reihenfolge entsprechend unterhalb dieses Blogbeitrags eingebunden.

WeTab Packshots und Unboxing Video

Nach zahlreichen Termin-Verschiebungen und PR-Patzern kommt das WeTab nun endlich auf den Markt. Während sich Amazon-Vorsteller noch bis Ende der Woche mit der Auslieferung ihres Tablets gedulden müssen (sollte eigentlich schon ab dem 19. September erfolgen), wurden heute bereits die ersten Media Markt-Kunden informiert, dass das Gerät zur Abholung bereit stehe. Nicht-Vorbesteller kommen übrigens frühestens Ende des Monats zum Zuge.

Im Vergleich zum Apple iPad hat es allerdings ziemlich lange gedauert, bis im Netz Bilder in Form von Packshots oder dergleichen aufgetaucht sind. Nun ist es aber soweit. Die ersten Bildern sind da. Auch der Hersteller hat vor ein paar Minuten ein paar Bilder auf der Facebook-Fanpage veröffentlicht. Das offizielle Unboxing Video ist übrigens in Arbeit und soll in Kürze ebenfalls online gehen.

Fabien Röhlinger von AndroidPit hatte als Partner (das WeTab nutzt wohl den AndroidPit-Market als AppStore) nach eigenen Angaben bereits vorab die Gelegenheit, das Gerät in der Originalverpackung zu filmen, auszupacken und zu testen. Das Ergebnis ist ein kurzes Unboxing Video mit Schwerpunkt auf Android-Applikationen auf dem WeTab.

So und jetzt viel Spaß mit den Bildern.


(Quelle: Facebook / offizieller Packshot des Herstellers)


(Quelle: Facebook / offizieller Packshot des Herstellers)


(Quelle: Facebook / offizieller Packshot des Herstellers / vergrößert)


(Quelle: Facebook / offizieller Packshot des Herstellers)


(Quelle: Twitter / Christian Eidenpenz)


(Quelle: Twitter / Christian Eidenpenz)


(Quelle: Twitter / Christian Eidenpenz)


(Quelle: Facebook / Thomas Stäuble)


(Quelle: Twitter / Christian Eidenpenz)

WeTab wird ohne Multitouch ausgeliefert. Erstes Update kommt Ende der Woche

Das WeTab ist seit heute in Deutschland offiziell erhältlich. Allerdings werden in den kommenden Tagen nur Vorbesteller in den Genuss des Berliner Tablets kommen. Alle anderen Interessenten müssen sich noch bis Ende September gedulden, bis das WeTab bundesweit in allen 222 Filialen von Media Markt erhältlich sein wird. In der vergangenen Woche konnten sich die Kollegen von Chip Online einen Eindruck von dem Gerät verschaffen. Ihr Testurteil: „In der präsentierten Form wird das WeTab ein totaler Flop„. Bei den gezeigten Testgeräten hätten selbst grundlegende Funktionen nicht funktioniert. Der Touchscreen habe bei einem Gerät wiederholt versagt, ein anderes hätte den Zugriff auf USB-Sticks verweigert. Flash-Inhalte konnten gar nicht abgespielt werden, auch Multitouch sei bei keinem der gezeigten WeTabs lauffähig gewesen. Selbst der WeTab Market sei nicht erreichbar gewesen. Wichtige Fingergesten, etwa das Zoomen, hätte ebenfalls nicht funktioniert.

Der Hersteller reagierte prompt und sprach in diesem Zusammenhang von Vorseriengeräten. Da staunten auch die Kollegen von Chip Online nicht schlecht, zumal das WeTab ja bereits in wenigen Tagen ausgeliefert werden sollte. „In der Verkaufsversion werden diese Features funktionieren“, versprach WeTab-Sprecher Christian Soult. Doch so ganz scheint er seine Zusage nicht einhalten zu können. Gegenüber iPadinside bestätigte die zuständige PR-Agentur, dass das WeTab derzeit ohne Multitouch-Funktionalität ausgeliefert wird. Allerdings soll es Ende der Woche bereits ein erstes Update geben, das dieses Feature entsprechend freischaltet. Problemlos funktionieren würde nun der Zugriff auf den WeTab Market, auch Android-Apps könnten nun installiert werden. Zudem sei der Touchscreen optimiert worden.

WeTab: Abholung im Media Markt, zu wenige Geräte und freier Verkauf erst Ende September

Wunder gibt es immer wieder: Der populäre Grand Prix-Song von Katja Ebtein ist zwar schon 40 Jahre alt, wird aber immer noch gerne gesungen – und zitiert. So wie auch in diesem Fall. Allerdings geht es hier nicht um musikalische Wunderkinder oder religiöse Ereignisse, sondern ganz schlicht um einen neuen TabletPC, der seit heute in Deutschland erhältlich ist. Nach zahlreichen Termin-Verschiebungen und PR-Desastern kommt das Berliner WeTab nun endlich auf den Markt. Während sich Amazon-Vorsteller noch bis Ende der Woche mit der Auslieferung ihres Tablets gedulden müssen (sollte eigentlich schon ab dem 19. September erfolgen), wurden heute bereits die ersten Media Markt-Kunden informiert, dass das Gerät zur Abholung bereit stehe. „Heute beginnen wir mit der Auslieferung“, bestätigte eine Sprecherin des Elektronik-Discounters auf Anfrage von iPadinside. Ab Ende nächster Woche werde das WeTab bundesweit in allen Filialen vorrätig sein. Zudem sei nun auch die Vorbestellung in den Märkten möglich. Angaben zu den verfügbaren Stückzahlen wollte die Sprecherin nicht machen.

Kann ich gut nachvollziehen, deshalb habe ich heute Vormittag bei verschiedenen Media Markt-Filialen angerufen und mich nach dem Verkaufsstart des WeTab erkundigt. Zu meiner Überraschung wussten einige Mitarbeiter in den jeweiligen Fachabteilungen gar nicht Bescheid. Andere Mitarbeiter wiederum bestätigten am Telefon, dass sie nur wenige Exemplare heute erhalten hätten und dabei seien, Vorbestellern Bescheid zu geben. Für den freien Verkauf stünden derzeit aber keine Geräte zur Verfügung. Darüber hinaus seien viel weniger Geräte geliefert worden als eigentlich für die Vorbestellungen benötigt werden.

Auch die zuständige PR-Agentur in München wollte die Stückzahlen weder kommunizieren noch kommentieren. Das WeTab sei heute an die Media Märkte gegangen und die Vorbesteller seien informiert worden, so die Aussage des Pressesprechers. Auch die bei Amazon vorbestellten Geräte werden gegen Ende der Woche (ab dem 23. September) an die Kunden ausgeliefert.

Anfang September hatte ich in Berlin bei einer Intel-Präsentation bereits die Gelegenheit, das WeTab kurz zu testen und zusammen mit Entwicklungschef Stephan Odörfer ein Hands-on zu drehen.

WeTab: Verkaufsstart am 21. September. Ab Mitte November auch bei Conrad zu kaufen.

Es gibt Neuigkeiten in Sachen WeTab. Nachdem der Hersteller auf der IFA-Pressekonferenz von Intel in Berlin Anfang September Spekulationen bestätigt hat, dass das WeTab das erste auf MeeGo basierende Tablet sein wird, sind auf dem Intel Developer Forum (IDF) in San Francisco nun weitere Informationen bekannt geworden. Demnach erfolgt der offizielle Verkaufsstart in Deutschland bereits in der kommenden Woche. Am 21. September um genau zu sein. Über diesen Termin dürften sich nicht nur die zahlreichen Vorbesteller bei Amazon und Media Markt freuen, sondern auch die Zweifler, die nicht mehr daran geglaubt haben, dass das WeTab nach zahlreichen Pannen und Terminverschiebungen überhaupt noch auf den Markt kommt.

In ein paar Tagen ist es nun soweit. Das WeTab ist fertig und wird ab dem 21. September hierzulande ausgeliefert. Ob damit die mehr oder weniger hohen Erwartungen der Nutzer erfüllt werden, wird sich zeigen. Und ob das WeTab von enttäuschten Nutzern nach ein paar Tagen „Probezeit“ wieder an den Hersteller zurückgeschickt wird, wie Richard Gutjahr prophezeit, ebenfalls. Vorerst wird es beide Modelle des Berliner Multimedia-Tablets nur bei Amazon und Media Markt zu kaufen geben. Ab Mitte November werden das Versandhaus Otto sowie der Elektronik- und Technikhändler Conrad folgen.