1&1 Smartpad: United Internet stellt Vertrieb ein. Aktionen mit anderen Tablets geplant
Ende Juni machte United Internet von sich reden, als das Unternehmen, zu dem auch 1&1 gehört, seinen DSL-Neukunden bei Vertragsabschluss (Doppel-Flat 16.000 für 19,99 Euro bei 24 Monaten Laufzeit) das 1&1 Smartpad gratis mit dazu gab. Zudem war angedacht, den Android-Tablet nach einer gewissen Zeit auch für Bestandskunden anzubieten. Auch Nicht-Kunden hätten das Gerät für rund 300 Euro erwerben sollen. Doch daraus wird wohl nichts. Wie das Unternehmen nun überraschend mitgeteilt hat, wird der Vertrieb des Smartpad bereits im September eingestellt. Die erste Charge von 25.000 Geräten sei in Kürze vergriffen, Nachbestellungen werde es nicht geben, so United Internet-Chef Ralph Dommermuth auf der Halbjahrespressekonferenz. Auch die Ausstrahlung des Werbespots mit Marcell D’Avis und dem Tablet sei bereits gestoppt worden. Die letzten Exemplare werden in den nächsten Tagen an die Kunden ausgeliefert. Man sei jedoch mit der Smartpad-Aktion ganz zufrieden, da sie für potenzielle DSL-Kunden ein guter Anreiz für einen Vertragsabschluss gewesen sei und den Absatz angekurbelt habe.
Wie der Mediendienst Kress berichtet, seien mit Apple iPad und den kommenden Tablets anderer Anbieter bessere Produkte im Markt. Auf diese wolle man künftig zurückgreifen. Ein konkurrenzfähiges Produkt aus dem eigenen Haus ließe sich preislich nicht abbilden – schon gar nicht zu den bisherigen Konditionen. Im Tablet-Geschäft will United Internet allerdings weiter mitmischen. Die Android-Oberfläche, die extra für das Smartpad programmiert wurde, soll künftig auf anderen Geräten von 1&1 zum Einsatz kommen. “Das ist ein Zukunftsgeschäft, das wir uns nicht entgehen lassen”, so Dommermuth.
Update 1 : Kunden, die bereits ein Smartpad besitzen, kommen trotz Einstellung des Vertriebs in den Genuss eines Updates auf Android 2.2. Bis Ende September soll dies erhältlich sein.
Update 2: Wie die Kollegen von Heise berichten, wird das Smartpad nicht wegen der mangelnden Leistungsfähigkeit nicht mehr nachbestellt, sondern weil der Hersteller NEC Lieferschwierigkeiten hat und die Bestellung beziehungsweise Auslieferung einer neuen Charge zu lange dauert.
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